2024 – Griechenland im Winter

Endlich können wir morgen wieder los. Unser Ziel für die nächsten 2 oder 3 Monate soll Griechenland sein. Dabei wollen wir intensiv den Peleponnes erkunden. In der Hoffnung auf genügend Sonnenschein und weitere schöne Erlebnisse sowie nette Bekanntschaften. Wir sind auf jeden Fall gespannt und lassen uns überraschen. Bereits 2017, 2020 und 2022 waren wir in Griechenland und hatten dabei eine tolle Zeit.

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Tag 75/ Donnerstag 11 April:

Unglaublich hat fast bis 6 Uhr geschlafen. Es scheint das er sich in seiner Entwicklung wieder ändert. Wenn er das in der nächsten Nacht und den Nächten danach wiederholen kann so würden wir uns sehr freuen. Denn endlich kann man wieder etwas länger schlafen. Schauen wir mal.

Wir haben heute festgelegt ab morgen wieder ein wenig unterwegs zu sein. Der kleine Hafen Nea Kiou kurz vor Nafplio soll unser erstes Ziel sein. Dort will Xiangyang Seeschnecken sammeln und sich ein leckeres Mittagessen daraus kochen. Danach weiter nach Nafplio und Tolo und dann sehen wir weiter.

Xiangyang ist vormittags dann nach Leonidio zu Fuß gegangen um in einem Chinesischen Kleidungsgeschäft einzukaufen während ich meinen Rentenantrag online gestellt habe. So war jeder beschäftigt. Zurück ist sie allerdings mit dem Taxi gekommen denn zu Fuß war es ihr dann doch zu weit.

Später als es ein wenig kühler wurde sind wir zu dritt an den Strand gegangen. Xiangyang ist ins Wasser und Leo wollte direkt hinter her. Allerdings hat er es sich dann auf Bauchhöhe anders überlegt und ist schnurstracks wieder an Land gewatschelt. Er hat es dann zwar noch ein paar mal versucht Xiangyang zu erreichen, es aber vor der Notwendigkeit schwimmen zu müssen, bleiben lassen.

Auf jeden Fall stand im Anschluss Duschen für uns alle auf dem Programm. Besonders Leo hat er dann auch ganz prima über sich ergehen lassen. Langsam gewöhnt er sich an die Prozedur von waschen und abtrocknen.

Nach dem Abendessen habe ich noch mit ihm eine Runde gedreht und geleert ist Leo dann gegen 20:30 Uhr eingeschlafen.

Wir heute Abend aber erst gegen 22 Uhr. In der Hoffnung dass er wieder durch schläft….

Tag 74/ Mittwoch 10 April:

Nachdem Xiangyang um 5 Uhr kurz Gassi mit Leo war ist er danach gleich noch mal für 2 Stunden eingeschlafen. 

Während ich dann das Frühstück vorbereitet hatte sind die beiden nochmals für eine Trainingseinheit im „ordentlichen Gassi gehen“ unterwegs gewesen.

Xiangyang war zudem heute im Meer schwimmen. Sie hat berichtet dass die Wassertemperatur sehr angenehme 18 Grad war. Dieser Wert konnte mich aber immer noch nicht überzeugen ebenfalls eine Runde zu schwimmen. Mir fehlen hierzu noch 5 Grad.

Zum Mittagessen gab es heute Souflaki Spieße mit angebratenen Gemüse und gemischtem Salat. Kurz danach sind wir zu Regula und ihren Hunden gefahren. Leo und Mia sollten die Zeit nutzen solange sie sich noch sehen können. Wie immer war die Wiedersehen Freude der 2 für uns alle zum lachen. Sie begrüßten sich liebevoll und dann ging das kämpfen und balgen aber auch schnell los. 

Insbesondere Mia scheint beim kämpfen um Gegenstände den längeren Atem zu haben oder aber Leo lässt sein Schwesterchen einfach gewinnen. Wahrscheinlich ist es aber ersteres. 

Zwischendurch war Regula‘s Physiotherapeut gekommen und hatte seine Schuhe an der Tür ausgezogen und abgestellt. Keiner von uns allen hat jedoch bemerkt dass einer der 2 Hundewelpen genau bei seinen Schuhen ein Pipi gemacht hat. Dabei war bestimmt die Hälfte der Menge in einem seiner Schuhe abgelassen worden. Als er beim gehen seinen Schuh angezogen hatte, bemerkte er dies und wir alle mussten herzlich über den Unfug, welchen die 2 kleinen Knirpse so anstellen lachen.

Danach verbrachten wir noch gemeinsam eine Weile mit Regula und Rolf bevor wir uns auf den Rückweg zum Campingplatz machten. 

Nach einem letzten Abend Spaziergang ist Leo gegen 20:30 Uhr total erschöpft eingeschlafen und erst wieder um 5:50 Uhr, also fast 8.5 Stunden später wieder aufgewacht. 

Tag 73/ Dienstag 9 April:

Heute stand die zweite Impfung für Leo gegen ein Mittelmeer Virus auf dem Programm. Um 9:15 Uhr sind wir vom Campingplatz losgefahren und haben bei der Eko Tankstelle, welche 100 Meter vor der Tierarzt Praxis liegt gestoppt. Ich wollte wie ausgemacht den Sprinter waschen, da er mittlerweile doch recht schmutzig war. Xiangyang ist derweil schon zum Tierarzt gegangen. Ich habe ihr gesagt das ich bestimmt 30 Minuten zum waschen benötige. Jedoch hat sie das wohl  überhört und kam stinksauer um 9:45 zurück zur Tankstelle, wo sie mich „anbellte“, wo ich den bleibe. 

Wie soll man nur so ein großes Auto in weniger als 30 Minuten halbwegs vernünftig reinigen?  Ich verstand eh nicht warum sie nicht in der Praxis auf mich gewartet hat.

Wie auch immer, kurz darauf waren wir alle 3 wieder in der Praxis und nach einer kurzen Wartezeit kam Leo auch an die Reihe mit seiner Impfung. Ich sollte dabei den Tierarzt unterstützen und Leo gut festhalten. Dummerweise war mein Halten nicht fest genug und er hat sich beim anpicksen mit der Spritze losgerissen und musste danach in den „Schwitzkasten“ um sicher geimpft zu werden. Davon war er natürlich wenig begeistert. Auch das Temperatur Messen stellte ihn und mich auf eine Probe. Wobei wir dies dann gemeinsam meistern konnten.

Die Impfung hat ihn jedoch um seine Einstichstelle sehr empfindlich gemacht und man musste ihn vorsichtig auf den Arm nehmen um ihn aus dem Auto zu holen. Ansonsten jaulte der arme Kerl vor Schmerz auf.

Leo war entweder durch die Impfung oder noch von seinem Action Tag mit Mia ein wenig ausgelaugt, so dass man ihm Zureden ( Leckerlies ) musste um ihn zum Gassi gehen zu überreden. Bei meiner jeweiligen kurzen Tour stand „leichtes an der Leine gehen“ und „nicht alles was am Boden liegt zu probieren“, auf dem Lehrplan. 

Insgesamt konnte ich geringe Erfolge bei diesen kurzen Trainingseinheiten mit ihm verzeichnen. Allerdings waren dazu auch eine Menge an Leckereien nötig. Hier muss weiterhin geübt werden.

Da Leo erst gegen 21:30 Uhr eingeschlafen war konnten wir wir bis 5 Uhr durchschlafen. 7.5 Stunden am Stück ist ein Rekord. Xiangyang hat dann die erste Gassi Tour übernommen. Schauen wir mal wie die nächsten Nächte werden.

Tatsächlich ist es im Augenblick so, dass unser eigenes Leben immer mehr im Hintergrund steht und wir sehr viel Zeit für Leo aufwenden. Zum Glück ist das Wetter immer schön und wir können viel Zeit mit ihm draußen verbringen. Mal schauen wenn sich das wieder normalisiert hat.

Tag 72/ Montag 8 April:

Wir haben recht gut geschlafen. Xiangyang viel und ich bin immer wieder aufgewacht. Vor allem ab 5 Uhr. Wenn ich zulange am Stück im Bett liege bekomme ich Rückenschmerzen. Mit Leo und seiner nächtlichen Unterbrechung sind sie vollkommen weg. Allerdings fehlt mir dann ein wenig Schlaf. Man kann halt nicht alles haben.

Gegen 9 Uhr hat Regula dann Leo wieder zu uns gebracht. Leo war total müde. Diese vielen Stunden Balgen, kämpfen und spielen haben ganz schön an seiner Kraft gezehrt. Somit war es ein Tag der Ruhe und Erholung. Er hat wenig gegessen, wollte kaum Gassi gehen und hat tagsüber kein Kaka gemacht. Wir haben schon gedacht er hat Verstopfung. Aber bei meinem Abendspaziergang am Meer hat er sein Geschäft gemacht und alles war wieder gut.

Bald schon danach gegen 20:30 Uhr ist er wieder eingeschlafen. Danach hat er bis um 3:45 Uhr, also 7,25 Stunden am Stück geschlafen. Ich habe dann meine übliche Nachtrunde gedreht und als er danach wieder erleichtert war, ist er auch schnell wieder eingeschlafen. Ich leider nicht. Bestimmt 1 Stunde hat es gedauert bis ich wieder eingeschlafen bin.

Tag 71/ Sonntag 7 April:

Heute wird ein spannender und zugleich schöner Tag. Mia wird gegen 10 Uhr zu uns kommen und gemeinsam mit Leo werden sie den Tag hier am Meer und auf dem Semeli Campingplatz verbringen. 

Wir waren dann auch gerade mit dem Frühstücken und aufräumen fertig da kam Regula mit Mia zu uns. Sie will mit Freunden in Ruhe Mittagessen und da helfen wir ihr natürlich gerne. Vor allem ist es ja schön die 2 kleinen Geschwister bei uns zu haben. 

Kaum hatten sie sich dann auch gesehen, schon ging sogleich das Gebalge und Toben wieder los. Aber es war auch eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie um ihre Rangfolge kämpfen und trotzdem sich nicht verletzen. Und das obwohl man meinen könnte sie kämpfen um ihr Leben. 

Kurz danach machten sie sich gemeinsam auf, ihre nähere Umgebung zu erkunden und schon durften wir sie bei den Nachbarn einsammeln.  

Unsere hinter den Sprinter gespannte Wäscheleine funktionierte ich in eine Hunde Führungsleine um. An dieser konnten Sie sicher miteinander balgen oder die nächste Umgebung entdecken. 

Etwas später ging es dann zu viert an den Strand. Toll war es den beiden wieder zuzusehen. Sie liefen schön mit uns mit. Als ich dann knöcheltief ins Meer ging folgten sie mir heftig miteinander spielend und merkten erst gar nicht das die Wellen sie nass machten. Beide waren darüber nicht erschrocken aber zeigten auch keinen Ehrgeiz weiter ins Meer vorzudringen. Trotzdem war es schön zu wissen dass sie grundsätzlich nicht wasserscheu sind.

Da sie nun ziemlich nass waren sahen sie in kurzer Zeit durch den an ihnen klebenden Sand wie 2 kleine Wühlmäuse aus. Das sie später ein Waschgang erwarten würde, hatten sie zum Glück noch nicht auf ihrem Radar. 

Xiangyang wusch Mia in unserer großen Waschschüssel und ich nahm Leo mit unter einen Brauseschlauch. Mit etwas Widerwillen ließen die beiden diese Aktion über sich ergehen. Das anschließende Abtrocknen mit dem großen Handtuch bereitete ihnen dann schon mehr Freude.

Danach war erstmal eine kleine Schlafpause angesagt und wir beide konnten entspannt etwas essen und ausruhen. 2 kleine Welpen erfordern schon eine ganze Menge an Energie.

Nachmittags haben wir unter der Markise einen Teppich ausgelegt und an ihren Leinen konnten die beiden mit ihrem üblichen Spiel weitermachen. Zudem haben Leo‘s Kuschelbett dazu gelegt und der Kampf um diesen bequemen Platz war schnell in vollem Gange. Aber auch hierbei arrangierten sie sich Geschwisterlich so dass am Ende beide Platz in dem Kuschelbett fanden. Gegen 15 Uhr waren sie von einer erneuten Spielrunde so müde dass wir beide zum testen in Leo‘s Käfig legten. Leo schlief sogleich ein. Mia schaute etwas unglücklich für eine Weile aber beschwerte sich trotzdem nicht und war dann auch schon bald eingeschlafen.

Da die beiden so schnell wachsen war es im Käfig schon ein wenig eng, jedoch schienen sie die Nähe beim schlafen zueinander, sehr zu genießen. Für uns sah es lustig aus die beiden teilweise übereinander liegend friedlich nebeneinander zu sehen.

Schon bald kam dann Regula und nahm Mia wieder mit zu sich nach Hause mit. Wir machten dann noch aus Leo ein weiteres Mal bei Regula zusammen mit Mia auf ihrer großen Terrasse mit den anderen Hunden übernachten zu lassen. 

Gegen 17 Uhr waren wir dann wieder bei Regula und nun tobten die beiden dort wieder zusammen herum. Leo kam dann plötzlich wieder würgend daher und nachdem wir den Bereich untersucht hatten wo er zuletzt gespielt hatte, waren wir der Meinung dass er wohl wildes Getreide gefressen haben könnte. Das ist etwas stachelig und schwer zu schlucken. Nach ein paar mal Gewürge ging es ihm aber wieder gut. 

Kurz darauf verließen wir Regula und die Hunde und hatten dann einen ungewöhnlich ruhigen Abend im Sprinter.

Regula berichtete uns über WhatsApp das bis 22:30 Uhr das Toben dauert und erst dann die beiden erschöpft eingeschlafen sind.

Was uns aufgefallen ist, Leo ist schon sehr stubenrein. Er meldet sich immer wenn er muss. Er geht bei Regula ins Gras und erledigt sein Geschäft. Mia macht es wo sie eben gerade ist. Regula hat schon so viel mit ihren Hunden zu tun dass der neue Besitzer von Mia dieses Training übernehmen muss. 

Auch sieht man schön wie erfolgreich Xiangyang mit ihrer Erziehung ist. Leo sitzt „ meistens „ auf Kommando. Wartet schön beim Essen bekommen, beim Leine anlegen und reagiert insgesamt gut auf uns. Mia darf dies alles noch lernen. Nur wenn halt der Spieltrieb mit seiner Schwester aktiv ist, dann ist fast alles vergessen.

Tag 70/ Samstag 6 April:

Ungewöhnlich ohne Leo aufzuwachen und aufzustehen. Er fehlt uns bereits sehr. Trotz der vielen kurzen Nächte ist er schon ein Teil unseres Alltags geworden. 

Es war daher ungewohnt ohne ihn zu frühstücken und den Vormittag zu verbringen. Xiangyang hat Teig für Wantan und Jiazio vorbereitet. Heute nachmittag fahren wir wieder zu Regula und werden Leo ungeplant für die Nacht zu uns holen. Irgendwann gegen 17 Uhr muss er etwas gegessen oder geschluckt haben was ihn stark zu würgen brachte. Ich konnte allerdings nichts in seinem Mund und oberen Halsbereich finden. So haben wir ihm Milch und viel Wasser zu trinken gegeben. Aber trotzdem würgte er immer wieder als ob er etwas im Hals stecken hätte. Vielleicht hat er aber auch wieder eine Biene gefressen und die hat ihn gestochen. Wir wissen es nicht. Auf jeden Fall hat er trotzdem mit Mia gebalgt als gäbe es kein Morgen.

Da sein Würgen bis 19:30 Uhr nur wenig besser wurde haben wir beschlossen ihn wieder in seinem ” Sprinter “ schlafen zu lassen. So sehen wir auf jeden Fall wie es ihm geht. Tatsächlich ging es ihm bald wieder viel besser. Allerdings schien er Mia stark zu vermissen. Er war sehr anhänglich und wollte immerzu kuscheln. 

Wir entschieden uns dafür ihn auf dem Teppich schlafen zu lassen und nicht im Käfig. Trotzdem meldete er sich mit leichten Gepiepse um zu zeigen er muss Gassi gehen. Ich war um 2:30 Uhr, um 4 Uhr und 6:30 Uhr mit ihm draußen. 2 * Pipi und 1* Kaka. Das macht er prima mit dem Anmelden nur am Intervall müssen wir noch arbeiten. Aber bestimmt hatte er etwas Probleme mit seiner Verdauung, da er auch reichlich “pupste”. Für Xiangyang roch nach Popcorn. Für mich allerdings nicht.

Jedesmal wenn ich wieder mit ihm rein ins Womo kam wollte er nur an mir eingekuschelt einschlafen. So extrem Kuschel bedürftig hatte ich ihn auch noch nie erlebt. Aber es war auch sehr schön für mich und belohnte mich für das frühe aufstehen.

Tag 69/ Freitag 5 April:

Heute ist Rückreise Tag. Wir werden aber nicht direkt zum Campingplatz fahren sondern 1 Nacht bei Regula auf dem Grundstück verbringen. Leo kann wieder seine Schwester Mia treffen.

Die Rückfahrt auf einer neuen Route war sehr schön. Auf kleinen aber sehr guten Straßen ging es über die Berge beschaulich zurück zu Regula. 

Welch eine Freude für die 2 kleinen Hundewelpen als sie wieder zusammen toben konnten. Es war für uns Erwachsene ein Riesen Spass ihnen dabei zuzusehen. Wenn sie ein wenig zu heftig kämpften ging Tufftuff als Schiedsrichter dazwischen und sorgte wieder für faire Spiele. 

Abends liessen wir die 2 mit den anderen Hunden alleine und gingen zu dritt in ein nahegelegenes Restaurant. Nach 3 Wochen das erste Mal wieder in ein Restaurant. Wunderbar haben wir gegessen und getrunken. Danach zurück in Regulas Haus haben wir noch einen leckeren Gute Nacht Wein getrunken und uns von Leo verabschiedet. Er wird heute mit Mia auf der Terrasse übernachten können. Und wir einmal ungestört durchschlafen.

Automatisch bin ich trotzdem gegen 3 Uhr aufgewacht. Aber ich konnte dann beruhigt weiter schlafen da er ja an einem sicheren Ort mit seinem Schwesterchen war.

Tag 68/ Donnerstag 4 April:

Ein Tag wie der gestrige. Keine besonderen Ereignisse. Wir verbringen den Tag im Schatten da die Frühlingssonne doch schon einiges an Intensität versprüht oder gemeinsam kurz am Strand.

Für morgen haben wir beschlossen zurück nach Leonidio zu fahren. Der Campingplatz ist zwar schön aber wir können seine Vorteile im Moment nicht genießen. Besonders der kräftige Nachmittags Wind liegt uns nicht. Er ist zwar toll für die Windsurfer und Kiter aber nicht für Strandspaziergänge. Auch nervt der Baulärm der immer noch durchgeführten Renovierungsarbeiten.

