{"id":58,"date":"2018-12-23T02:51:47","date_gmt":"2018-12-23T02:51:47","guid":{"rendered":"http:\/\/joytour.de\/?page_id=58"},"modified":"2021-04-29T10:02:57","modified_gmt":"2021-04-29T10:02:57","slug":"unser-mobiles-zuhause","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/joytour.de\/?page_id=58","title":{"rendered":"Joy"},"content":{"rendered":"\n<p>Als uns immer mehr klar wurde das wir in den n\u00e4chsten Jahren mehr Zeit mit Reisen verbringen wollen stellte sich uns die Frage mit welcher Art von Fahrzeug wir dies machen sollten. <\/p>\n\n\n\n<p>Zur Diskussion stand auch kurz die M\u00f6glichkeit mit dem Motorrad Fernreisen zu unternehmen da wir bereits sehr sch\u00f6ne Touren mit dem Motorrad unternommen hatten. Jedoch wurde diese Idee aufgrund zu vieler Kompromisse mit eingeschr\u00e4nktem Gep\u00e4ck, der Wetterabh\u00e4ngigkeit und Gefahren auf der Stra\u00dfe nicht weiterverfolgt. <\/p>\n\n\n\n<p>Zu Beginn unser Planung drehten wir uns eine ganze Zeit im Kreis bis wir einige Eckpunkte der zu erwartenden Reiserouten sowie zum Fahrzeugs festlegten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reiserouten: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An erster Stelle steht die Pan Americana, dann die Seidenstra\u00dfe und wenn m\u00f6glich auch noch das s\u00fcdliche Afrika. Jedoch hat Corona alles ver\u00e4ndert und bis es nach Amerika geht gilt es Europa zu entdecken.  Wenn Reisen wieder frei m\u00f6glich ist kann sich diese Reihenfolge auch noch \u00e4ndern. Sicherlich fahren wir bei unseren Reisen dabei \u00fcberwiegend auf asphaltierter oder fester Stra\u00dfe, aber wenn wir wollen oder es erforderlich ist auch abseits dieser Stra\u00dfen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Technische Fahrzeug\nAnforderung: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine robuste Fahrzeugtechnik mit m\u00f6glichst weltweiter Ersatzteilverf\u00fcgbarkeit, 4*4 Antrieb mit mindestens einem Hinterachs- Sperrdifferenzial besser aber auch ein Sperrdifferenzial  noch vorne, Automatikgetriebe um komfortabler Reisen zu k\u00f6nnen. Bevorzugt ist ein Benzinmotor aufgrund der Dieselpartikelfilter Problematik. Auch sollte gen\u00fcgend Leistungsreserve f\u00fcr schwierigere Fahrbedingen vorhanden sein. Der Unterboden sollte an wichtigen Bauteilen gesch\u00fctzt sein. Eine Bodenfreiheit von min. 25 cm sowie eine Wattiefe von mindestens 50cm sollte vorhanden sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Reisemobil\nAnforderung:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte im Fahrzeuginnenraum bequem schlafen k\u00f6nnen. Eine Koch- und Waschgelegenheit mit Stehh\u00f6he haben. Eine Sitzgruppe, sowie etwas Stauplatz sollte vorhanden sein. Ein WC (mindestens Porta Potti), eine K\u00fchlbox, eine Heizung sowie eine gut dimensionierte Solaranlage f\u00fcr mehrt\u00e4giges autarkes Campen. Der Kocher und die Heizung sollen Gasfrei funktionieren. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was kam dabei heraus<\/strong>:<\/p>\n\n\n\n<p>Nach l\u00e4ngeren \u00dcberlegungen schieden die gro\u00dfen Fahrzeuge wie Unimog und Fahrzeuge auf LKW Basis aus, da die uns viel zu gro\u00df und unhandlich sind. Auf unseren Reisen m\u00f6chten wir unbedingt auch in die St\u00e4dte \/ Ortschaften fahren und da wissen wir von unseren Motorrad Touren wie eng diese im Ausland sein k\u00f6nnen. Auch wollen wir auf kleinen und steilen Bergstrecken nicht dem Herzinfarkt nahe sein, wenn es Stra\u00dfenbedingt oder wegen Gegenverkehr eng wird. Des Weiteren wollen wir nicht mit teuren Fahrzeugen in armen Regionen dieser Welt zu stark auffallen. All diese Anforderungen und Einschr\u00e4nkungen reduzierte die Auswahl auf erst einmal wenige Fahrzeuge. &nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es