Tag 67/ Mittwoch 3 April:

Da Leo recht spät erst eingeschlafen war konnten wir bis kurz vor 5 Uhr schlafen. Nachdem ich eine kleine Runde mit ihm gedreht hatte, ist er auch schnell wieder eingeschlafen. Allerdings nur noch bis ca. 7:30 Uhr. 

Da mittlerweile das Wetter auch schon morgens um 9 Uhr angenehm warm ist haben wir wie bereits gestern im T-Shirt im Freien frühstücken können. Leo hat uns relaxt vom Wohnmobil aus dabei zugeschaut. 

Xiangyang hat ein wenig den „Durchhänger“. Obwohl die Temperatur mittlerweile in Richtung 23 Grad geht und vormittags wenig Wind ist, möchte sie nicht kurz schwimmen gehen. Auch zieht es sie schon wieder weg. Sie möchte zurück nach Leonidio bzw. zu Regula und Leo‘s Schwester. 

Leo und ich finden es hier lässig. Es gibt genügend Schatten spendende altgewachsene Olivenbäume mit grünem Rasen. Es ist noch wenig los und sehr ruhig. Die Sanitäranlagen sind einwandfrei und der große Pool ist auch gefüllt. Jedoch ist das Wasser noch ein wenig kühl. Für 21.5€ die Nacht kann man da nicht meckern. Auch sind alle Campingplatz Angestellte sehr freundlich.

Leo schläft heute doch recht viel. Am Strand herum toben ist gerade nicht sein Ding. Wahrscheinlich ist es ihm schon zu warm.

Gegen 18 Uhr als es bereits deutlich kühler geworden war sind wir mit Leo in Richtung Strand gegangen. Plötzlich ist der kleine aufgewacht und für die nächsten 60 Minuten war er ein kleiner Wirbelwind. Wir sind am Strand entlang gerannt so dass ich auch außer Atem war. Danach hat er völlig aktiv im Poolbereich herum getobt und im Anschluss auch noch im Sprinter mit seinem Lieblingstoy gekämpft. Ich habe ihn zudem noch ganz schön mit meinem alten Socken in einem „Hin und Her“ Spiel ausgepowert. Mal schauen ob er dadurch besser bzw länger schläft…..

Ansonsten gibt’s heute keine besonderen Neuigkeiten.

Tag 66/ Dienstag 2 April:

Wir genießen das Nichtstun auf dem Gythio Bay Campingplatz und kümmern uns relativ viel um Leo. Xiangyang hat festgestellt das etwas kleines Schwarzes auf seiner Zunge ist und sich nicht einfach wegputzen lässt. Zuerst haben wir an eine Zecke gedacht, was auch auf der Zunge bei Hunden vorkommen kann aber es war nur ein kleiner Dornen Stachel. Trotzdem war es eine besondere Aktion ihm den Dorn zu entfernen da er ja nicht freiwillig seine Zunge raus streckt. Aber wir haben es dann gemeinsam geschafft und hinterher war er auch froh.

Dann 1 oder 2 Stunden später hat Xiangyang in seinem linken Ohr doch noch eine Zecke entdeckt. Sie hatte schon angedockt und war nur schwer zu entfernen. Unglaublich was es hier für viele Zecken gibt. 2 Zecken haben wir die Tage zuvor schon von seinem Fell entfernt als diese noch auf Suche nach einem Ansetzpunkt waren. 

Mittlerweile kontrollieren wir ihn regelmäßig. Zudem sind wir gestern gleich noch zu einer Apotheke gefahren und haben ein Zwckenschutz Mittel gekauft welches auf seine Haut an der Wirbelsäule geträufelt wurde und dann einmassiert wurde. 

Auch bei dieser dritten Aktion war Leo wenig kooperativ und nur zu dritt ( inklusive Leo) haben wir diese Prozedur geschafft.

In der Apotheke haben wir gleichzeitig noch 2 Spritzen gegen Vergiftung gekauft. Immer wieder werden Gift Köder als Wurst getarnt an den Stränden ausgelegt. Das soll die Streunenden Hunde töten. Jedoch ist es auch für unsere Hunde tödlich. Regula hat auf diese Art tragischerweise bereits 1 Hund verloren. 

Sobald wir beim Gassi gehen oder herumtollen am Strand bemerken dass er torkelt müssen wir ihm Spritze 1 geben. Dadurch soll er sich erbrechen und denn Giftköder auskotzen. Mit Spritze 2 bekommt er genau gegen diese Symptome ein Gegengift direkt in die Muskeln gespritzt. Mehr wie 15 Minuten verbleiben einem da aber nicht. Teilweise sind Hunde schon in 5 Minuten an solchen Ködern gestorben.

Hier müssen wir uns noch mal bei den 2 Amerikaner vom Charakira Strand bedanken. Sie haben uns erst auf diese Gefahr für ihn hingewiesen.

Zu dieser Gefahr gibt es noch eine weitere Bedrohung. Prozessionsspinner Raupen sind selbst für Menschen lebensgefährlich und für Tiere tödlich. Die findet man hier in Griechenland in Pinien. Die Nester sehen wie Zuckerwatte aus. Zum Glück sind die Pinien meistens in höheren Regionen und selten am Meer zu finden.

Somit war der heutige Tag schon ein wenig anstrengend für Leo. Trotzdem hat er es geschafft erst gegen 21:30 Uhr für die Nachtruhe einzuschlafen.

Tag 65/ M0ntag 1 April:

Leo hat uns bis ca. 7:30 Uhr schlafen lassen. Danach haben wir gemütlich gefrühstückt und waren schon fest der Meinung zurück nach Leonidio zu fahren um dort mit Regula über Leo zu sprechen. Irgendwie ist er zu allen anderen Menschen sehr freundlich und zu uns weniger. 

Wir verstehen das einfach nicht. Mich beißt er eigentlich nicht mehr aber gegenüber Xiangyang zeigt er immer wieder das seine Zähne weh tun können. 

Wie der Zufall es aber will kommen in dem Moment als wir über das nächste Ziel oder Rückreise nachdenken, 1 Mann und 1 Frau mit 4 oder 5 Hunden vorbei. Wir kommen schnell mit ihnen ins Gespräch und lernen das es 2 US Amerikaner sind welche hier ein Haus gekauft haben. Jetzt kümmern sie sich zudem auch noch um Straßenhunde. Sie erklären uns das wir weiter an Leo glauben sollen. Er braucht uns und mag uns. Sein Verhalten als Welpe ist sehr normal und wir können ihn gut erziehen das er uns mehr liebt als andere. Bei uns fühlt er sich sicher. 

Ich stimme diesen Gedanken zu und gemeinsam beschließen wir nun nach Gythio auf den Campingplatz Gythio Bay zu fahren. Dort war ich bei meiner letzten Griechenland Reise bereits 2 Wochen. Der Strand ist ewig lang, die Menschen da sind sehr freundlich und der Campingplatz ist prima mit sehr großen Parzellen unter Schatten spendenden Olivenbäumen. Ideal um Leo sicher toben zu lassen und eine wiederkehrende Struktur für ihn zu entwickeln.

Somit nochmals ein Dankeschön an die 2 Amerikaner für ihre aufmunternden Worte.

Auf dem Weg nach Gythio haben wir in Skala im Lidl nochmals wie von zu Hause gewohnt eingekauft. Danach waren wir schon in kurzer Zeit beim Campingplatz Gythio Bay. Wir haben nun einen tollen Platz und Leo konnte sich wie geplant gleich mal austoben. Scheinbar ist er eine Wühlmaus, den seiner Nase ( Jagdhund Anteil) folgend wollte er sogleich einen Tunnel graben. Total verdreckt mussten wir ihn unter Gejammer erst einmal wieder reinigen. 

So ging dann insgesamt ein etwas verzweifelter Tag doch noch sehr positiv zu Ende.

Tag 64/ Sonntag 31März:

Gegen 3 Uhr morgens habe ich Leo ins Freie begleitet. Doch mit einem etwas mulmigen Gefühl da Abends 2 recht große Hunde uns ja einen “Hausbesuch” abgestattet hatten. Aber die Luft war rein und mit meiner Handy Taschenlampe habe ich Leo und mir in der Dunkelheit den Weg geleuchtet.

Zum Frühstück gab’s Müsli da wir kein Brot mehr hatten und frisches Obst. Dann unterhielten wir uns noch ein wenig mit Natascha und Andreas, bevor wir zum nächsten Ziel aufbrachen. 

Nur 5 km Entfernt liegt das kleine Fischerdorf Profitis Illias ( Prophet Elias) . Die paar Häuser versammeln sich um einen sehr schönen Hafen. Die Einwohner des Dorfes teilten uns mit dass wir auch gerne 1 Nacht am Hafen verbringen können. Das Wasser im Hafenbecken ist glasklar und man kann Krebse, Tintenfische, Muscheln, Seeigel und natürlich auch Fische deutlich erkennen. Fast wie in einem Aquarium, nur eben von oben.

Für Xiangyang war es klar dass sie hier schwimmen musste. Dieses Mal mit Badeschuhen a den Füßen war sie auch gut gegen Überraschungen im Wasser geschützt. Obwohl die Wassertemperatur bei nur 17 Grad lag ist sie dann glücklich einige Minuten geschwommen. 

Im Anschluss haben wir Mittag gegessen und sind danach happy von dem freundlichen Dorf nach Neapoli und weiter bis zum Charakia Strand gefahren. Dort am fast menschenleeren Strand haben wir einen schönen Übernachtungsplatz gefunden an welchem auch Leo seinen Spaß hatte.

Da auch hier wilde Hunde umher streiften war es meine Aufgabe mit Leo mitten in der Nacht wieder zum Gassi raus zu gehen. Dies war dann gegen 3:30 Uhr in erneuter absoluter Dunkelheit.


Tag 63/ Samstag 30 März:

Nach dem Frühstück haben wir uns entschlossen wieder die Insel Elafonisos zu verlassen. Geplant war das so nicht. Eigentlich wollten wir 2 bis 3 Tage auf der Insel verbringen. Da jedoch am schönen Simos Beach kein vernünftiger Übernachtungsplatz zu finden ist und der andere Platz an der Westküste ohne jeglichen Schatten zwar schön am Sandstrand liegt, aber nichts für Leo’s Augen ist, sind wir gegen 9:30 Uhr zurück zum Fähranleger gefahren. 

Xiangyang und Leo sind dann zu einer kleinen Kapelle, welche auf einer Halbinsel liegt gelaufen und ich habe im Auto relaxt. Die Fähre sollte laut Fahrplan um 10:40 losfahren. Um 9:40 konnte man jedoch schon auf die Fähre fahren. Das habe ich auch getan. Kaum war ich jedoch auf der Fähre schon hat sie auch abgelegt. Allerdings ohne Xiangyang und Leo. Ich habe dann sogleich auf der Fähre gefragt was das soll aber als Antwort sagte man mir. Ab jetzt fährt man stündlich und der Fahrplan stimmt halt nicht mehr.

Ich habe dann Xiangyang angerufen und ihr das mitgeteilt. Zum Glück hatte sie noch etwas Geld für die Überfahrt dabei.

Nachdem wir gegen 10:50 Uhr wieder vereint waren, legten wir den Versteinerten Wald Park an der Südlichen Spitze des dritten Fingers als nächstes Ziel fest.

Auf der Fahrt dahin wurde ich vom Navi im Stich gelassen. Die gewählte Strecke sowohl vom Mercedes wie auch von Google führte uns über eine Offroad Strecke aus Neapoli hinaus. Dabei ging es extrem steil bergauf, teilweise auf Schotter durch enge Kehren in welchen ich zudem noch rangieren musste.

Teilweise musste Xiangyang aussteigen um zu schauen ob die Bodenfreiheit ausreichend war. Mindestens 1 km der Strecke bin ich zuvor abgelaufen da unklar war ob wir diese Passage von der Höhe her wegen Olivenbäumen, von der Bodenfreiheit wegen Auswaschungen, von der Steilheit wegen engen Kehren ( Sprinter verschränkt fast nicht) meistern können. Nachdem ich die Strecke als machbar empfunden hatte, habe ich auf dem Rückweg zum Sprinter einige Dornenbüsche zurück gebogen und größere Felsstücke aus der Fahrspur entfernt. 

Wieder zurück auf der Hauptstraße ging es gemütlich noch ca 20 km weiter bis zum Fossil Tree Park. Hier galt es eine letzte Stelle zu meistern welche das KO Kriterium aufgrund Steilheit, Rampenwinkel und Auswaschung für die üblichen Weißen Wohnmobile ist. Somit sind wir bislang ganz zufrieden mit der Sprinter Performance abseits asphaltierter Straßen. Er meistert unsere Eskapaden nicht so lässig wie sein Vorgänger aber wir sind zufrieden.

Am Fossil Tree Park trafen wir auf Natascha und Andreas welche in einem 4*4 Sprinter unterwegs sind. Gemeinsam haben wir uns dort den kleinen Parkplatz geteilt. Xiangyang und ich haben nochmals gemeinsam die versteinerten Baumstümpfe angeschaut und ich habe kurz vor Sonnenuntergang die Drohne noch fliegen lassen. 

Bald danach war dann auch bei uns “ Schicht im Schacht “


Tag 62 / Freitag 29 März:

Unser heutiges Ziel sollte nach dem Frühstück zuerst die kleine Stadt Napoli weiter im Süden des dritten Fingers sein. Hier wollten wir in einer Apotheke eine Medizin gegen Leo’s Wurmbefall kaufen. Unser Tierarzt von Leonidio hat uns über WhatsApp mitgeteilt welche Medizin wir kaufen sollten. 

Zuerst aber waren wir noch kurz die Lebensmittel im Supermarkt aufstocken sowie beim Bäcker. Danach die Medizin gekauft und am kleinen Fischerhafen etwas Wasser nachgefüllt. Anschließend noch den Sprinter Tank mit V-Power Diesel nach gefüllt und wir waren bereit um zum Fähranleger für die Fähre zur Insel Elafonisos zu fahren.

Nach einer kurzen Wartezeit kam die kleine Fähre und in wenigen Minuten waren wir vom Festland auf die kleine Insel Elafonisos übergesetzt. Wir legten einen kurzen Zwischenstopp an der Südwestküste direkt an einem wunderschönen Sandstrand ein und bereiteten uns ein Mittagessen zu. 

Danach ging es weiter a den Simos Strand, welcher eigentlich der schönste Strand dieser Insel ist und sogar einer der schönsten Griechenlands sein soll. Leider gibt es dort so gut wie keine schöne freie Stellplätze und wir mussten mit einem kleinen Autoparkplatz Vorlieb nehmen, welcher aber dafür direkt hinter einer Düne liegt. Jedoch nach 17 Uhr hatten wir auch diesen Platz für uns alleine.

Xiangyang war schwimmen gegangen und Leo , so nass wie er war, wohl auch. Danach musste wir ihn mit Süßwasser abwaschen. So ganz begeistert war er davon allerdings nicht und ließ es so so über sich ergehen. 

Danach ließen wir den Tag wieder ausklingen. Alle 3 sind wir schon früh eingeschlafen und da ich heute Nachtwache hatte, bin ich durch Leo’s Gassiruf kurz vor 2 Uhr aufgewacht um ihm zu helfen sein Pippi und Kakka loszuwerden. Nach 15 Minuten war diese Prozedur aber auch wieder erledigt.

Tag 61 / Donnerstag 28 März:

Die restliche Nacht im Hafen von Monemvasia verlief sehr ruhig. Auch Leo verhielt sich für sein junges Alter sehr vorbildlich. Er schlief ca 8-9 Stunden nur kurz durch einen 15 minütigen “Boxenstop” unterbrochen durch. Das war auch für uns prima. 

Wir sind dann auch schon früh aufgestanden und erstmal vom Hafen zu den Parkplätzen in der Nähe des Stadttors von Alt Monemvasia gefahren. Dort haben wir dann auch in Ruhe gefrühstückt bevor es zur Stadtbesichtigung losgehen konnte. 

Für Leo hatten wir einen sehr luftigen Hunderucksack bekommen. Den galt es heute auszuprobieren. Mit ein paar Leckerlies konnten wir Leo schnell überzeugen im Rucksack Platz zu nehmen. Allerdings schien es nicht sein Lieblingsplatz zu sein denn immer wieder meckerte er. Zwischen durch ist er dann auch ab und an eingeschlafen. 

So konnten wir doch auch für uns schön die Altstadt von Monemvasia erkunden und uns hoch auf die Spitze des Felsen machen. Oben angekommen bei der Byzantinischen Kirche “Hagia Sophia “ ließen wir herumtollen so das er im Schatten der Kirche auch seinen Spass hatte. Danach ging es noch ein Stück weiter bergauf zum höchsten Punkt des Felsen in 200 Meter Höhe von wo man einen phantastischen Ausblick in alle Richtungen hatte.

Hier durfte unser kleiner Racker wieder die Umgebung erkunden bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Am Sprinter angekommen entschieden wir uns ein Paar Kilometer weiter zu fahren um einen schönen Übernachtungsplatz zu finden. Den haben wir dann auch in der Bucht von Agios Fokus gefunden. Inmitten von einer Blumenwiese auf einem kleinen Platz wählten wir unseren einmalig schönen Übernachtungsplatz.

Leo konnte im Gras spielen und Xiangyang hat ein leckeres Essen gekocht. Leider wurde unsere Freude über den schönen Platz ein wenig eingetrübt da ich auf Leo’s Fell seine erste Zecke sah. Sie war zwar schell entfernt aber es zeigte uns dass wir auf diese Gefahren auch achten müssen.

Mit einem tollen Ausblick auf das noch leicht aufgewühlte Meer verabschiedeten wir dann einen sehr schönen Tag.

Tag 60 / Mittwoch 27 März:

Die Nacht verlief super. Leo kam nur 1* so gegen 1 Uhr. Xiangyang hatte „Dienst“ und fertigte Leo mittlerweile fast schon problemlos ab.

Vor dem Frühstück bin ich ins Dorf spazieren gegangen und habe mich am Hafen in der Sonne gewärmt und den wenigen Einheimischen bei ihrer Arbeit zugeschaut.

Zurück am Sprinter haben wir gemeinsam gefrühstückt und Xiangyang ist danach mit Badezeug ausgerüstet zum Hafen gegangen um ein wenig zu schwimmen.

Allerdings war sie bereits 1/2 Stunde später schon wieder zurück da sie auf der Einstiegsleiter in einen Seeigel getreten ist. Blöd, denn ich hatte sie 2* darauf hingewiesen Badeschuhe anzuziehen. Aber nein, das wollte sie nicht.

Sie hat dann wohl die meisten Stacheln entfernen können aber halt doch nicht alle. Somit haben wir zusammen gepackt und sind heute bereits ins 26 km entfernte Monemvasia gefahren. Dort im Supermarkt habe ich Essig gekauft. Die Zehen durfte sie dann mehrmals in Essig baden um die Kalkstacheln aufzulösen. Hoffentlich hat das gut funktioniert.