sollte ein neues bis wenig gebrauchtes Fahrzeug sein. Wir wollten kein \u00e4lteres Fahrzeug mit unbekannter Abnutzungsherkunft. In die engere Wahl kamen dabei der Mercedes Sprinter 4*4, Mercedes Vito 4*4, VW T5\/T6 4Motion, Landrover Defender und sogar ein 5 t\u00fcriger Mitsubishi Pajero. Irgendwann kam dann auch noch die Pickup Fahrzeug Kategorie dazu<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sprinter Kastenwagen schied leider aus, weil er als 4*4 in neuwertigen Zustand als Ausbaubasis in unserer Wunschausstattung (Automatik, HA Sperrdifferenzial, etc.) neuwertig gebraucht kaum verf\u00fcgbar und wenn verf\u00fcgbar im Vergleich zum Sprinter ohne 4*4 viel zu teuer ist. Zudem m\u00fcsste noch einiges an Geld f\u00fcr ein h\u00f6heres Fahrwerk mit anderer Bereifung und Unterbodenschutz in die Hand genommen werden. Dann kommt man aber auch nicht mehr mit dem max. Gesamtgewicht von 3.5t klar. <\/p>\n\n\n\n<p>Beim VW T5\/ 6 verh\u00e4lt es sich sehr \u00e4hnlich. Ihn gibt es zwar \u00f6fters mit HA Sperrdifferenzial aber beim T6 kommt noch hinzu, dass durch eine Fahrwerk H\u00f6herlegung, welche auch nur moderat machbar ist, die Antriebswellen stark belastet werden und somit fr\u00fchzeitig verschlei\u00dfen k\u00f6nnen. <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Mercedes Vito 4*4 Kastenwagen gibt es offensichtlich kein HA Sperrdifferenzial. Er w\u00e4re preislich und vom verf\u00fcgbaren Innenraumangebot aber interessant gewesen, ist aber nach einem Fahrwerk-, Reifen, etc. Umbau immer noch, nur f\u00fcr leichten Offroad Einsatz gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwann sind wir dann auf Pickups mit Auf- \/ Absetzkabinen gesto\u00dfen und haben uns intensiver mit diesem Konzept besch\u00e4ftigt. Der Pickup als Plattformfahrzeug erf\u00fcllte viele unserer Fahrzeugw\u00fcnsche. Ihn gab es von mehreren Fahrzeugherstellern mit 4*4 und Sperrdifferenzial an der Hinterachse, sowie zuschaltbarem Untersetzungsgetriebe wie bei echten Gel\u00e4ndewagen. Es gab verschiedene Pickups mit Automatikgetriebe, gen\u00fcgend Motorleistung, guter Bodenfreiheit und ausreichender Watttiefe. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Schnell erkannten wir nicht nur die vielen Vorteile von Pickups mit Auf- \/ Absetzkabine sondern auch die Nachteile dieser Fahrzeug Kategorie. Viele Kabinen zum Auf und Absetzen beinhalten zwar tolle Innenr\u00e4ume mit allem was man sich w\u00fcnscht aber dadurch kommen die Pickups schnell auch an ihre Belastungsgrenzen. Der Schwerpunkt mancher Kabine ist aufgrund ihrer Stehh\u00f6he und noch zus\u00e4tzlich beladenem Dach zu hoch.  Bedingt durch eine gr\u00f6\u00dfere Kabinenl\u00e4nge wandert viel Gewicht weit hinter die Hinterachse, was das Fahrwerk und den Rahmen besonders auf schlechten Strecken stark belastet (\u00fcberlastet). Zudem ist man oft schon mit moderater Beladung schnell am zul\u00e4ssigen Gesamtgewicht angelangt.<\/p>\n\n\n\n<p>Daher war eine Standard Absetzkabine auch nicht die L\u00f6sung f\u00fcr uns.<\/p>\n\n\n\n<p>Allerdings lernten wir, das es auch sogenannte Pickup Expeditionskabinen gibt, die von vorne herein schone einen anderen Ansatz verfolgen. Es gibt entsprechende Konstruktionen, die zum einen \u00e4u\u00dferst stabil aus Aluminium oder auch Kunststoff gebaut sind und gleichzeitig noch leicht sind. Die durch eine niedrige Kabinenh\u00f6he versuchen den Schwerpunkt tief zu halten und auch versuchen den Heck\u00fcberstand kurzhalten. &nbsp;Wobei dies aber alles zu lasten des Komforts geht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies war aber f\u00fcr uns der richtige Ansatz. Wir k\u00f6nnen somit auf einen in gro\u00dfer St\u00fcckzahl weltweit gebauten 4*4 Pickup mit HA Sperrdifferenzial, zuschaltbarem Untersetzungsgetriebe, Automatikgetriebe, \u00fcberschaubarer Technik, gen\u00fcgend Motorleistung, guter Bodenfreiheit und guter Watttiefe zur\u00fcckgreifen. Darauf k\u00f6nnen wir eine auf unsere W\u00fcnsche angepasste stabile aber trotzdem leichte jedoch kleine Wohnkabine setzen lassen. Mit einem Aufstelldach bleibt der Schwerpunkt insgesamt halbwegs niedrig und durch das fest mit dem verschrauben auf der Ladefl\u00e4che wohl auch noch Pistentauglich.