Der Essig hat gut geholfen und die Seeigel Stacheln, welche aus Kalk bestehen wurden hoffentlich vollständig aufgelöst. Zumindest hatte sie keine Schmerzen mehr, den später am Abend hat Xianggang noch einen Abendspaziergang in Richtung Monemvasia unternommen.
Ich habe in der Zwischenzeit mich um unseren kleinen Leo gekümmert. Er war heute Abend sehr relaxt und ganz schön kuschelbedürftig. Außerhalb vom Wohnmobil habe ich dann einen 80 jährigen Griechen welcher 50 Jahre in den USA gelebt hat und ein Paar, er Australier, sie Peruanerin kennengelernt, welches mit einem 500000€ teuren Katamaran seit 13 Jahren auf den Meeren unterwegs ist.

Irgendwann ist Xiangyang zurückgekommen und wir haben uns dann langsam ins Bett begeben. Da ich heute Nachtschicht hatte war ich froh das Leo erst gegen 1:30 wieder seine Schlaf Unterbrechung hatte. 30 Minuten später konnte ich dann auch weiterschlafen.

Fotos: Seeigel Stacheln in Xiangyang’s kleinem Zeh sowie der Übernachtungsplatz im Jachthafen von Monemvasia

Tag 59 / Dienstag 26 März:

Die Nacht verlief überraschend ruhig und außer 1* gegen 12 Uhr, mit einem kleinen Gassi Spaziergang, wobei er sein Geschäft erledigte gab es nichts zu tun. Wir konnten somit 1*3 Stunden und 1* 6 Stunden schlafen. Xiangyang sogar etwas mehr da sie diese Nacht am Stück schlafen konnte.

Es gab heute nur ein kleines Müsli Frühstück da wir einiges diesen Morgen zu erledigen hatten. Die letzten 8 Tage auf dem Campingplatz bezahlen, die Stühle und den Tisch einräumen, die Toilette entleeren und den Abwassertank ebenfalls entleeren. 

Danach die kurze Fahrt zum Tierarzt um bei ihm Leo‘s Ohren auf Milben untersuchen zu lassen. Aber die Ohren waren Milbenfrei und nur ein wenig verschmutzt. Auch seine Augen sind ok. Gleichzeitig haben wir noch ein Welpen Shampoo und eine Ohren Reiniger Flüssigkeit gekauft. Alles zusammen für 35€.

Danach ging’s zum Supermarkt weiter um unsere Vorräte aufzufüllen und im direkten Anschluss noch zum schnell zum Gemüseladen und auch zum Wochenmarkt. Parallel dazu bin ich noch kurz zum Geldautomaten geflitzt und auch noch ein frisches Brot und Süsse Stückchen vom Bäcker besorgt.

Nun endlich konnten wir zu einer neuen Reise in den Süden des dritten Peloponnes Finger aufbrechen. 

Unser erstes Ziel sollte der Fokianos Strand sein. Er war zwar nur etwa 30km entfernt aber über die kleinen bergigen Straßen dauerte die Fahrt trotzdem etwas über 1 Stunde. Am Fokianos Strand haben wir eine Brotzeit eingelegt und gemeinsam entschieden hier nicht zu übernachten. Es war zwar schön hier aber auch doch nicht so schön das sich eine Übernachtung gelohnt hätte. Insbesondere war das schwimmen am Kieselstrand nicht ganz so toll da es schon nach 1 Meter tief rein ging.

Wir folgten dann der perfekt ausgebauten Küstenstraße nach Kyparisi. Schöne Erinnerungen kamen dabei wieder hoch, da ich ja vor einigen Jahren hier mit unserem Ford Ranger, in der Corona Zeit als Xiangyang wegen ihrem Papa in China war, schon mal entlang gefahren bin. Durch Kyparisi sind wir hindurch gefahren ohne zu stoppen, da es wohl nicht besonders Wohnmobil Freundlich ist und so ging unsere Fahrt durch eine wahnsinnig tolle Gebirgsgegend weiter.

Unser nächste Ziel auf dem Weg nach Monemvasia sollte das kleine Küstendorf Gerakas sein. Auch hier galt wieder, für 26 km kann man leicht 50 Minuten bis 1 Stunde mit Foto Stopps einkalkulieren. Gerakas hatte ich damals auch schon einmal besucht, bin aber nicht über Nacht geblieben. Seltsam eigentlich, aber ich kann mich nicht mehr erinnern warum nicht, denn es ist ein tolles kleines Fischerdorf welches geschützt in einer großen Bucht liegt. Schöne weiße kleine Gebäude ziehen sich entlang einer schmalen Ortsstrasse bis zu einem kleinen Hafen. Der Übernachtungsplatz befindet sich am Ortseingang direkt am Wasser. Und wir waren dort ganz alleine. Weiter ins Dorf kann man bzw. sollte man mit dem Wohnmobil nicht fahren da die Durchfahrt zum Hafen zu eng sein kann und umdrehen zudem problematisch sein könnte.

Wir unternahmen dann noch einen Spaziergang am Wasser entlang ins Dorf mit einem anschließendem Stopp in einem kleinen Café. Hier bestellten wir uns heiße Schokolade, 1 Bier und eine Kleinigkeit zum Essen. Wegen einem rebellischen Leo ging Xiangyang aber vorzeitig zum Wohnmobil zurück. Ich trank mein Bier noch gemütlich und folgte ihnen etwas später.

Mal sehen wie die Nacht wird. Um 20 Uhr haben Leo und Xiangyang bereits geschlafen. Ich folgte ihnen 1 Stunde später ins Traumland

Tag 58 / Montag 25 März:

Die Nacht verlief im großen und ganzen ganz gut. Gegen 12 Uhr bin ich mit Leo eine Runde Gassi gegangen damit er wieder sein Geschäft erledigen konnte. Dann ist er nochmals gegen 1 Uhr unruhig gewesen aber insgesamt kamen doch ein paar Stunden gesunder Schlaf zusammen. 

Heute war Feiertag in Griechenland. Ganz Griechenland feierte seinen Unabhängigkeitstag. Wir ebenfalls, nur auf unsere Art und Weise. Nämlich sehr entspannt. 

Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und so konnten wir ein wenig Wäsche waschen und mit Leo öfters den Strand aufsuchen. Xiangyang war im Meer baden und Leo auch ein wenig. Somit musste er danach eine kleine Dusche über sich ergehen lassen um das Salzwasser abzuwaschen.

Ansonsten gibt’s nichts besonderes zu berichten. Ich werde heute Nacht nochmals die Nachtschicht übernehmen.

Tag 57 / Sonntag 24 März:

Die neue Strategie von Xiangyang Leo länger am schlafen zu halten ging irgendwie auf. Ist halt sehr aufwendig. Für uns gibt es während der Nacht kaum noch platz zum laufen. Leo hat Xiangyang zwar trotzdem geweckt ist dann aber gegen 2 Uhr schnell wieder eingeschlafen und hat bis 6:30 Uhr dann durch geschlafen.

Ich bin danach gleich mit ihm zum Strand und er konnte sein Geschäft erledigen. So ging es den ganzen Tag, essen, spazieren gehen schlafen. Dazwischen konnten wir in Ruhe Mittagessen.

Eigentlich wiederholen sich die Tage jetzt und es geschieht wenig neues. Selbst wir unternehmen nicht viel. Für Leo aber entwickelt sich eine Struktur und Regelmäßigkeit. Das ist auch gut.

Für Dienstag planen wir einen kurzen Besuch beim Tierarzt. Xiangyang vermutet Milben in seinen Ohren. Das ist vielleicht auch der Grund warum er sich immer wieder mal kratzt. Da bin ich schon gespannt auf das Ergebnis.

Nachmittags kam Regula mit Mia. Wir sind dann alle zusammen an den Strand. Für Mia war es das erste mal am Strand und nahe am Meer zu sein. Leo war schon ein Strand Profi und so war er es welcher die neugierige Mia immer wieder ungestüm umrannte und mit ihr balgen wollte. Mia wollte jedoch erkunden und neues lernen. Trotzdem war es super die beiden vereint spielen zu sehen.

Für Dienstag planen wir nach dem Einkaufen, dem Tierarzt in Richtung Süden nach Monemvasia aufzubrechen, denn auch für uns wird es Zeit wieder neues zu erleben. Es ist schon ein wenig langweilig im Moment.

Heute Nacht bin ich wieder an der Reihe und Xiangyang kann schlafen. Mal schauen wie es läuft.

Foto des Tages: Es ist gerade Vollmond und ich war um 23 Uhr mit Leo am Strand. Regula und Leo sowie Mia, von Ihr ist Leo. Porträt von Leo mit im Hintergrund ein Teil der Kletterfelsen von Leonidio.

Tag 56 / Samstag 23 März:

Um 6:30 Uhr habe ich meinen Morgenspaziergang mit Leo gemacht. Die Sonne war bereits leicht aufgegangen als wir am Meer ankamen. Trotzdem war der Himmel noch mit gelb / orangen Farben bunt geschmückt und mit dem Kontrast zum blauen Meer war es ein wunderschönes Bild, welches die Natur wieder vor mir gemalt hatte.

Zurück am Sprinter traf ich auf eine schlechtgelaunte Xiangyang. Sie erzählte mir das Leo sie ziemlich geschafft hatte und sie nicht vernünftig schlafen konnte. Als ich dann noch sagte, „vielleicht hast du etwas falsch gemacht“ war das Haus am Lichterloh brennen und ich musste mir allerhand anhören….

Verstehe ich eigentlich gar nicht. Bei mir war er die Nächte zuvor nicht so stressig. Dabei war mein Kommentar ja gar nicht so schlimm……

Der Tag verging so ohne das wir viel miteinander sprachen. Veta vom Tier Shelter aus Leonidio schaute zu einem Kaffee vorbei und gemeinsam analysierten wir die letzte Nacht. Für mich ist Leo halt noch ein Baby und er benötigt Zuneigung und Ruhe wenn er mitten in der Nacht aufwacht.

Xiangyang hat sich dann eine neue Strategie für die nächste Nacht ausgedacht. Leo soll nicht in seinem Käfig einschlafen, sondern auf seinem neuen Kissen. Zudem soll ihm der Weg über eine Plastikbox zu den empfindlichen Teilen unseres Wohnmobilausbaues versperrt bleiben. Das kann man mal testen, dagegen bin ich nicht. Ich will nur nicht das er bis zum Abend nicht dauernd geweckt wird damit er sozusagen in der Nacht „saumüde“ ist. Zu diesem Thema haben wir heute aber keinen Konsens gefunden.

Zum Mittagessen hatte ich in Olivenöl, Paprika, Sojasoße und Knoblauch eingelegte Chicken Wings mit Tomatensalat und Feta Käse sowie Brot zubereitet.

Tag 55 / Freitag 22 März:

Die Nacht verlief wie die Nacht zuvor, also wieder keine besonders nennenswerte Vorkommnisse. Ich war um 1:30 Uhr, 4:00 Uhr und 6 Uhr an der Reihe dafür zu sorgen das er sein Geschäft außerhalb seiner Box erledigen konnte. Leider ist sein langer Schlaf von 8 Uhr bis 1:30Uhr und nicht von 23 Uhr bis 5 Uhr. Dann könnten wir besser an einem Stück schlafen. So wie es ist bin ich bin zwar tagsüber etwas müde und muss einen Mittagsschlaf machen, aber insgesamt verkrafte ich das ganz gut. Xiangyang eher weniger.

Aber wie gesagt der Vorteil zur Zeit ist, dass ich jetzt regelmäßig den Sonnenaufgang sehe und bereits morgens auch etwas für meine eigene Gesundheit tue.

Gegen 11 Uhr war dann der nächste Spaziergang am Strand angesagt. Leo scheint es auch zu mögen. Ohne Leine trabt er schön neben mir her und wir gehen sogar dicht ans Meer so das er die Angst vor dem Wasser und den Wellen verliert. Während dieser Spaziergänge erledigt er auch immer sein großes und kleines Geschäft. Also tagsüber ist er eigentlich richtig gut.

Am späten Nachmittag ist dann der Himmel zugezogen und hat seine Schleusen geöffnet. Dies ging bis weit in die Nacht so. Um 22:30 bekam Leo dann sein letztes Mahl und um 23 Uhr hat er schön geschlafen. Danach bin ich ins Bett gegangen und habe den Stab (Nachtwache) an Xiangyang übergeben. Für Sie war es dann irgendwie der pure Stress. Im Stunden Rhythmus hat er sie beschäftigt. Ich habe keine Ahnung wieso. So kenn ich Ihn gar nicht. Gegen 4 Uhr habe ich sie dann abgelöst und danach hat er bis 6:30 Uhr geschlafen.

Tag 54 / Donnerstag 21 März:

Die Nacht verlief wie die Nacht zuvor, also keine besonders nennenswerte Vorkommnisse. Der Vorteil zur Zeit ist, das ich jetzt regelmäßig den Sonnenaufgang sehe und bereits morgens auch etwas für meine eigene Gesundheit tue.

Heute stand wieder einkaufen auf dem Programm, einmal zum Supermarkt und danach zum Gemüsehändler. Regula hatte uns zum Grillen gegen 16 Uhr bei sich eingeladen. Xiangyang hatte vorgeschlagen frische Jiaozi mit Bärlauch (aus Regulas Terrassengarten) als Vorspeise zu machen. Daher auch den Weg zum Supermarkt um frisches Hackfleisch und noch einiges anderes kaufen.

Zurück am Campingplatz hat Xiangyang dann den Teig aus dem Mehl, welches wir bei der Mühle (die in der Nähe der Steinkapelle mit den 12 Eichen auf dem Dach) gekauft hatten vorbereitet. Allerdings sollte sich etwas später herausstellen, dass dieses Mehl viel zu grob war und es somit nicht möglich ist die feinen Teigtäschchen daraus zu formen. Zum Glück hatte Regula das passende Mehl bei sich zu Hause.

Es war wieder ein sehr schöner Nachmittag und Abend bei Regula. Ihr Nachbar Rolf war auch dabei. Auf seinem Grill haben er und ich dann leckere Fleischküchle / Hamburger und Hühnchen gegrillt. Während dieser Zeit waren Xiangyang und Regula mit dem zubereiten der Jiaozi und den kleinen Welpen Mia und Leo beschäftigt. Es war wieder eine wunderbare Gelegenheit für die 2 kleinen Hunde miteinander zu balgen und neue Dinge im und vor dem Haus zu entdecken. Gleichzeitig wurden sie von den anderen Hunden „überwacht“.

Immer wieder kam es auch zu einem „Flurschaden“ bei welchem man entweder flüssig oder fest wegputzen durfte. Aber sie sind halt noch zu Jung um Ihr Geschäft immer wie von uns gewünscht zu erledigen. Aber so ist das halt mit Hundebabys.

Während und nach dem Abendessen haben wir gemeinsam interessante Gespräche geführt und dabei verging die Zeit wie im Fluge. Regula und Rolf sind 2 sehr interessante Menschen, welche viel aus Ihrem Leben zu berichten haben. Ihre Erfahrung in manchen Themen kann auch uns im Leben helfen. Rolf ist immerhin schon 95 Jahre jung, aber entsprechend sehr fit. Er genießt immer noch das Leben, freut sich jeden Morgen über einen neuen schönen Tag und schätzt es auch einen guten Wein zu trinken. Regula steht Rolf in nichts nach und es ist für uns eine große Freude in Ihrer Gesellschaft zu sein. Das gilt natürlich auch ohne Einschränkung für Leo. Er hat eine tolle Zeit mit seiner Schwester Mia im Hause von Regula. Leo haben wir ja von Regula bekommen. Sie hatte Ihn und seine Schwester von ganz klein aufgezogen.

Langsam signalisierten uns unsere kleinen Racker, dass sie müde waren und schlafen wollten bzw. mussten.

Gegen 19:30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg zum Campingplatz. Leo schlief nach einem kurzen „Protest Gemecker“ schnell ein und wachte erst wieder um 1:30 Uhr auf. Nach kurzer Fahrt waren wir zurück an unserem Stellplatz. Xiangyang ging auch gleich schlafen. Ich gegen 21 Uhr. Um 1:30 Uhr hat mich Leo wieder geweckt und er bekam ein wenig zum fressen und zu trinken. Danach ist er auf meinem Schoss schnell wieder eingeschlafen. Ich selbst habe jedoch wie üblich meine Mühe gehabt in den Schlaf zu finden.

Tag 53 / Mittwoch 20 März:

Die Nacht verlief wie sonst auch, mehrere Male mussten wir Leo aus seinem Käfig holen, dann machte er sein Geschäft und mit ein wenig streicheln ist er dann wieder eingeschlafen.

Das Wetter war heute recht regnerisch und somit verbrachten wir, bis auf die Spaziergänge mit Leo im Sprinter. Gegen 16 Uhr sind wir dann wieder zu Regula gefahren. Die 2 kleinen Welpen sollten wieder miteinander spielen. Was sie auch aktionsreich taten. Ein herziges Umarmen, Geraufe und Gebalge. Total witzig.

Regula hatte einen leckeren Walnuss Kuchen gebacken. Ihr Freund und Nachbar Rolf kam herüber und gemeinsam wurde eine Flasche guter Griechischer Weißwein getrunken. Es wurden viele interessante Gespräche geführt und immer wieder einmal auf die Hunde und das Leben angestoßen. So ging es bis 20:30 Uhr. Da wir unsere Wohnung ja dabei hatten, haben wir auf dem Grundstück von Regula und Rolf übernachtet.

Tag 52 / Dienstag 19 März:

Die Nacht war ein ganz schönes Abenteuer. Wir haben versucht ihn zu ignorieren als er gegen 1 Uhr Morgens gejammert hat. Es war hart, er hat geweint, gejault, gebellt (zum Glück geht es nur leise) und seinen Käfig neu „eingerichtet“. Das ging ca. 90 Minuten so, dann war er wohl fertig und ist eingeschlafen. Es war auch für uns sehr hart ihn so zu erleben. Uns wurde gesagt, das ist eine Methode um Ihn zum länger zu schlafen zu bringen.

Hmmm, funktioniert nicht wirklich, sicherlich wenn man das 1 Woche durchzieht wird es wohl irgendwann aufgeben. Aber das ist nicht was wir als gut erachten. Ich bin dann morgens als er gegen 6 Uhr wieder aufwachte 1 Stunde Spazieren gegangen. In dieser Zeit konnte er herumtollen und mit mir zusammen einen wunderschönen Sonnenaufgang erleben.

Zuvor mussten wir aber erst noch einen „Stinker“ aus seinem Käfig putzen und das obwohl er direkt vor dem Einschlafen schon ein großes „Kaka“ gemacht hatte. Ich denke mal das hat er aus Protest getan und ich kann Ihm dass nicht einmal verübeln.

Das Highlight heute war aber dann zweifelsohne der Tierarzt Besuch. Leo wurde zuerst einmal gründlich untersucht. Seine Haut ist ok und das sich hin und wieder kratzen kommt weder von einer Hautinfektion noch von Flöhen etc. Er wurde gewogen und sein Gewicht ist 2.5kg. Zudem bekam er eine erste Impfung gegen Parvovirose . Dies ist wohl eine Mittelmeer Krankheit welche Hunde und Katzen töten kann. Es dauert noch ca. 2 Wochen bis er den Impfschutz aufgebaut hat. In 3 Wochen folgt eine 2 Booster Impfung. Der Termin ist schon fixiert. Zudem bekam er erneut eine Wurmkur. Die Impfung hat er ganz locker weggesteckt. Die Spritze mit dem Wurmmittel welches in seinen Mund gespritzt hat, hat er zuerst heftig verweigert, wurde dann aber doch mit sanfter Gewalt zu einnehmen „überzeugt“. Danach hat der Tierarzt erklärt das er ein ganz relaxtes Gemüt hat. Er zeigt Interesse und keine Spur von Angst. Er ist sehr zufrieden mit Ihm. Ebenso mit seinem Schwesterchen Mia. Sie war vor Leo beim Tierarzt dran.

Zum Abschluss wurde auch sein Internationales Impfbuch erstellt. Gleichzeitig wurde sein Geburtsdatum auf den 10 Februar geschätzt und so auch festgelegt. Jetzt Wissen wir auch wann wir Ihn hier in Griechenland Chippen und gegen Tollwut impfen können. Wahrscheinlich am 9 Mai. Danach können wir uns auch langsam auf die Heimreise machen.

Der restliche Tag verlief entspannt, da wir Ihm heute keinen Stress mehr zufügen wollten. Ebenso sollte die Nacht ohne langem eingesperrt sein verlaufen.

Tag 51 / RosenMontag 18 März:

Heute am Rosenmontag haben wir Nafplio fürs erste wieder verlassen. Wir werden sicherlich demnächst wieder hierher zurück kommen. Es gibt noch einiges in der Stadt zu entdecken.

Der Grund für unsere Abfahrt liegt, wie soll es auch anders sein bei Leo. Er hat morgen einen Termin beim Tierarzt. Er wird eine Erste Immunisierung gegen Parvovirose bekommen sowie seine zweite Wurmkur.

Es ging gemütlich nach dem späten Frühstück um 11 Uhr wieder Richtung Leonidio. Die Strecke sollte die gleiche wie bei der Herfahrt sein. Jedoch schon wenige Kilometer hinter Nafplio in der kleinen Stadt Nea Kios haben wir am kleinen Hafen gestoppt, da wir da 2 Wohnmobile stehen sahen. Das wollten wir uns anschauen, falls wir wieder kommen ob es sich lohnt hier zu übernachten.

Wir stoppten am Parkplatz auf der anderen Seite des kleinen Flusses, welcher diese Seite vom gegenüberliegenden Hafen trennt. Xiangyang sah sofort das hier Fischer gerade Ihren Fang verkaufen. Sie wollte daher für uns frischen Fisch kaufen. Ich bin in dieser Zeit über die schmale Brücke, welche nur ca. 30-40 cm breiter als unser Sprinter ist zum Hafen gegenüber gefahren. Dort habe ich mich hinter die 2 Wohnmobile gestellt. Sogleich kam ich mit dem Eigentümer des Wohnmobils ins Gespräch. Er und seine Frau sind sehr freundliche (wie eigentlich alle, welche wir kennengelernt haben) Griechen und zusammen mit Ihren Freunden, reisen sie als Rentner durch Griechenland und auch Europa.

Plötzlich kam seine Frau dazu. Sie hatte mehrere Seeigel gesammelt und begann den ersten mit einem Messer zu zerlegen und ungekocht zu essen. Ich habe sofort Xiangyang angerufen das sie zu uns kommt, da sie ja so etwas auch gerne probieren würde. Da sie aber nicht da war, musste ich ein Stück probieren. Geschmacklich konnte ich es nicht zuordnen, allerdings war es salzig vom Meerwasser. Zur Sicherheit habe ich im Anschluss gleich einen Schluck Uso hinterhergespült.

In der Zwischenzeit war Xiangyang auch zu uns gestoßen und die Frauen sind sofort wieder losgezogen um weitere Seeigel, kleine Muscheln und Seeschnecken an den Felsen der Hafenmauer zu finden. Zuerst ist Xiangyang im Kleid und Unterhose herumgehopst, wie auch Maria, die griechische Frau. Nach kurzer Zeit war das Kleid pitschnass und sie hat den Badeanzug sowie Badeschuhe angezogen. Ich habe mich währenddessen um Leo gekümmert und gemeinsam haben wir den Frauen bei ihrem Treiben zu geschaut.

Irgendwann wurde es aber Zeit zu gehen, da wir ja nach Leonidio wollten und dort auch noch zu Regula. Wir verabschiedeten uns von unseren neuen freunden und die Rückreise ging gemütlich weiter.

Leo schlief nach dem losfahren sehr schnell wieder ein und wir konnten ohne Wimmern und Heulen weiterfahren. Ca. 30 Kilometer vor Leonidio fing er aber mit Wimmern und Geheul wieder an, auf sich aufmerksam zu machen. Wir ignorierten dies und nach vielleicht 10 Minuten war er wieder Mucksmäuschen still. Wir dachten er sei wieder eingeschlafen. Er mag ja bislang das Autofahren. Ein paar Minuten später wollte Xiangyang nach ihm schauen, aber er war nicht mehr in seiner Transportbox. Er hatte es erneut geschafft die Türe zu öffnen und ist raus. Dann ist er zwischen unsere Sitze geschlichen, hier ist ja sein Pipi und Kaka Platz (saugfähige Unterlage), und hat einen Stinker gemacht. Dann ist er still und leise ganz nach hinten gegangen und hat es sich auf dem bequemen Teppich gemütlich gemacht. Wir waren baff, dass wir nicht gemerkt hatten, das er quasi neben uns sein Geschäft gemacht hatte. Und wir waren baff wie er seine Problem Situation perfekt gelöst hatte. Auf jeden Fall haben wir wieder eine Lektion gelernt und mussten über uns lachen.

Zurück dann am Campingplatz Semeli, habe ich dann den neuen Transportkäfig aufgebaut und Leo durfte von seiner ausgeliehen Behausung nun in seine eigene „Wohnung“ umziehen. Diese ist jetzt viel luftiger und wir können Ihn viel leichter sehen. Auch wird es für Ihn weniger Warm darin. Mal sehen, wie er sich wohlfühlt.

Nach einem schnellen, wieder mal späten Mittagessen sind wir auch gleich zu Regula gefahren. Sie wird die Transportbox nun übernehmen. Da kann nun Leo’s Schwesterchen mit herumgefahren werden, wenn Regula zum einkaufen, Tierarzt etc. unterwegs ist.

Eigentlich wollten wir nur kurz bei Regula vorbeikommen, aber es kam anders und wir sind zu einem Glas Champagner mit Ihren Freunden eingeladen worden. Es ist schon eine kleine Welt hier. Ihre Freundin, die gerade zu Besuch war, hatten wir Tage zuvor beim Tierarzt kennengelernt, dann wieder im Supermarkt getroffen und von Ihr einige gute Ratschläge zum Futter für Leo erhalten. Gleichzeitig konnte Leo wieder sein Schwesterchen treffen. Regula hat sie Mia, bedeutet Eins auf Griechisch, genannt. Ein hübscher Name. Leo und Mia haben sich zu Beginn erst einmal umarmt und dann bestimmt eine Stunde lang wie wild miteinander gebalgt und gerauft. Es scheint das Mia, die dominantere von den beiden kleinen Welpen ist und das obwohl Leo wohl etwas schwerer wie Mia ist. Auf jeden Fall wir alle hatten eine Freude den zweien zu zuschauen. Regulas Hund Tufftuff war sozusagen der unparteiische. Er hat immer wieder nach den beiden geschaut. Insgesamt waren es 4 Hunde, welche in Harmonie miteinander ausgekommen sind.

Dann wurde es Zeit zu gehen. Wir verabschiedeten uns und fuhren zurück zum Campingplatz. Ich war bald schon, total erschöpft und bin früh eingeschlafen. Xiangyang hat sich dann noch bis 23 Uhr um unsere Wäsche, welche in der Waschmaschine und später im Trockner war, sowie Leo gekümmert. Ich habe von dem allem, nichts mehr mitbekommen. Erst um 3:30 hat sich Leo wieder gemeldet und ich bin mit aufgewacht.

Fotos des Tages:

Tag 50 / Sonntag 17 März:

Nach einer überraschen gut verlaufenden Nacht, Leo schlief von 23:50 bis 6:10 Uhr ohne zu Jammern oder dem Verlangen nach Pipi und Nahrung. Wir waren darüber total happy. Hoffentlich ist das in der nächsten Nacht noch genauso.

Trotzdem bin ich bereits gegen 2:30 Uhr aufgewacht und hatte mit Leo eigentlich in Kürze gerechnet. Da ich aber in dieser Wachphase nichts von ihm gehört habe, musste ich kurz nach ihm schauen ob er noch schön schlief. Nachdem dies der Fall war bin ich auch gleich wieder eingeschlafen.

Nachdem wir Leo um 6:10 gefüttert hatten gab es von Xiangyang die erste Trainingseinheit für „Sitz“. Mit Leckerlies als Motivator schien diese Unterrichtseinheit erfolgreich verlaufen zu sein. Heute Tagsüber sowie die nächsten Tage werden wir das aber noch vertiefen.

Da Leo nach 1.5 Stunden wieder müde war, konnten wir in aller Ruhe frühstücken. Direkt nach unserem Frühstück ist Xiangyang für bestimmt 10 Minuten im Meer geschwommen. Ich war richtig stolz auf Sie.

Da gegen 14 Uhr ein Gewitter aufzog und wir eh nach Naplion zurück wollten sind wir schon etwas früher dahin zum Hafen gefahren. Heute ist nämlich auch ein Faschingsumzug in Naplion. Dementsprechend voll war bereits der vordere Bereich des Hafenparkplatzes. Somit haben wir uns in den etwas entfernteren Bereich gestellt, wo bereits etliche Wohnmobile standen. Manche sahen aus als wenn sie schon sehr lange hier stehen.

Xiangyang ist dann direkt nach unserer Ankunft losgezogen. Sie wollte Sushi essen. Allerdings war das China Restaurant nicht so gut wie gewünscht. Zudem war nur Sie und ein anderes Paar zum essen da. Dafür waren wohl alle Griechische Restaurants / Tavernen bis zum platzen voll. Die Griechen stehen wohl überhaupt nicht auf Chinesisch.

Xiangyang hat auf Ihrem Rückweg noch für mich einen leckeren Greek Burger mitgebracht. Somit bekam ich auch noch ein Mittagessen. Denn zum Kochen hatte ich heute überhaupt keine Lust.

Gegen 19 Uhr bin ich dann ins Städle und habe mir den Umzug angeschaut. Das ganze hatte wie zu erwarten nichts mit einer schwäbisch Alemannischen Fasnet zu tun. Es war eher eine Art Kinderfasching mit verkleideten Kindergruppen begleitet von Erwachsenen. Trotzdem schön und eine Mega Stimmung unter den vielen Zuschauern. Ich habe ein paar Fotos geschossen und bin dann wieder zum Sprinter zurück. Es waren mir doch zu viel Menschen.

Während ich gegen 20:10 diese Zeilen tippe schläft Leo. ich werde heute wieder die Nachtschicht übernehmen. In der Hoffnung das er erneut durchschläft.

In den WhatsApp Status, setze ich zur Zeit nicht mehr so viele Bilder, da ich davon ausgehe, es langweilt die meisten von euch. Dafür versuche ich hier immer ein paar Bilder einzusetzen als Erinnerung für uns.

Fotos des Tages: Morgen Schwimmen in Spiegelglattem aber trotzdem kühlem Meer. Leo ganz entspannt und Faschingsumzug in Naplion.

Tag 49 / Samstag 16 März:

Nach dem Frühstück ist Xiangyang zuerst zum Samstag Wochenmarkt gegangen. Dort hat sie Gemüse und Seafood eingekauft. Ich habe derweilen die Zeit mit Leo verbracht. Gemeinsam haben wir eine kleine Übernachtungsplatz Erkundung gemacht. Da aber heute in Naplion eine Faschingsveranstaltung mit Kinderumzug geplant ist, fuhren viele Autos bereits früh morgens über den Parkplatz und Leo war dadurch schnell verunsichert. Also kehrten wir zum sicheren Sprinter zurück.

Nachdem Xiangyang vom Einkaufen zurück kam und dem anschließendem Frühstück ist sie gleich mit Leo zur Stadtbesichtigung aufgebrochen. Ich habe diese Zeit genutzt um unseren Sprinter neu zu organisieren. Durch die beiden großen Einkäufe gestern, herrschte ein Chaos an Bord. Und das ist für mich ein Problem. Ich liebe es ordentlich und strukturiert. Also hatte ich schon ein wenig Arbeit vor mir. Zumal es im Sprinter ja eh schon kaum Stauraum gibt und wir jetzt 2 Transportboxen dabei haben. Wobei die neue ja zum Glück noch nicht zusammengebaut ist und somit weniger Platz benötigt. Trotzdem hat Leo einen ganz schön großen Einfluss auf den für uns nun verfügbaren Platz. Aber das haben wir ja gewusst und somit geht das Ok. Es wird ja wieder besser wenn wir am Montag die Leih Transportbox zurück geben.

Als dann die beiden von Ihrem Ausflug zurück gekommen sind, haben wir uns aufgemacht zum nahegelegenen Kondilou Strand. Selbst auf den paar Kilometern ist Leo sofort eingeschlafen und somit kamen wir dort ohne Gewimmer und Geweine von Ihm dort an. Also bislang scheint ihm Autofahren nichts auszumachen.

Der Kondilou Strand ist jetzt in der Nebensaison perfekt. Man steht nahezu direkt am Wasser und die weite Bucht mit seinem langen Strand ist ideal. Da es eine Vielzahl von Müll Containern gibt ist auch kein Müll am Strand zu finden. Trotz das Wochenende ist, sind kaum Einheimische hier und auch nur ein paar weitere Wohnmobile. Jedoch haben alle viel Abstand zu einander da, der Strand bestimmt 1 Kilometer lang ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass kaum etwas los ist, weil die letzte Anfahrtstrecke eng und steil ist, mit einer sehr engen Kehre in der große Wohnmobile sicherlich ihre Schwierigkeiten haben. Vor allem auf dem Rückweg, wenn das Wohnmobil lang, schwer und dann nur mit Vorderrad Antrieb ausgerüstet ist. Wie dem auch sei. Wir finden es prima hier.

Nach unserer Ankunft hat Xiangyang ein leckeres Mittagessen, mit Shrimps und Langusten sowie frischem Wilden Salat zubereitet. Es war fast wie in der Zeit vor Leo. Er hat nämlich schön weitergeschlafen und so waren wir für uns.

Nachdem Essen durfte Leo den Strand erkunden. Aus seinen kleinen Beinen ist er mit uns bis ans Wasser gelaufen und sogar ohne Angst zu haben ein wenig ins Wasser spaziert. Zum Glück gab es keinen Wellengang und so war es ein positives Erlebnis für Ihn.

Die Stunden vergingen wie im Flug und schon bald wurde es dunkel. Xiangyang hat dann viel glückliche Zeit mit Leo verbracht während ich ein wenig neidisch den beiden zugeschaut habe.

Gegen 20 Uhr ist er dann wieder eingeschlafen und ich habe die Nachtschicht wieder übernommen. Mal sehen wie es heute Nacht wir.

Tages Fotos: Übernachtungsplatz am Kondilou Strand, Stranderkundung, Mittagessen und kurzes schwimmen im Meer, Leinen Training und Leo zeigt uns seine Liebe 🙂

Tag 48 / Freitag 15 März:

Die letzte Nacht war wieder eine sehr kurzweilige Nacht. Im 2 bis 3 Stunden Takt hat uns Leo geweckt um sein Geschäft zu verrichten und um ein wenig zu trinken und zu essen. Das kann ja noch lustig werden die nächsten Tage.

Nach dem Frühstück und einigen Organisatorischen Dingen sollte nun unsere Reise weitergehen. Zum ersten mal mit Leo an Bord. Wir waren gespannt wie er auf das Fahren reagieren würde.

Xiangyang hatte schlecht geträumt und so war sie heute morgen schon ein wenig Dünnhäutig unterwegs. Ich war eigentlich gut drauf und freute mich schon auf die gemeinsame Reise zu einem neuen Ziel. Das erste Ziel heute sollte Argios sein. Dort die Hundehandlung bei welcher wir einen eigenen Transportkäfig, passendes Welpen Futter und einige andere Dinge für Leo kaufen wollten. Bereits über Google Chat hatte ich Kontakt mit dem Verkäufer aufgenommen und die gewünschten Dinge waren verfügbar.

Wir hatten Leo in seine ausgeliehene Transportbox gesperrt, da er während der Fahrt mit den vielen kommenden Kurven an der Küstenstraße entlang, so am sichersten war. Nach der Losfahrt ging schon nach wenigen Metern mit einem Geweine und Gewimmer los. Es gefiel ihm überhaupt nicht in der Box eingesperrt zu sein. Aber es half ja nichts ihn jetzt freizulassen und so musste er dies erdulden. Xiangyang war durch sein Gejammer schon ein wenig gestresst und ich hoffte das dies besser würde. So ging es nun die ersten 20-30 Minuten die Strecke entlang. Aber urplötzlich war er ruhig und wir waren verwundert was geschehen ist. Leo war einfach eingeschlafen. Wahrscheinlich war das Geschaukele ähnlich wie im Bauch seiner Hundemama, wenn sie mit Ihm unterwegs war. Wie auch immer wir waren glücklich über diese plötzliche Veränderung.

So ging es die ganze Strecke voll weiter. Leo war beim schlafen während ich mit gemütlicher Geschwindigkeit die Kurven sanft nahm. Xiangyang war daher auch wieder besser gestimmt.

Unterwegs legten wir an einem Naturschutzgebiet mit einem Süßwasser See eine Brotzeitpause ein. Hier durfte der sofort nach dem anhalten aufgewachte Leo zusammen mit Xiangyang die nähere Umgebung erkunden. Nach der Brotzeit ging es noch ein paar Km weiter bis wir in Argos zu der Tierhandlung fanden. Glücklicherweise konnte ich fast davor parken. Im Absoluten Halteverbot. Aber wir sind ja in Griechenland und da ist alles ein wenig entspannter als bei uns zu Hause.

Die Besitzer der Tierhandlung waren sehr freundlich und hilfsbereit. Unter einer Vielzahl von Auswahl fanden wir eine passende Transportlösung für Leo. Geplant hatte ich etwas kleineres. Aber als ich lernte das Leo in den ersten 6 -8 Monaten fast zu vollen Größe wächst, war schnell klar das eine kleinere Box, welche idealer in den Sprinter gepasst hätte, in kürze für Ihn zu klein wäre.