<\/p>\n\n\n\n<p>Herausgekommen ist am Ende dann ein Ford Ranger, 1.5 Extrakabine, mit 3.2 Liter Diesel und 200PS, einem zuschaltbaren Untersetzungsgetriebe, Automatikgetriebe, Offroad Paket mit HA Differenzialsperre und teilweisem Unterfahrschutz, ca. 25 \u2013 30 cm (Achsen \/ Fahrzeugmitte) Bodenfreiheit sowie 80cm Wattiefe. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Ford Ranger wird in unserer Ausf\u00fchrung in S\u00fcdafrika, Australien und Asien (Thailand) gebaut und verkauft. Die Fahrzeuge f\u00fcr Europa werden in S\u00fcdafrika gebaut. Somit k\u00f6nnten Ersatzteile sicherlich in vielen L\u00e4ndern verf\u00fcgbar sein. Leider wird uns der Euro 6 Diesel Motor des Rangers mit seinem Dieselpartikelfilter und der daf\u00fcr geforderter hohen Dieselqualit\u00e4t in der Auswahl einiger L\u00e4nder einschr\u00e4nken oder je nach getanktem Diesel auch an technische Grenzen bringen. Allerdings ist die Welt stark im Wandel und immer mehr L\u00e4nder stellen Diesel mit niedrigerem Schwefelanteil an Tankstellen zur Verf\u00fcgung. Diese Tatsache m\u00fcssen wir aber bei der Wahl unserer Reisel\u00e4nder unbedingt beachten. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir haben uns dann f\u00fcr die Ortec Offroadtechnik Minicab entschieden. Unsere leere Wohnkabine wurde aus Aluminium nach meiner Zeichnung gefertigt. Wobei sich das Konzept an das bew\u00e4hrte Ortec Baukastensystem anlehnt. Beim Bau der Kabine wurden bereits die gew\u00fcnschten Fenster eingebaut sowie die von mir geplanten Solarpanels auf dem Klappdach montiert. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>JOY:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Fahrzeug tr\u00e4gt den Namen JOY, welcher von Xiangyang gew\u00e4hlt wurde. JOY soll uns \u00fcberall dorthin bringen wo es f\u00fcr uns Neues zu entdecken gibt und Joy soll gleichzeitig auch unser Motto auf diesen Reisen in ferne L\u00e4nder sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Ranger wurde im S\u00fcdafrikanischem Ford Werk Silverton, Pretoria gebaut und &#8222;JOY&#8220; steht seit dem 13.11.2018 auf eigenen (Reifen) F\u00fc\u00dfen \ud83d\ude42 Unser Ranger hat das Werk wohl am 17.11.2018 Richtung Deutschland verlassen. Im Juni 2019 wurde Joy mit seiner Kabine in Steyrberg bei der Firma Ortec verheiratet. Seitdem sind die beiden ein Herz und eine Seele \ud83d\ude42<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als uns immer mehr klar wurde das wir in den n\u00e4chsten Jahren mehr Zeit mit Reisen verbringen wollen stellte sich uns die Frage mit welcher Art von Fahrzeug wir dies machen sollten. Zur Diskussion stand auch kurz die M\u00f6glichkeit mit dem Motorrad Fernreisen zu unternehmen da wir bereits sehr sch\u00f6ne Touren mit dem Motorrad unternommen &hellip; <a href=\"https:\/\/joytour.de\/?page_id=58\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eJoy\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-58","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=58"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":824,"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/58\/revisions\/824"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/joytour.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=58"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}