Neben der nun passenden Box haben wir noch allerhand an notwendigem Futter für Ihn gekauft. Dabei haben wir auch gelernt das, dass übliche Trockenfutter viel zu viel Getreide enthält und nicht besonders gut für seine Verdauung ist. Somit bekommt er jetzt eine bessere Nahrung. Vor allem jetzt als Welpe. Hoffentlich wächst er jetzt nicht extra schnell. 🙂

Nach dem Einkaufserlebnis sind wir noch kurz zu einem nahegelegen Lidl und haben eingekauft. Nach einem Tank Stopp ging es dann weiter die letzten Km bis Naplion. Wir sind direkt an den Hafen gefahren und haben mit Blick auf die Festung von Naplion und das Meer geparkt. Hier haben wir auch unser sehr spätes Mittagessen eingenommen. Da es noch recht nicht zu spät war und genügend Übernachtungsplätze zur Verfügung standen, haben wir uns entschlossen noch einen Einkaufs Stopp in einem Chinesischem Supermarkt „China Town“ von Naplion zu machen.

Dort angekommen ist Xiangyang einkaufen gegangen ich bin derweilen mit Leo im Sprinter geblieben. 2 Stunden später kam dann Xiangyang mit allerlei nützlichem für Leo, uns und sich selbst zurück. Klein Leo hat schon einen guten Einfluss auf unsere Reisekasse bislang. Aber das ist Ok und war ja zu erwarten. Da wird noch einiges mehr auf uns zukommen.

Zurück ging es dann zum Übernachtungsplatz am Hafen von Naplion. Es war mittlerweile dunkel geworden und die kleine Hafenstadt war schön anzuschauen. Die gesamte auf einem hohen Felsen thronende Festung war schön beleuchtet und gab mit dem dunklen Meer ein Stimmungsvolles Bild ab.

Für die Nacht hatten wir ausgemacht, das Xiangyang durchschlafen kann und ich dafür die Nachtschicht übernehme. Von 20 Uhr bis 23 Uhr hat er dann schön geschlafen, danach war er wieder wach und sein planmäßiger „Boxenstopp“ erfolgte. Der nächste kam dann um 1:30 Uhr und mein letzter um 4 Uhr.

Fotos habe ich heute vergessen zu machen…

Tag 47 / Donnerstag 14 März:

Sehr ähnlich wie die letzte Nacht war auch diese Nacht wieder sehrrrrrr abwechslungsreich. Leo schläft ca. 2 Stunden und danach ist ca. 1 Stunde Beschäftigungsprogramm angesagt um ihn wieder müde zu machen. Zum Glück sind wir zu zweit und können uns dabei abwechseln. Wir wachen zwar immer wieder beide auf aber können uns dann trotzdem bis zur nächsten Schicht nochmals umdrehen.

Regula hat uns berichtet das Leo’s Schwesterchen nicht mit der Trennung klarkommt und kaum in den Schlaf findet. Sie weint und jammert sehr viel. Das tut uns für die kleine und natürlich für Regula sehr leid. Ja wir 3 müssen nun die Aufgaben der Hundemama übernehmen. Spielen, füttern und ausbilden. Das ist ein Fulltime Job. Zu mindestens für 3 Monate lang….

Leo hat heute mit uns schon ein paar Freigänge. Es ist wunderbar wie er außerhalb des Campingplatzes auf der kleinen Zufahrtsstraße hinter uns herläuft und genau weiß wir passen auf ihn gut auf und helfen ihm wenn die Situation es für Ihn erforderlich macht. Zum einen stärkt dies natürlich dass Zusammengehörigkeitsgefühl und zum anderen macht es ihn auch müde und dadurch schläft er besser.

Heute haben wir Ihn in seine Höhle verfrachtet als er auf dem Läufer wieder mal eingeschlafen war. Allerdings haben wir seine „Käfigschiebetür“ nicht verriegelt sondern nur zuschoben. Der kleine Strolch hat dann als wir gefrühstückt haben es doch tatsächlich geschafft die Käfig Tür soweit zur Seite zu schieben, damit er rauskam und wieder auf dem Läufer weiterschlafen konnte. Unglaublich er lernt so schnell.

Zu unserer Mittagessen Zeit war er wieder eingeschlafen und in seiner „Höhle“ ordentlich eingesperrt. Dummerweise ist er genau währen unserem Mittagessen im Freien aufgewacht und wollte wieder ins selbst auch ins freie. Allerdings ging das ja nicht und wir dachten uns, das muss er jetzt auch lernen, dass die Türe nicht beim ersten Gejammer geöffnet wird. Sein Gemecker und Geschrei ging dann so für eine 1/4 Stunde und plötzlich war es leise. Wir dachten er hat endlich vor Erschöpfung aufgegeben. Als wir dann nach unserem Essen zu ihm ins Mobil schauten , saß er gemütlich da und hat uns unglücklich angeschaut. Schnell sahen wir auch den Grund, er wollte unbedingt raus, weil er Kaka musste und wir seine Signale nicht verstanden hatten. Natürlich waren wir ihm für das Unglück nicht böse, es war ja unsere Schuld. Trotzdem war es kurz unglücklich das ihm das passiert is, da er ja sonst immer außerhalb sein Geschäft erledigt. Wir haben in geknuddelt und schnell war das Unglück vergessen.

Ansonsten war es ein wirklich schöner Tag mit Ihm. Geprägt von vielen Ausflügen im und um den Campingplatz und viel Kontakt zu anderen Menschen. Von Kindern bis zu Erwachsenen. Immer war er dabei ganz entspannt und interressiert.

So jetzt haben wir 21:15 Uhr und er schläft gerade wieder. Bestimmt ist er in 1 Stunde oder früher wieder munter, wenn ihn seine noch kleine Blase weckt und er Pipi machen will.

Ich berichte morgen wie es heute Nacht gelaufen ist.

Fotos des Tages: Während meiner Nachtschicht ist er zwischen meinen Füßen nach dem Spielen eingeschlafen. Dann konnte ich ihn in seine „Höhle“ zum weiterschlafen legen. Leo beim Spaziergang, er lernte Boote und Orangen kennen. Gleichzeitig gewöhnt er sich an knatternde Mopeds, Automotoren usw. Leo auf der Mauer mit den steilen Kletterbergen von „Leo“nidio im Hintergrund. Abendspaziergang bis zum Hafen. Ein Großes Stück habe ich ihn dabei aber getragen, da er bereits recht müde war.

Tag 46 / Mittwoch 13 März:

Nach einer „abwechslungsreichen Nacht“, in welcher uns Leo gut beschäftigt hat, sind wir 3 bereits um 7 Uhr wach gewesen.

Xiangyang und ich haben uns gegenseitig abgewechselt. Sie um 12:30 Uhr 1 Stunde und ich von 2:30 Uhr 1.5 Stunden. In der Zeit haben wir Pipi gemacht und gespielt. Das einschlafen in der geschlossenen Box wurde geübt und die Ausdauer von Xiangyang und mir getestet.

Der Morgen begann auf jeden Fall gut mit einem kontrollierten „Kaka“. Wer hätte das gedacht, dass wir uns mal über so etwas freuen können. Da Leo sehr aktiv die letzte Nacht war, hat er dafür heute, am ersten vollständig gemeinsam Tag viel geschlafen. Er ging sogar selbst immer wieder in seine „Höhle“ zurück um sich hinzulegen.
Der Tag wurde von mehreren Spaziergängen, bei mir auf dem Arm, da ihm ja noch eine wichtige Impfung fehlt, unterbrochen. Unter anderem auch zum Badestrand wo Xiangyang, mutig wie sie ist, ein wenig im für mich zu kalten Meer, geschwommen ist. Leo durfte dabei auch am Strand sitzen und neue Eindrücke sammeln.

Zudem haben wir ihm heute zeitweise das Halsband angelegt und ihn später an die Leine genommen. War ja klar dass dies ihm null Spaß gemacht hat. Aber trotzdem hat er sich gut geschlagen und ist stellenweise auch ein paar Schritte mit mir gegangen.

Somit war es ein sehr abwechslungsreicher und lehrreicher Tag für uns alle.

Für übermorgen planen wir die Weiterfahrt. Wir 3 müssen einfach erstmal unsere gemeinsamen Routinen finden und Xiangyang und ich müssen den besten Weg für den idealen Umgang mit Leo finden. Aber wird schon…. Danach sollte das gemeinsame Weiterreisen auch leichter gelingen. Gut ist, wir fahren ja immer nur kurze Wegstrecken. Somit können wir genügend Pausen einlegen.

Foto des Tages: Am Strand und Leo an die Leine gelegt 😉



Tag 45 / Dienstag 12 März:

Früh sind wir aufgestanden und haben das letzte Mal nur zu zweit gefrühstückt. Um 8:45 Uhr sind wir erneut zu Regula‘s Haus gefahren um Leo heute bei uns aufzunehmen. Es war ein wunderschöner Moment als Regula ihn mir in die Arme gegeben hatte. Dann haben wir uns erstmal von seinem Schwesterchen verabschiedet. Regula hat uns noch vorgewärmte Ziegenmilch und sein Welpenfutter mitgegeben. Sie ist wirklich eine wunderbare Frau. Schon bald danach haben wir uns von ihr und den anderen Hunden verabschiedet mit dem Versprechen in 1 Woche wieder bei ihr vorbeizukommen.

Leo‘s erste Fahrt führte ihn zum Tierarzt in Lenidio. Er kennt ihn ja bereits und hat ihm heute die zweite Wurmkur verabreicht. In 1 Woche bekommt er dann seine erste Impfung. Jetzt ist es noch zu früh. Kein Problem, wir versuchen so gut es geht auf ihn aufzupassen. Das bedeutet leider das er die meiste Zeit im Sprinter verbringen muss.

Beim Tierarzt haben wir auch noch 2 sehr nette Frauen kennengelernt die sich auch um Straßenhunde kümmern und uns ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben haben.

Danach ging es weiter zum Supermarkt, dort wollten wir Welpenfutter sowie Ziegenmilch kaufen. Regula meinte das sollten wir die nächsten Wochen beibehalten. Ziegenmilch gibt es in Griechenland zum Glück in jedem Supermarkt. Für uns kauften wir auch noch gleich ein. Danach ging mit einer Unterbrechung an der Tankstelle, wo für 9€ unser Sprinter von Hand gewaschen wurde, zurück zum Campingplatz.

Hier durfte Leo erstmals sein neues Zuhause erkunden und hat gleich 3 mal auf den Boden gepinkelt, bis wir kapiert haben wie und wann er Pipi macht. Da er nur so wenig als nötig im Moment noch ( Impfung fehlt ja noch) raus soll , sind wir froh dass Regula ihn auf die weißen Saugtücher bereits trainiert hat. Den jedesmal wenn er aufwacht oder etwas getrunken hat, macht er Pipi. Seine Blase ist halt noch sehr klein.

Sein erstes „Kaka“ bei uns war auch spannend, da wir nicht gewusst haben, wie er sich anmeldet. Aber gegen 17:30 wurde er recht unruhig und ich bin mit ihm ins Freie. Dort hat es dann auch nicht lange gedauert und er hat sein Geschäft erledigt.

Danach haben wir kurz gespielt und er ist sogar freiwillig in sein Käfig ( Höhle ) geklettert um mit einem Stofftier zu kämpfen. Danach ist er eingeschlafen und nach dem Aufwachen ging es gleich wieder mit einem Pipi los. Das werden wir 3 auch schaffen und lassen uns überraschen wie das alles weitergeht.

Jetzt ist es 20:50 und er schläft. Theoretisch sollte er nochmal wach werden und etwas trinken. Schauen wir mal. Ich werde über die erste Nacht auf jeden Fall berichten.

Pflegemama Regula ist in der Mitte. Sie gibt mir den kleinen Fetz, zum ersten Mal im neuen Zuhause, er genießt es bei Xiangyang zu kuscheln und einzuschlafen. Bio Ziegenmilch leicht angewärmt. Wie Muttermilch…



Tag 44 / Montag 11 März:

Heute Morgen habe wir wieder eins dieser leckeren, noch warmen, Baguette Brote vom Campingplatz Shop geholt. Zusammen mit der leckeren Marmelade und dem Pinienhonig von Maria ist es bei warmen Temperaturen und Sonnenschein ein angenehmes Frühstück gewesen.

Nach dem Frühstück habe ich die von der Hundeauffangstation bekomme Hunde Transport, Leihbox, den Transportrucksack und noch ein paar andere Dinge für Leo ordentlich gereinigt. Jetzt kann er mit uns auf die weitere Peloponnes Entdeckungstour gehen. Unterwegs kommen wir bestimmt einmal an einer Tierhandlung vorbei und dann bekommt er sein eigenes Zuhause. Der Transport Rucksack ist echt praktisch, darin kann er in alle Richtungen rausschauen, bekommt genügend frische Luft und ist zudem mit uns zusammen.

Gleichzeitig war es notwendig unseren Innenraum ein wenig umzuräumen, so da die Transportbox (Leo’s Rückzughöhle) auch Platz gefunden hat. Zum Glück ist unser Sprinter größer als unser Ranger…..

Zum wie immer späten Mittagessen hat Xiangyang das von den umliegenden Gemüsebauern geschenkt bekommene Gemüse mit Fisch und Lamm/ Rindröllchen sehr lecker zubereitet. Das Gemüse bestand aus frischem Blumenkohl, Zucchini und Tomaten und dazu noch ganz frischen Salat.

Den restlichen Mittag haben wir dann noch mit Wäsche waschen und chillen verbracht. Heute ist unser letzter Tag an dem wir zu zweit sind. Ab Morgen wird sich einiges in unserem Leben ändern.

Fotos: Die Transportbox ist jetzt anstelle unserer schwarzen Vorratsbox unter dem Tisch. Kochen bei schönem Wetter im Freien. Das Leben in Griechenland ist schon sehr schön..

Tag 43 / Sonntag 10 März:

Heute sind wir nach dem Frühstück wieder zu Regula gefahren. Leo und sein Schwesterchen waren bereits auf der Terrasse beim spielen und balgen. Kaum waren wir da, schon haben uns die 2 kleinen Racker gleich auf Ihre süße Hundewelpenart begrüßt. Ich bin auf die Knie gegangen und die 2 sind unter mich gekrappelt und haben an meiner Hose und den Schnürsenkeln herumgeknappert. Es war wieder eine schöne Zeit mit Ihnen.

Gleichzeitig haben wir von Regula erfahren, dass wohl auch Leo’s Schwesterlein ein neues gutes Zuhause bekommt. Ein Freundin von Regula will das kleine Hundemädchen adoptieren. Diese Nachricht freut uns sehr.

Mit Regula haben wir ausgemacht, Leo am Dienstag Morgen gegen 9 Uhr zu holen. Danach fahren wir nach Leonidio zum Tierarzt. Dort möchten wir die nötigen Papiere für den kleinen Kerl ausgestellt haben. Auch soll er eine Impfung bekommen, gegen ein Bakterium welches für Hunde tödlich enden kann. Dies ist wohl in Griechenland verbreitet. Mal sehen ob er dann schon bei uns bleiben kann.

Von Veta und Maria, die 2 Hunderetterinnen aus Leonidio haben wir eine Transportbox und Spielzeug und einen Hunderucksack ausgeliehen bekommen. So können wir mit Leo gleich auf Erkundungstour auf dem Peloponnes gehen. Dabei wollen wir auch bei einem Tierfachhandel vorbeischauen und ihm eine eigene Box, Leine, Spielzeug, Nahrung…. kaufen. Das wird auch für uns eine neue Aufgabe geben. Bislang mussten wir nur für uns sorgen, jetzt kommt auch noch Leo, dazu.

Leo und seine Schwester

Tag 42 / Samstag 9 März:

Heute ist ein Ruhetag. Da für Nachmittags Regen angesagt war, habe ich meine geplante Wanderung den Berg hoch zur über uns liegenden Kapelle (450 Höhenmeter) ausfallen lassen. Allerdings hat es dann doch nicht geregnet und so war es am Ende des Tages, insgesamt ein sehr entspannter Reisetag.


Tag 41 / Freitag 8 März:

Heute war ein ganz besonderer Tag. Um 10:30 Uhr sind wir zu Regula, einer Freundin von Vita gefahren. Bei Regula sollen 2 süße Hundewelpen sein, welche ein neues Zuhause suchen.

Regula ist Schweizerin und lebt schon lange Jahre in Griechenland. Wie Vita kümmert sie sich um Griechische Straßenhunde. Die Fahrt zu Regula war ein wenig spannend, da wir nicht so ganz sicher waren ob wir auf dem letzten Stück zu Ihr auf dem richtigen Weg waren. Es sah mehr nach einem Olivengrundstück aus. Jedoch am Ende kamen wir auf ein tolles Grundstück welches nicht weit vom Meer entfernt liegt. Xiangyang war die letzten 100 Meter vorgelaufen, zum schauen ob wir richtig sind, da es für mich im Sprinter schwierig zum umdrehen aussah. Nachdem ich telefonisch von Ihr das OK bekam, bin ich das letzte Stück weiter gefahren und wurde im herrlichen Grundstück schon von mehreren großen Hunden zwar bellend aber freundlich begrüßt.

Wir wurden von Regula und Ihrer Nachbarin bereits erwartet. Die beiden Frauen sind sehr freundlich zu uns gewesen und wir konnten sehen das es den Hunden bei Regula gut gehen musste. Es war ein schönes Grundstück mit viel Platz für den Auslauf der Tiere. Nach einer freundlichen Begrüßung sind wir nach kurzer Zeit in Ihr Haus und uns wurden die 2 kleinen Welpen gezeigt. Sie lagen friedlich und entspannt in einem schön mit einer Decke eingerichtetem Karton. So konnten sie sicher schlafen und auch nicht selbstständig auf Erkundungstour gehen. Wir durften die kleinen Hundewelpen dann herausholen und sind gemeinsam auf Ihre Terrasse. Hier konnten wir in aller Ruhe die 2 Welpen kennenlernen.

Auch erfuhren wir dass die 2 kleinen von jemanden in einem Karton bei Regular am Grundstückseingang abgestellt wurden. Hier wurden sie auch gefunden und dann auch gleich von Regular aufgenommen.

Wir konnten die 2 beim Entdecken, Spielen und miteinander balgen zuschauen. Wir konnten sie auf unsere Arme nehmen und streicheln und ein wenig untersuchen. Beide machten einen sehr aufgeweckten und neugierigen Eindruck. Am Finger knappern sowie an meinen Turnschuhen machte dem kleinen Jungen viel Spaß. Wie das auch mit Menschen Baby ist, wenn man zu lange aktiv ist hat man Hunger und danach ist man müden. Es war herrlich dann die 2 Welpen, 1 Bub und 1 Mädchen beim einschlafen zu zuschauen. Wir haben uns in den kleinen „Hundebub“ verliebt.

Nach einer herzlichen Verabschiedung, mit dem Versprechen von uns, dass wir uns melden sind wir dann wieder zum Campingplatz zurück gefahren. Während und nach unserem Mittagessen haben wir das erlebte noch einmal besprochen. Xiangyang hatte zudem einige Videos gedreht und so waren wir beide einer Meinung, dem kleinen Kerlchen ein neues Zuhause zu geben. Ich habe Regular unsere Entscheidung und weitere Infos, wie und wo wir leben noch zugesendet.

Abends kam dann die freudige Nachricht wir können den kleinen „Hundebub“ bekommen. Wenn alles klappt, dann hat er auch schon einen Namen, wir werden Ihn Leonidio bzw. die Kurzform Leo nennen, für den Ort, wo es uns sehr gut gefällt und wo man uns mitgeteilt hat, da ist jemand für Euch.

Schade ist es das wir Ihn demnächst von seinem Schwesterchen trennen müssen. Wir hoffen die beiden Welpen werden die Trennung gut überstehen.

Wie es weitergeht folgt….

Hier die ersten Bilder :

Tag 40 / Donnerstag 7 März:

Heute war ein wenig wandern und Besuch bei einem Hunde Shelter auf dem Programm.

Nach dem Frühstück sind wir gegen 11 Uhr mit dem Sprinter nach Leonidio gefahren und haben im Zentrum geparkt. Zu Fuß mit Wasser und Orangen ausgerüstet sind wir losgegangen. Vom Parkplatz an geht es 500 Höhenmeter und ca. 6.1 km immer bergauf zum Kloster. Der Weg führt zu beginn durch enge Gassen und an schönen traditionellen Häusern von Leonidio vorbei. Danach führt er sanft ansteigend durch Olivenhaine bergan. Die Aussicht ist als spektakulär zu bezeichnen. Leonidio ist umgeben von steilen im Sonnenlicht orangefarben leuchtenden Felswänden und grünen Olivenbäumen welche sich gegenüber der Steilhänge ebenfalls an Hängen weit in die Höhe ziehen. Nach ca. 3.5 km ändert sich der Weg und tritt in eine Art Canyon oder Schlucht ein, welche immer enger wird je höher man kommt. Gleichzeitig wird der Weg immer steiler und windet sich in engen Serpentinen durch felsiges Terrain höher und höher. Gleichzeitig wird die Aussicht immer schöner und man genießt trotz der Anstrengung das Privileg hier wandern zu dürfen.

Je nach Fitness ist man nach 1.5 bis 2 Stunden dann am Kloster angekommen. Atemberaubend hängt es wie ein Adlernest in der Felswand. Seine weiße Farbe leuchtet und hebt sich fotogen von der Felswand ab. Dann noch ein paar Stufen und man befindet sich an der Eingangspforte zum Kloster.

Leider war es zu unserer Zeit nicht bewohnt. Ab Ostern ist mindestens 1 Nonne im Kloster, welche einen dann auch einlässt. Da aber immer noch „Winter“ hier ist, ist eben noch niemand da. Trotzdem kann man erahnen wie der Ausblick von der Terrasse des Klosters auf die untenliegende Umgebung ist.

Vor 3 Jahren war ich bereits an einem Ostermontag hochgewandert und wurde von einer einzelnen Nonne hereingelassen und konnte mir das Kloster sowie die Felsen Kapelle in welchem die Gebeine des Heiligen Niklous liegen anschauen. Heute wurde uns dies leider verwehrt. Trotzdem war die Aussicht wunderschön und wir haben zusammen mit Charly auch einem Camper vom Camping Semeli die Zeit genossen.

Zurück ging es wesentlich einfacher. Wieder in Leonidio angekommen ist Xiangyang fast vom Fleisch gefallen und wir mussten umgehend essen gehen. Zum Glück hatte ein Restaurant geöffnet.

Nach dem essen sind wir zu Veta gegangen. Sie hat in der Ortsmitte einen Hundeshelter. Hier gibt sie abgegebenen oder gefundenen Hunde eine sichere Zuflucht und gleichzeitig versucht Sie mit Freunden, Familien zu finden die den Hunden ein neues Zuhause geben. Es war eine schöne und lehrreiche Zeit mit Ihr und den Hunden zusammen zu sein. Eine große Hundedame hat mir sehr gut gefallen. Sie war auch verschmust und scheint gut zu folgen. Leider ist sie sehr groß und kräftig und wohl nichts für Xiangyang. Glücklich das diese Hunde so ein gutes Zuhause erst einmal gefunden haben sind wir dann wieder gegangen.

Im Anschluss sind wir noch kurz Einkaufen gegangen und bei Dunkelheit wieder zurück am Campingplatz gewesen. Wir genießen die zeit am Campingplatz. Wir können soviel hier in der Gegend erleben und lernen. Wenn wir nur reisen würden, dann hätten wir dies alles verpasst.

Fotos des Tages: Letzter Teil des Weges hoch zum Kloster. Unterhalb und oben am Kloster. Ein Tiger ist hungrig 🙂 In Leonidio bei Veta und Maria vom Hunde Shelter. Die Hündin hat es mir schon angetan. Sie ist immer wieder zu mir gekommen.

Tag 39 / Mittwoch 6 März:

Das Wetter war bereits nach dem aufwachen schön und so hat Xiangyang einige Bilder vom Sonnenaufgang gemacht. Tatsächlich haben wir heute ansonsten nicht viel unternommen. Xiangyang war im Meer schwimmen und ich habe außer lesen und mit ein paar Leuten ratschen, nicht viel mehr unternommen. Eigentlich wie ein entspannter Urlaubstag. Somit gibt es heute auch von mir keine Fotos.

Tag 38 / Dienstag 5 März:

Heute wollen wir Maria und Ihre Familie besuchen. Maria haben wir am Kloster Elona kennengelernt. Sie verkaufte dort an Ihrem Stand hauptsächlich Honig aber auch andere leckere Dinge, unter anderem Marmelade und Olivenöl. Ich hatte bei Ihr eine sehr leckere Marmelade (Orange, Feige und Bitterorange) gekauft und Ihr eigenes Olivenöl getestet.

Da wir von der Qualität überzeugt waren, haben wir die Familie auf Ihrer Farm besucht. Der Weg dahin war zu Fuß nur 40 Minuten weit. Gemeinsam mit Geli und Achim sind wir hingelaufen. Es sollte ein sehr schönes Erlebnis werden. Da Sie hauptsächlich Honig herstellen, drehte sich an Ihrem Hof alles um Honig. Nach einer Eingangserklärung über ihren selbst hergestellten Honig sind wir gemeinsam mit Ihrem Sohn zu den Bienenvölkern gegangen welche gerade fleißig Orangenblüten Honig sammeln. Ausgerüstet mit einem Imker Hut haben uns Ihre beiden Söhne allerhand über die Bienen erklärt. Wir sahen die frisch gesammelten Pollen, wie auch die Bienenkönigin. Wir lernten auch wie eine Bienenkönig entsteht. Und das alles sicher mit durch Rauch beruhigte Bienen.

Im Anschluss lernten wir wann die unterschiedlichen Honigsorten entstehen und wo die Familie überall in der Region Ihre Bienenvölker verteilt hat. Bis hoch auf 1100 Meter stehen die Bienenvölker und sammeln so die unterschiedlichen Honigsorten. Pinien-, Thymian-, Kastanien, Erdbeerstrauch-, Johannisbrot-, Erika- und natürlich auch Orangenhonig. Zudem konnten wir all diese unterschiedlichen Sorten probieren und es war so schwer sich für einige dieser leckeren Honige zu entscheiden. Zudem konnten wie frische Bienen Pollen probieren. Lauter Superfood heute. Am Ende entschieden wir uns für Orangenhonig (7€), Kastanienhonig (8€), Thymianhonig (13€) sowie Pinienhonig (8€) jeweils immer 1 kg feinsten Honig. Zudem noch 1 kleines Glas für 3€ mit Bienenpollen.

Da dieses Naturprodukt leicht zu lagern und zudem sehr lange haltbar ist, freuen wir uns nun auf unsere tägliche Honigportion. Da die Familie zudem auch noch eigenes (sehr leckeres) Olivenöl herstellt, haben wir noch 3 Liter (36€) gekauft.

Nebenbei haben wir auf ihrem Grundstück noch allerlei unterschiedliche Orangenfrüchte, Zitronen und sehr leckere kleine Cocktailtomaten probieren bzw. mitnehmen dürfen. Es hat sich total gelohnt hier einzukaufen. Sozusagen direkt vom Erzeuger mit dem guten Gefühl hochwertige Produkte für unsere Gesundheit gekauft zu haben.

Auf dem Rückweg kamen wir wieder an vielen Mandarinen und Orangebäumen vorbei. Und die eine oder andere dieser Früchte ist uns „direkt in den Mund“ gefallen. Wir haben natürlich niemals ein fremdes Grundstück betreten. Viele Früchte hängen auf die Straße und fallen einfach auf den Boden. Somit hatten wir auch kein schlechtes Gewissen.

Zurück am Platz gab es dann ein frühes Abendbrot und noch ein gemütliches entspannen in der langsam, hinter den Bergen untergehenden Abendsonne. Der Abend wie üblich beim relaxen. Welch ein schöner Tag geht nun langsam zu Ende.

Fotos des Tages: Am Honighof bei Marias Sohn, auf dem Weg durch die Orangenbäumen zu den Bienenvölkern, überall schwirrt es und wir lernen einiges über die Bienen und Ihre Waben sowie den Honig von Marias beiden Söhnen, wir sehen die Bienenkönigin, die unterschiedlichen Honige probieren und riesige Zitrone am Heimweg.

Tag 37 / Montag 4 März:

Da wir heute nach Leonidio zum Wochenmarkt wollten sind wir schon früh aufgestanden.

Um 8 Uhr hatten wir unser Frühstück und kurz vor 9 Uhr hat uns das Taxi am Campingplatz abgeholt. Nach kurzer Fahrtstrecke waren wir zu viert in Leonidio am Marktplatz. Geli und Achim sind mit gekommen. Somit konnten wir auch die Taxikosten teilen. Hin und zurück waren es für jeden 5.50€.

Der Wochenmarkt selbst hatte eine überschaubare Größe. Xiangyang organisierte diesen Einkauf für uns. Ich war nur der Träger. Sie kaufte frisches Gemüse und Wilden Salat, leckere Fuji Äpfel sowie 2 unterschiedliche Fische.

Nach dem Einkauf haben wir ein nahegelegenes Café in der Ortsmitte besucht. Da im Moment Stromausfall war gab es nur griechischen Mokka und genauso einen Kaffee habe ich mir bestellt, Xiangyang wollte ein Cola trinken. Wir 4 genossen es sehr in der Frühlingssonne unter den Maulbeerbäumen zu sitzen und die Seele baumeln zu lassen. Zudem konnte man schön den Einheimischen bei Ihrem Tun zuschauen. Praktischerweise war direkt neben dem Cafe eine Bäckerei und ich habe dann noch ein paar süße Leckereien für uns zum Kaffee und Cola gekauft. Da das Café im Zentrum von Leonidio liegt, war es nur ein paar Meter mehr und ich konnte vom Metzger schöne Souflakies sowie Bratwürste kaufen. Anschließend brachte uns das Taxi wieder zurück zum Campingplatz.

Xiangyang ist dann mutig wie sie ist, zuerst im Meer schwimmen gewesen. Danach haben wir alle zusammen gekocht. Xiangyang hat wieder einen leckeren gedünsteten Wildsalat zubereitet sowie die Fische gebraten. Ich habe die Bratwürste gebraten und Achim 2 Schweinesteaks gegrillt. Danach haben wir alles aufgeteilt und somit hatte jeder ein abwechslungsreiches Mittagsessen.

Den Späten Nachmittag und Abend haben wir dann jeder für sich relaxt verbracht. Gegen 19:30 Uhr ist dann auf ein mal ein starker Wind aufgezogen und hat unser Wohnmobil leicht durchgeschüttelt. Aber da wir eigentlich gut geschützt stehen sollte es heute Nacht kein Problem sein.

Tag 36 / Sonntag 3 März:

Nach einem späten Sonntagsfrühstück gemeinsam mit Geli und Achim zusammen war bei uns erst einmal Wäsche waschen und Womo aufräumen angesagt.

Danach haben wir einen Spaziergang durch die Felder der lokalen Gemüse und Obstbauern entlang der Küste unternommen. Dabei haben wir die ein oder andere frische Mandarine vom Baum gepflückt und sogleich auch gegessen. Allerdings haben wir versucht immer nur solche zu pflücken welche außerhalb eines Grundstückes am Baum hingen. Bei uns wachsen die Birnen und Äpfel, hier Orangen, Apfelsinen, Mandarinen und Zitronen am Wegesrand. Von einem Gemüsebauer hat Xiangyang dann auch noch einen frischen Salat geschenkt bekommen.

Am Ende des Spaziergangs angekommen konnten wir direkt oberhalb unseres Standortes wieder mutigen Kletterer beim ausüben ihrer Sportart zuschauen. Zurück am Campingplatz angekommen haben wir alle zusammen zu Abend gekocht. Zwischenzeitlich sind auch noch Hanna und Rembert bei uns eingetroffen.

Gemeinsam bei einem Glas Rotwein haben wir dann den Abend ausklingen lassen.

Tag 35 / Samstag 2 März:

Nach einem erneuten herzlichen Verabschieden von Hanne und Rembert ging es für uns weiter in Richtung Leonidio zum Camping Semeli. Unterwegs stoppten wir nahe der Stadt Geraki um uns die Burgruine von Geraki und die Überreste einer dabei liegenden kleinen Ansiedlung anzuschauen.

Es lohnt sich definitiv hier einen Stopp einzuplanen, selbst wenn diese Stätte „erst“ ca. 830 Jahre alt ist. Zum einen sind einige schöne Byzantische Kirchen und ihre Wandmalereien zu bestaunen zum anderen liegt diese Ansiedlung schön auf einer Bergkuppe mit herrlicher Weitsicht auf die umliegende Landschaft mit ihren Bergen. Zum anderen ist es auch noch eine nette Wanderung. Neben ein paar anderen Besuchern waren wir die meiste Zeit dort alleine unterwegs. Der Eintritt ist übrigens frei.

Die Reise ging anschließend weiter nach Kosmas. Dieses auf ca. 1100 Meter Höhe liegende Dorf hat eine Deutsche Vergangenheit. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Dorf von deutschen Truppen zerstört. Dies war eine Vergeltungsmaßnahme, weil hier italienische Soldaten von Partisanen überfallen worden waren. Trotzdem sind heute deutsche Touristen gerne gesehen. Ein wenig schwierig zu verstehen. Die Ortsdurchfahrt ist für Wohnmobile sehr eng und kann sicherlich den einen oder anderen ins Schwitzen bringen, vor allem bei Gegenverkehr. In der Dorfmitte fährt man direkt durch den Platz des Dorfmittelpunkts, welcher im Sommer durch Besucher stark frequentiert ist und somit nur äußert langsam passiert werden kann.

Von Kosmas führte uns die Reise weiter zum Kloster Elona. Die Geschichte des Klosters beginnt im Jahre 1300. Hirten sahen an einer unzugänglichen Stelle der Steilküste ein Licht. Dieses Licht, so die Legende, ging von einem Öllämpchen aus, das vor einer Ikone der heiligen Panagia angezündet war. Der Bischof beauftragte zwei Einsiedler aus der Umgebung, Kallinikos und Dositheos, sich am Fundort niederzulassen, wo sie dann ein kleines Kloster mit zwei Zellen errichteten. Die beiden wurden von zwei türkischen Räubern umgebracht. Einer der Räuber erblindete bei dem Versuch, das Kloster auszurauben, durch ein von der Ikone ausgehendes helles Licht. Die Räuber bereuten, die Einwohner des Nachbardorfes Kosmas beteten für sie, und der Geblendete erhielt das Augenlicht wieder. Später sollen die Räuber in der Türkei in einflussreiche Positionen gelangt sein und das Kloster und das Dorf gefördert haben. In der folgenden Zeit florierte das Kloster und zog eine große Zahl von Pilgern und Spendern an. Der Ikone wurde die Kraft zugeschrieben, Kranke zu heilen.

Das Kloster ist einfach mit dem Auto zu erreichen. Direkt am Eingang befindet sich ein kleiner Parkplatz. Wir mussten keinen Eintritt bezahlen und waren ein wenig enttäuscht von dem Kloster. Es fehlt irgendwie das mystische und heilige im Vergleich zum zuletzt besuchten Kloster Sepetou. Es ist eben mehr auf den Tourismus ausgelegt.

Die Fahrt ging danach durch eine Atemberaubende Canyon Landschaft weiter in Richtung Leonidio. Immer wieder stehen Womos und Autos am Straßenrand. Sie gehören überwiegend Kletterer. Dieses Gebiet hier ist ein Europaweit bekanntes Klettergebiet. Dementsprechend viele Kletterer sind hier auch unterwegs. Bei genauem Absuchen der Felswände kann man die Kletterer auch an den Steilen Felsen sehen und Ihnen bei Ihrem wagemutigem Hobby zuschauen.

Wenige Kilometer weiter sind wir durch Leonidio gefahren und dann ein paar Kilometer weiter auch schon am Campingplatz Semeli angekommen. Mit diesem Platz verbinde ich viele schöne Erinnerungen, da ich während der Coronazeit 2020 bereits hier war. Damals hatte ich auch Geli und Achim kennengelernt. Sie beide waren jetzt auch gerade auf dem Platz und so war die Freude riesig sich wieder zu treffen. Ebenso Christo der Besitzer ist ein sehr freundlicher Mensch.

Nach unserem Mittagessen sind wir gemeinsam zum kleinen nahegelegenen Hafen von Plaka gegangen. Ein Tag zuvor hatte es auch hier spektakuläre Wellen gegeben. Jetzt aber war das Meer wieder friedlich.

Foto des Tages: Burgruine und Ansiedlung von Geraki, Im Kloster Elena,

Tag 34 / Freitag 1 März:

Mit Blitz und Donner sowie starken Regen sind wir aufgewacht. Um uns herum tobte ein Gewitter. Blitze schlugen in der Nähe ein und man konnte sogar das Knistern der elektrischen Entladung hören. Erst gegen 10 Uhr ließ der Regen nach und man konnte kurz das Fahrzeug verlassen bis der nächste Regenschauer einsetzte. Dies ging so bis 13 Uhr danach hatte sich das Wetter stabilisiert und die ersten Sonnenstrahlen begannen die Luft zu erwärmen.

Ich führte mit einem Münchner der mit seinem Oldtimer Saurer Expeditionstruck in unserer Nähe stand ein nettes Gespräch sowie mit Hanne und Rembert. Rembert selbst war etwas angeschlagen. Der gestrige Abend mit den 3 von uns geleerten Weinflaschen hat ihm nicht so gut getan. 

Xiangyang hat ein kleines Mittagessen zubereitet und ich habe es danach dann tatsächlich noch geschafft im Meer kurz zu schwimmen. Da das Wasser noch sehr kalt war, jedoch insgesamt nicht länger als 1 Minute. Das Salzwasser unter der kalten Stranddusche abzuwaschen war aufgrund der Sonnenstrahlen schon fast als warm zu bezeichnen.

Nach etwas entspannen mit meinem Kindle im Campingstuhl, während Xiangyang im Sprinter gelesen hatte ging auch die Sonne wieder unter. Schnell wurde es kühl und wir verabschiedeten uns von Hanne und Rembert und verbrachten einen entspannten Abend im Sprinter.

Tages Fotos

Tag 33 / Donnerstag 29 Februar:

Heute war unser erstes Ziel Githio oder auch Gythio genannt. Hier war eine kleine Stadt- und Hafenbesichtigung geplant. Nach einer 25km kurzen Fahrt im Hafen von Githio angekommen, fanden wir auf der Kaimauer zum Fähranleger einen perfekten Parkplatz direkt neben unseren Reisefreunden Hanne und Rembert. Die Freude uns nach Tagen wieder zu treffen war dementsprechend groß und da wir alle die gleiche Route am heutigen Tag geplant hatten verabredeten wir uns am nächsten Übernachtungsplatz in der Bucht von Bozas.

Während ich ca. 40 Liter Frischwasser, welches gratis an der Kaimauer an einem Wasserhahn zur Verfügung steht, nachfüllte machte sich Xiangyang bereits auf die kleine nahegelegene Halbinsel mit dem Leuchtturm und kleiner Kapelle zu erkunden. Als ich dann auch fertig war, bin ich ihr ein Stück entgegen gegangen und habe mir ein schönes Plätzchen an der Promenade gesucht um die schöne Aussicht und Eindrücke zu genießen. Ich war bereits vor Jahren schon einmal für 2 Wochen hier, somit kannte ich Gythio bereits ganz gut. Nachdem Xiangyang ihre Erkundungstour beendet hatte sind wir zum Supermarkt am Stadtrand gefahren und haben unsere Vorräte aufgefrischt.

Von Githio ging dann es ein paar Kilometer weiter zum Dimitrios Schiffswrack Ab Dezember 1980 lag das damals noch Cornilia genannte Küstenmotorschiff im Hafen von Githio als der Kapitän ins Krankenhaus musste. Während seines Krankenhausaufenthaltes lag das Schiff bis zum Juni 1981 an einer Kette im Hafen. Im Juni 1981 entschied dann die Hafenbehörden in Gythio, das Schiff auf die Reede vor dem Hafen zu bringen. Am 23. Dezember 1981 riss sich das Schiff bei einem starken Sturm dann los und strandete auf dem nahegelegenen Strand von Valtaki. Mit der Zeit verblasste der Schiffsname Cornilia am Rumpf und das Wrack wurde dann mit dem vorherigen Namen Dimitrios als beliebtes Fotomotiv bekannt.

Anschließend war der Strand von Bozas unser letztes Reiseziel für heute. Die 45 km lange Strecke führte uns Großteils durch ein riesiges Orangenanbaugebiet und es war sehr verführerisch kurz anzuhalten und eine Orange zu pflücken. Die in dieser Region angebauten Orangen werden überwiegend für Saft verwendet und weniger zum Verzehr. Sie mögen bestimmt als Saft lecker sein, schmecken aber so gegessen auch ganz gut.

Am Strand von Bozas angekommen waren unsere Freunde Hanna und Rembert bereits da. Sie hatten einen schönen Platz gewählt an welchem wir uns mit unseren Sprinter parallel zu ihrem Wohnmobil stellen konnten. Dazwischen stellten wir unsere Tische und Stühle. Ein leckeres Essen wurde zubereitet und gemeinsam verbrachten wir noch eine schöne Zeit und ein erlebnisreicher Tag neigte sich dann seinem Ende zu.

Fotos des Tages: Hafen von Githio, Schiffswrack Dimitrio, leckere Orangen ohne Ende mit „Verbotsschild“ und am Strand von Bozas mit Hanne und Rembert.

Tag 32 / Mittwoch 28 Februar:

Die Nacht auf dem Parkplatz am Kap Tenaro verlief zwar ruhig aber trotzdem konnte ich nicht richtig gut schlafen. Vielleicht war es immer noch der abnehmende Vollmond, welcher wie eine kleine Lampe durch unser Dachfenster hereingeleuchtet hat und mich am tiefen Schlaf gestört hat. Ich weiß es nicht.

Vor 7 Jahren war ich schon einmal mit dem Motorrad hier. Damals bin ich schon die kleine Wanderung zum Leuchtturm gegangen, allerdings mit Motorradstiefel. Heute wird es bequemer. Xiangyang und ich sind mit Wanderschuhen gut für diese kleine Wanderung in der schönen Karstlandschaft am Kap Tenaro zum Leuchtturm gerüstet. Der Leuchtturm ist der südlichste Punkt am Festland von Griechenland.

Xiangyang ist schon vor mir losgegangen. Da sie fleißig viele Fotos und Filme macht ist sie entsprechend langsam unterwegs. Daher konnte ich mich mit Peter über Gott und die Welt und eben unsere Reisen unterhalten. Er ist dann weitergereist und ich bin dann auf die Verfolgung von Xiangyang gegangen. Sie war bereits am Leuchtturm als ich auch da ankam. Es ist eine schöne Wanderung. Oben am Bergrücken angekommen hat man einen herrlichen Blick über das offene Meer, die Inseln und die vielen großen Schiffe die hier unterwegs sind. Und in der Mitte des Blicks geradeaus, sieht man dann den Leuchtturm, welcher bei Nacht und schlechter Sicht den Seeleuten ein sicheres umrunden dieser Stelle ermöglichen soll.

Natürlich haben wir dort auch einige Selfies gemacht und auch einige Leuchtturm Fotos. Xiangyang ist mit 2 Kräuter Sammler ins Gespräch gekommen. Sie ist immer interessiert an Kräutern, wildem Salat und eben auch Pilzen. Ich bin derweil schon zurück gewandert und habe im Sprinter noch ein wenig relaxt, da ich doch wegen fehlendem Schlaf etwas müde war.

Unsere Weiterfahr ging dann über winzige Straßen der Mani Ostküste entlang in Richtung Norden. Unterwegs haben wir noch in einer kleinen Taverne zu Mittag gegessen. Für 25€ war dies ein prima Preis. Wir wählten wieder frisches gedünstetes Wild Gemüse, Tintenfisch und Souvlaki, sowie Beilagen, frisches Brot und 2 Coke.

Danach fuhren wir zu unserem geplanten Übernachtungsplatz welcher an einem kleinen Sandtrand in einer kleinen Bucht liegen sollte. Die Fahrt der letzten km ging über kleine Straßen durch Olivenhaine und durch kleine Ortschaften entlang bis zu diesem Strand. Dort angekommen stand ein relativ neues Bimobil Iveco Offroadmobil, ausgerüstet größtmöglicher Bereifung, montierter Stadionbeleuchtung und mit fettem Bullfänger und was weiß die Welt sonst noch alles. Eben all die Dinge welche man zum Überleben in Griechenland unbedingt benötigt. Wir kamen uns mit unserem Sprinter richtig „nackt vor“. Xiangyang hat wie immer freundlich gegrüßt aber es kam kein Feedback. Mir hat dann der Hamburger (Fahrzeug hatte HH Kennzeichen) erklärt der Platz sei voll. Es geht nur 1 Fahrzeug hier hin. Allerdings stand bereits auch noch ein Französischer kleine Van. Wahrscheinlich konnte er das dem Franzosen nicht erklären….. Ich fragte Ihn dann nur “ Gehört der Platz Ihnen“ ? Da er verneinte, was ich annahm, habe ich noch gesagt, er kann ja dann wegfahren. Tatsache ist es haben leicht 2-4 Fahrzeuge mit 6 Meter Länge einen ebenen Parkplatz. Zudem besteht genügend Platz zum wenden und auch noch für Einheimische Fahrzeuge, wenn die tatsächlich jetzt im Februar Abends noch kommen sollten. Das die Herrschaften mit Ihrem teurem Spielzeug ihre Stühle, Campingtisch, Feuerschale sowie ihr Weinflaschen Tischchen in bester Campingplatz Manier so aufgestellt haben, das ja da kein weiteres , evtl. ankommendes Mobil parken kann, war ja klar. Zudem saßen sie da wie wenn sie auf die Alster gucken. Nur fahren halt keine Ozeanriesen hier vorbei.

Wir sind natürlich auch nicht die Kuschelcamper und freuen uns über genügend Abstand. Aber wir akzeptieren wenn andere mutige Camper eine beschwerliche Anfahrt in Kauf nehmen um einen tollen Platz zu finden. Wenn es dann mal enger wird, so ist das ja OK und geht halt nicht anders. Aber zu sagen der Platz ist voll, würde uns nie in den Sinn kommen. Für uns sind solche Menschen „Volldeppen“. Sie sollen mit ihrem Überflieger in die Wüste, aber da trauen sie sich ja wahrscheinlich nicht hin, bzw. da gibt es keine Alster Ähnliche Gewässer… Sorry für diesen Teil. Ist meine persönliche Meinung und kein Neid auf das Fahrzeug oder die Eigentümer.

Auf jeden Fall haben wir einen schönen Platz zum Schlafen. Danach haben wir und in genügend Entfernung an den Strand gesetzt. Xiangyang ist dann zum ersten Mal dieses Jahres schwimmen gegangen. Ich kann das nicht. Die Wassertemperatur ist mir zu kalt. Anschließend haben wir noch eine Art Boule mit Steinen gespielt und den Abend langsam auslaufen lassen.

Da ich hier wieder ein gutes Mobilfunknetz habe, kann ich die vergangenen Tagesberichte, welche wegen schlechtem Netz ausgefallen sind, nachholen und bin somit wieder aktuell.

Foto des Tages: Leuchtturm am Kap Tenaro, mit südlichstem Punkt auf dem festland von Griechenland und an einem unbekannten Strand an der Ostküste auf der Mani Halbinsel. Im Hintergrund verschwommen die HH (HaHa)Burger.

Tag 31 / Dienstag 27 Februar:

Kein Blitz und Donner hat uns heute Nacht geweckt und auch leider kein Schakal Geheul. Es war tatsächlich mucksmäuschenstill und wir haben prima geschlafen. 

Nachdem frühstücken haben wir eine Zeitlang die Drohne fliegen lassen und sind den Weg noch weiter Richtung Küste entgegen gefahren. Dort am Ende des Weges hätte man auch prima parken und übernachten können. Nur gestern Abend waren wir mit unserem Spot schon sehr zufrieden. Dort haben wir die Drohne nochmals abheben lassen und ein paar gute Aufnahmen für Xiangyang’s Videos aufgenommen.

Im Anschluss sind wir Richtung dem südlichen Ende dieses Peloponnes Fingers gefahren. Immer wieder sind wir dabei in kleine Dörfer welche direkt an der Küste liegen abgebogen. Ein Ziel war auch die Burgruine Tigani welche nur nach einer kleinen Wanderung (3.5km hin und zurück) erreichbar ist. Diese Burgruine aus dem 6 Jahrhundert ist aus der Byzantinischen Zeit und mittlerweile in einem sehr zerfallenen Zustand. Jedoch die Lage auf dem Plateau eines kleinen Kap’s ist sehr spektakulär. Auch hier habe wir die Drohne ein wenig fliegen lassen und einige Aufnahmen gemacht. Xiangyang wird auch diese zusammen mit den anderen in Ihre Videos einbauen.

Zum Mittagessen haben wir uns an den Hausstrand eines kleinen Dörfchen gestellt und zur Abwechslung habe ich mal wieder gekocht. Bratkartoffeln mit Speck und unserem restlichen Schweinebraten gab es. Dazu Tomaten und Paprika Salat.

Danach sind wir bis zum Wanderparkplatz für den Leuchtturm am südlichen Zipfel der Mani gefahren. Unterwegs haben wir noch in einem Ghost Town mit den typischen Mani Türmen gestoppt.

Hier am südlichen Ende des griechischen Festland verbringen wir nun die Nacht neben Peter mit seinem Weltreisemobil einem gut modifizierten Toyota Landcruiser. Er war schon am vielen Orten auf dieser Welt. Jetzt ist er gerade auf dem Weg nach Georgien und Armenien. Da wir dort schon waren konnten wir ihm noch ein paar Tipps mit auf die Reise geben.

Tag 30 / Montag 26 Februar:

Die letzte Nacht war spannend. Ein Gewitter über uns ließ die Umgebung mit andauernden Blitzen taghell strahlen. Das Blitzen und Donnern entfernte sich nur langsam und der Regen trommelte mit unterschiedlicher Intensität auf unser Dach. Das Meer schien jedoch ruhig zu sein. Die direkt vor uns an der Kaimauer befestigten Boote tanzten nur wenig auf dem leicht unruhigen Wasser. Die optimale Lage des kleinen Hafen und die Funktion des betonierten Wellenbrechers scheinen optimal zu funktionieren. Irgendwann hat uns dann aber doch der Schlaf übermannt und wir sind trotz des Lärms eingeschlafen. 

Recht früh sind wir aber aufgewacht. Das Meer und seine Brandung war im Vergleich zu gestern Abend sehr deutlich zu hören. Als wir die Jalousien öffneten konnten wir unseren Augen kaum trauen. Das vorgestern und gestern noch so friedliche Meer hatte sich in ein brodelndes Ungeheuer verwandelt. Die Wellen mit einer Höhe von bestimmt 5-6 Metern zerschellten mit einer leicht doppelt so hohen Gischt an der in der Nähe befindlichen Vorgelagerten Insel und an der Küste um unseren kleinen Hafen. Nur unser kleiner Hafen funktionierte immer noch. Jedoch die Wellen brachen teilweise schon über den Wellenbrecher. Allerdings waren sie dann auch schon gezähmt. Die Boote tanzten jetzt allerdings mehr auf und ab, da die großen Wellen auch eine enorme Menge an Wasser in den kleinen Hafen schoben. Was in 100 Meter Entfernung passierte war spannend anzuschauen aber wir fühlten uns sicher. Immer wieder gab es jedoch Wellensets die deutlich höher als die normalen Wellen waren und dann kamen wieder einmal ein paar dieser besonders hohen Wellen daher. Der Wellenbrecher hielt auch diesen Wellen Stand ,obwohl schon viel Wasser in den kleinen Hafen geschoben wurde. Und dann passierte das für uns überraschende, der Platz auf welchem wir standen wurde tatsächlich überschwemmt und wir standen ca. 5-10 cm tief im ablaufenden Wasser. Zum Glück nur ein wenig die Reifen so dass unser Fahrzeug nichts abbekommen hatte. Außer eben „nasse Füße“. Das viele Wasser welche die letzten Wellen in den Hafen gebracht hatten, konnte nicht mehr schnell genug ablaufen und unser vermeintlich sicherer Platz war auf einmal nicht mehr so sicher. Also packten wir schleunigst zusammen, fuhren ein paar Meter und parkten deutlich oberhalb um weiterhin dieses Naturschauspiel zu verfolgen können. Von hier oben war es noch spektakulärer, da wir nun Teile des Ortes und einen weiten Teil der Küste überblicken konnten. Die Wellenbrecher an den Kais von Kardamyli wurden zwar ebenfalls immer wieder überspült aber die Häuser lagen hoch genug, so dass kein Schaden an den Gebäuden entstehen konnte.

Wir entschieden uns dann aber doch zu einem neuen Ziel aufzubrechen. Unser Weg führte uns nur ein paar Km weiter bis zur Villa Patrick and Joan Leigh Former, einem berühmten Schriftsteller und Weltenbummler aus England. Zu ihm seiner Person und dieser Villa kann man mehr in einem der nächsten YouTube Filme von Xiangyang erfahren. 

Während sie eine Besichtigungstour durch seine Villa unternahm, plante ich den weiteren Verlauf der heutigen Strecke. Da es bereits nach 12 Uhr war, hatte ich eine gute Taverne ausgewählt, die bekannt für ihre leckeren gegrillten Lammrippchen und noch weitere Speisen ist. Dort angekommen bestellten wir zuerst einen angedünsteten frischen Kräutergemüse Salat, welcher extrem lecker war, sowie die bekannten Lammrippchen und ein Schweine Prime Rip. Auch diese beiden Gerichte waren ein Traum. Dies Gerichte noch mit einer Flasche Wasser zusammen für 36€. Da freut sich nicht nur der Gaumen sondern auch der Geldbeutel.

Gut gestärkt ging es weiter durch die schöne Mani Landschaft Richtung der Mani Hauptstadt Aeropoli. Unterwegs haben wir immer wieder angehalten um die tollen Ausblicke auf die spektakuläre Küste mit Ihren vielen Buchten zu genießen. Dieser Teil des Peloponnes gehört in Summe, unserer Meinung nach, mit zu den schönsten Plätzen welche wir bislang auf der Griechenland Reise gesehen hatten. In Aeropolis wollten wir eigentlich übernachten.  Allerdings gefiel mir der Übernachtungsplatz bei einer Schule und neben einem Sportplatz nicht. Es war einfach zu laut. Wir waren die Ruhe gewohnt und da passte das nicht. Xiangyang hat noch eine Stadtbesichtigung gemacht und ich war kurz noch im Supermarkt einkaufen. Dann verließen wir diese Stadt schnell wieder.

Unser Übernachtungsziel sollte neben einer kleinen abgelegenen Kapelle mit Blick auf das Meer sein. Als wir dort nach kurzer Fahrt ankamen wurden wir direkt belohnt. Gerade noch rechtzeitig konnten wir einen schönen Sonnenuntergang miterleben. Glühend versank die Sonne im Meer. Wir stehen heute Nacht ganz alleine und es ist bislang himmlisch ruhig. Es gibt in dieser Gegend wohl Schakale und wenn man Glück hat, so kann man sie nachts hören. Zum sehen bekommt man diese sehr scheuen Tiere allerdings sehr selten. Vielleicht auch gut so. Immerhin sind sie dem Wolf ähnlich nur einiges kleiner.

Mit tollen und spannenden Eindrücken beenden wir nun langsam diesen Tag. 

Hier die Fotos dieses Tages: Sturm in Kardamyli, Alte Siedlung am Wegesrand Richtung Areopoli, Mittagessen sehr lecker, friedlich vereinte Rasselband in Areopoli vorm geschlossenen Metzger, Bei der kleinen Kapelle am Übernachtungsplatz.

Tag 29 / Sonntag 25 Februar:

Wir haben beschlossen einen weiteren Tag an diesem schönen Ort zu bleiben, zumal auch die Einheimischen nichts gegen uns haben und auf Nachfrage gesagt haben wir können ohne Probleme stehen bleiben.

Somit genießen wir diesen Ort noch einen Tag. Xianygang war schon früh morgens unterwegs. Sozusagen auf den Spuren des Films „Before Midnight“. Ich dagegen habe bis 9 Uhr geschlafen und dann ein gemütliches Sonntag Morgen Frühstück gemacht. Xiangyang ist dann gegen 10 oder 11 Uhr zurück gekommen und wir haben uns dann mit einem Einheimischen nett unterhalten und allerlei über den Ort und die Leute hier erfahren.

Da wir gestern von Mohammed einem Ägyptischen Fischer, mit Griechischem Fischerboot, welcher wegen dem unruhigen Meer gerade hier vor Anker liegt, 3 schöne Fische günstig abkaufen konnten, gab es heute frischen Fisch. Xiangyang hat dazu wieder eine leckere Fischsuppe und frisches Gemüse gemacht. Die Fische wurden in der Pfanne mit reichlich Olivenöl zubereitet. Zusammen mit einem leckeren Rotwein war es ein wunderbares Mittagessen an einem ebenso wunderbarem Platz.

Auch ich hatte heute einen kleinen Kardamyli Spaziergang gemacht. Das sonst in den Sommermonaten völlig überlaufene Örtchen ist wie die meisten anderen von uns besuchten Städtchen noch in einer Art Winterschlaf und nur wenige Touristen sind zu sehen. Die Einheimischen Männer können gemütlich unter sich, diese ruhige Zeit bei einem Bier und Kartenspiel in Ihren Tavernen verbringen.

Da heute gegen Nachmittag dunkle Wolken aufzogen und der Wind sich zu einem kleinen Sturm wandelte, war es zudem eine gute Entscheidung nochmals einen Tag hier zu verbringen.

Ganz witzig ist auch unsere „Wach“ Ente, sie ist immer in der Nähe unseres Wohnmobils, solange kein Hund anwesend ist. Dann flüchtet sie immer ins Wasser.

Mal schauen wie die Nacht wird, das Wetter braucht wegen uns nicht noch schlechter werden.

Hier noch ein paar Fotos. Aussicht beim Frühstück, Mittagessen Zubereitung mit Improvisiertem Tischchen, Frühlingsblumen und unsere Bewacher(in)…

Tag 28 / Samstag 24 Februar:

Früh waren wir wieder wach den es war wieder ein Tag mit einem Marktbesuch geplant. Wir wollten nach Kalamata auf den großen Wochenmarkt. Da hieß es zeitig dort zu sein.

Zuerst aber mussten wir unseren Sandplatz wieder verlassen, dies gelang trotz regennassem Sand ohne Probleme, obwohl unser Sprinter ca. 10-15 cm tief über Nacht eingesunken war. Die Fahrt ins nur 16 km entfernte Kalamata zu einem großen Parkplatz in der Nähe des Marktes verlief schnell, da wir keine Spezialwege ausgesucht hatten. Zudem war sehr wenig Verkehr am Samstag Morgen.

Am Parkplatz angekommen machte sich Xiangyang sofort auf den Weg zur Markthalle. Ich frühstückte zu erst einmal in aller Gemütlichkeit. Erst danach starte auch ich meine Tour zur Markthalle. Schon vom weitem kamen mir die ersten Markt Einkäufer mit vollen Tüten entgegen und ich war mir sicher auf dem richtigen Weg zu sein. Nach kurzen 15 Minuten Fußmarsch war dann auch ich im Schlemmer Paradies angekommen. Es wuselte schon überall an den Ständen und es schien mir das die Verkäufer ein gutes Geschäft heute machen würden. Ich konnte die Griechen beim Einkaufen beobachten und es zeigte sich das dabei nicht gehandelt wurde. Die jeweiligen Preise stehen ausgeschrieben und nach dem Wiegen der Ware gibt es einen entsprechenden Preis.

Die Markthalle ist aufgeteilt in verschiedene Bereiche und Warengruppen. Zu Beginn Olivenöl, Käse, Wurst, Nüsse, Honig und Marmelade. Am Außenrand zu diesen Garagentorläden dann Stände mit jeder Menge Obst und Gemüse. Danach folgt ein Hallenbereich mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Fischen, Schrimps, Tintenfischen und Octopus. Muscheln habe ich keine gesehen. Im Anschluss an die Halle gibt es nochmals einen sehr großen Außenbereich auf welchem jede Art von Gemüse und Frucht angeboten wird. Einfach toll hier durch zu schlendern und einzukaufen. Dies hat Xiangyang dann auch wieder getan und einige Leckereien in den jeweiligen Bereichen gekauft. Allerdings völlig losgelöst von mir, was auch gut war.

Nachdem Markt bin ich quer durch die Stadt zum Railway Park gegangen. Unterwegs zum Railway Park trifft man immer wieder auf schöne Kirchen. Zwei davon habe ich mir auch angeschaut. Am Railway Park angekommen sieht man schnell warum dieser Park diesen Namen trägt. In diesem Park stehen alte ausrangierte Züge und Lokomotiven. Hauptsächlich alte Dampflokomotiven welche in Griechenland im Einsatz waren. Dazwischen befindet sich auch ein Bahnhofsgebäude in welchem man jetzt Essen und Trinken kann. Fahrkarten gibt es keine mehr. Im Park ist auch allerhand für die Kids geboten. Verschiedene Spielplätze sorgen dafür das Eltern hier ihre Kids freien Lauf geben können ohne der Gefahr von Autos angefahren zu werden.

Am Ende des Railway Parks angekommen ist es nicht mehr weit bis zur großen Marina und dem Fährhafen von Kalamata. Ich bin noch zur Marina gegangen und habe die schönen Segelboote mir angeschaut. Alles ist noch beschaulich und ein wenig im Winterschlaf. Trotzdem oder gerade deshalb sehr schön.

Danach habe ich mich wieder Richtung Sprinter zurück bewegt und dort noch auf Xiangyang gewartet. Wir haben dann Kalamata verlassen und ca. 10 km weiter an der Küste angehalten und Xianygang hat uns ein leckeres Mittagessen zubereitet. Da heute der letzte Tag des Chinesischen Neujahrsfest ist, musste es schon etwas leckeres sein. Wir hatten sehr schmackhafte frische Schrimps, delikaten Schweinbraten, saftige Tomaten und Gurken sowie frische Erdbeeren zum Nachtisch.

Nach dem Mittagessen setzten wir unsere Reise weiter zum Zielort Kardamili. Dieser schöne Ort ist bekannt geworden durch den US Spielfilm von 2013 „Before Midnight – Vor Mitternacht“. Da Xiangyang diesen Film sehr mag, mussten wir hier Station machen. Am Ortsende von Kardamili haben wir einen wunderschönen Übernachtungsplatz an einem kleinen Fischerhafen gefunden. Wir sind alleine und genießen die Ruhe und Schönheit dieses Ortes. Der Übernachtungsplatz selbst ist nicht groß und bietet nur Platz für wenige Camper. Im Sommer geht mit Wohnmobilen überhaupt nichts, denn dann sind Pkw’s hier geparkt, da es auch ein Bootsverleih hier gibt. Jetzt aber genießen wir den Platz und verbringen erstmal eine Nacht hier. Vielleicht bleiben wir auch 2 Nächte, wenn uns niemand verjagt, da morgen schlechtes Wetter sein soll und uns dieser Platz geeignet erscheint diesen Schlechtwetter Tag hier auszusitzen.

Fotos des Tages: Diesmal sehr viele: Sprinter „footprints“ das elektronische Sperrdifferential funktionierte wieder gut. Impressionen vom Markt, Eindrücke aus der Stadt, im Railway Park und an der Marina. Unterwegs beim Mittagsessen, auf dem Weg nach Kardamili und unser Übernachtungsplatz in Kardamili.

Tag 27 / Freitag 23 Februar:

Früh sind wir schon aufgestanden und kurz nach 9 Uhr waren wir unterwegs. Da wir bereits schon in Koroni waren, ich 3 mal und Xiangyang 1 mal, sind wir nicht nach Koroni gefahren sondern unser erstes Tagesziel sollte die kleine Küstenstadt Petalidi sein. Xiangyang hat in Erfahrung gebracht das heute Markttag da sein soll.

Die Strecke führte uns 32 km über schöne kleine Straßen und durch das bergige Hinterland nach Petalidi. In Petalidi angekommen war Xiangyang sogleich im Markt verschwunden. Der Markt selbst war sehr überschaubar und bei weitem nicht so groß wie der zuletzt besuchte Bauernmarkt in Kopanaki. Trotzdem wurde Xiangyang auch hier fündig und beladen mit allerhand Gemüse und Obst kam sie wieder zurück. Beim weiterfahren ins Zentrum des Ortes kamen wir an einem kleinen Fischmarkt vorbei und hier musste ich natürlich anhalten. Auch hier wurde sie wieder fündig und das Fisch Mittagessen war gesichert.

Unser nächstes Ziel sollte der Bouka Strand ca. 10 km vor Kalamata sein. Die letzten 3.5 km zum Strand waren wieder eine echte Überraschung. Unser Mercedes Navi hat eine Route direkt durch die Büsche ( Olivenfelder), auf vom letzten Regen, noch durchnässten Erdwegen gefunden. Teilweise lies sich ein Kontakt mit Büschen und Bäumen nicht vermeiden und eine Sektion ging direkt am Abhang auf einem nassem Feldweg mit der Breite unseres Sprinters entlang. Das nächste Mal muss ich in Google Maps kontrollieren was sich unser Sprinter Navi sich da ausdenkt. Nicht das so etwas nicht auch Spaß macht, aber alles zu seiner Zeit und nicht als Überraschung. Definitiv hätte unser Auto dieses Mal nicht viel größer sein dürfen. Eigentlich war es eine Etappe wie gemacht für den Sprinter Vorgänger, den Ford Ranger.

Am Bouka Beach angekommen waren wir positiv Überrascht. Der Strand ist bestimmt 5 km lang und bietet jede Menge Platz zum freistehen. Ca. 1.5km ist geteert und mit allerhand Strand Infrastruktur (Spielplatz, Sitzbänke, Duschen, Umkleidekabinen) ausgerüstet. In diesem Bereich haben wir auch unser Mittagessen zubereitet. Die Tische und Bänke und die Wasserversorgung ist einfach zu praktisch gewesen. Die restlichen km fährt man dann auf einer Ungeteerten Straße direkt am Strand entlang. Die meisten Womo’s stehen hier auf der Straße. Ich bin jedoch ein Stück auf den Sand gefahren. Dies ging eigentlich ganz gut. Mal schauen wie wir beim wegfahren wieder auf festen Untergrund kommen.

Es war wieder schön einen langen Strandspaziergang zu machen, obwohl die Sonne sich noch nicht so ganz erholt hatte und eine leichte Jacke daher noch notwendig war. Die heutige Nacht verbringen wir bei einem wolkenlosem Himmel mit einem hell leuchtenden Vollmond und gleichmäßigen Meeresrauschen sowie genügend Abstand (>100 Meter) zum nächsten Wohnmobil.

Heutige Fotos: Leckere Tomaten und Fische auf dem Markt in Petalidi, Infrastruktur mit Bänken und Wasserstelle am Bouka Beach. Hier stehen auch etliche Wohnmobile. Kaktus frisst Auto !, Mittagessen, Fischsuppe mit frischem Gemüse. Bilder auf dem Weg zum ungeteerten Teil des Strandes und unser Übernachtungsplatz mit freier Sicht auf das nächtlich beleuchtete Kalamata welches direkt unterhalb der Berge am Meer liegt. Der Vollmond beleuchtet die Szene so dass man auf dem Foto fast meint es wäre Tagsüber.

Tag 26 / Donnerstag 22 Februar:

Der Tag begann wie der gestrige Tag geendet hatte, mit Regen. Somit war keine Eile geboten besonders schnell aufzustehen. Verpassen konnten wir ja nichts. Nachdem Frühstück zeigte der Wettergott sich langsam von seiner besseren Seite. Xiangyang fütterte heute mal nicht die Katzen mit Leckereien sondern die Campingplatz Waschmaschine mit unserer gesammelten Schmutzwäsche.

Danach war es heute Ihr Turn, nachdem ich das gestern bereits getan hatte, dass kleine Städtchen „Finikounda zu erkunda.“ Ich habe mich derweil warm angezogen, mit meinem Kindle in der Hand in den Campingstuhl gewagt und bei leichtem Sonnenschein und frischer Meeresluft an meiner Kriminalgeschichte weitergelesen. Nachdem Xiangyang von Ihrer Erkundung zurückgekommen war, stellte sich das tägliche Mittagszeit Hungersgefühl ein und sie hat dann für uns 2 leckere Fische zubereitet während ich mich um den Salat und die sonstigen Nebenarbeiten gekümmert habe. Gekocht haben wir im Freien, gegessen aber im Van, da mittlerweile ein kühler Wind es leider schaffte die wärmenden Sonnenstrahlen zu besiegen.

Einen möglichen Strandspaziergang haben wir ausfallen lassen und es dann wieder langsam angehen lassen und den restlichen Tag mit süßem Nichtstun, leckerem Kaffee und Kuchen, spannende Filme erstellen sowie lesen verbummelt. Bei solch einem Tagesablauf bekommt man ja schon fast ein schlechtes Gewissen…..

Morgen werden wir aber wieder aktiv sein und zu einem neuen Ziel aufbrechen.

Tag 25 / Mittwoch 21 Februar:

In der Nacht hat es begonnen zu regnen. Als wir aufwachten regnete es immer noch und so war klar dass heute ein Relax Tag auf dem Programm steht.
Gegen 12 Uhr hatte es zu regnen aufgehört und ich bin ins 1km entfernte Städtchen Finikounda gegangen um dort im Supermarkt und der Bäckerei ein wenig einzukaufen. Den Nachmittag haben wir am Campingplatz verbracht. Der Regen legte immer wieder größere Pausen ein, die Temperaturen waren jedoch kühl und so beschlossen wir weiterhin nicht viel zu tun. Xiangyang kochte zu Mittag eine leckere Nudelsuppe mit Shrimps, gegen 16 Uhr gab es die ebenfalls leckeren Süsse Stückchen vom Bäcker und ausser einem Spaziergang von Xiangyang war es dann auch schon was wir heute unternommen hatten.

Tag 24 /Dienstag 20 Februar:

Ich bin erst gegen 9 Uhr heute aufgestanden, da ich die letzte Nacht nicht so gut geschlafen hatte. Keine Ahnung warum. Xiangyang war allerdings bereits schon früh unterwegs und hatte auch beim Bäcker eingekauft. Gemütlich sind wir dann an den Start gegangen und so war es bereits 11 Uhr als wir vom Hafen in Pylos losgefahren sind. Heute war die Fahrstrecke sehr übersichtlich. 20 km von Pylos, zuerst 11km nach Methoni um die Burg anzuschauen und dann die restlichen km zu einem Campingplatz in der Bucht von Finikounda.

Leider war heute am Dienstag die Burg in Methoni geschlossen, so das wir nur ein wenig an der Außenmauer entlang und dem Städtchen selbst spazieren gegangen sind. Allerdings war das nicht so schlimm da wir bereits 2017 mit dem Motorrad hier waren. Die letzten paar Km zum Campingplatz Thines waren nach ein paar Minuten abgespult. Da ab morgen für ein paar Tage das Wetter sehr stürmisch sein soll, haben wir diesen Platz als Basis ausgesucht. Vom Campingplatz aus kann man auch zu Fuß ins nahegelegene Städtchen gehen. Mal schauen. Der Campingplatz ist sehr schön und das ganze Jahr geöffnet. Es befinden sich auch einige Dauer Camper bzw. Über Winterer hier aber zum Großteil ist der Platz angenehm leer. Es sieht auf jeden Fall nicht wie diese Camper Burgen in Spanien, Portugal oder Marokko aus. Es passt und die Duschen sind auf jeden Fall perfekt. Zum Sandstrand sind es nur ein paar Schritte, jedoch ist es deutlich zu kalt im Wasser um zu schwimmen.

Neben uns stehen auch zufälligerweise unsere Reisefreunde Hanna und Rembert mit Ihrem Van. Xiangyang hatte sich nach unserem Mittagessen gleich mit Finnischen Campern angefreundet und gefragt was für ein seltsames Spiels sie da gerade spielen. So etwas hatten wir noch nie gesehen. Es sah nach einer Art Kegeln aus. Ist aber doch ein wenig anders und nennt sich Mölkky (www.molkky.com) und ist ein finnisches Wurfspiel aus Holz. Es ist eine Mischung aus Kegeln und Boule und anderen Regeln. Es ist sehr leicht zu lernen, die Regeln sind einfach und macht sehr viel Spaß wenn es in einer Gruppe gespielt wird. Die Finnen hatten sogar ein Extra Spiel dabei und es uns ausgeliehen. Zusammen mit Hanna, Rembert und uns zweien bildeten wir eine lustige Gruppe und hatten viel Spaß, besonders als wir die Zielgenauigkeit mit einer Flasche Rotwein verbesserten.

Nach dieser lustigen Zeit wurde es auch wieder merklich kühler da die Sonne sich wieder hinter dem Horizont versteckte. Nach einer schönen Dusche haben wir dann auch den Abend schön gemütlich ausklingen lassen.

Da wir gestern und heute nur wenig km gefahren sind ist unsere LiFePo Batterie während dem Fahren durch den Ladebooster nicht vollständig geladen worden. Da Xiangyang zudem die letzten 2 Tage fleißig gekocht hat, bin ich mal gespannt wie lange unsere Batterie die nächsten Tage bei Regenwetter (ohne Solarenergie) es mit macht oder ob wir uns doch ans Landstromnetz anschließen müssen ?

Die Burg von Menthoni, Zubereitung unseres Mittagessen und Xiangyang beim Mölkky spielen. Sie gewann 2 von 4 Spielrunden.

Tag 23 / Montag 19 Februar:

Heute sollte ein aktiver Tag sein. Von unserem Übernachtungsplatz ging es nur 21 km zum Naturschutzgebiet an der „Schweinebucht“ oder auch auf griechisch Voidokilias genannt.

Am Nordufer darf man parken allerdings nicht übernachten, trotzdem tun dies einige obwohl hier sogar Schilder stehen und auf diesen auch heftige Strafen (673€ !?) für Camping angedroht werden. Wir haben einige Stunden dort verbracht. Xiangyang ging auf Flaming Betrachtungstour und ich bin um die Schweinebucht gelaufen um hoch zur Höhle „Nestors Cave“ und zur Burgruine „Palaiokastro“ zu gelangen. Von der Nordseite ist der Aufstieg zur Ruine etwas steiler als von der Südseite. Teilweise ist es auch eine kleine Kletterei, mit Zuhilfenahme von in den Fels eingelassenen Steigeisen und Stahlseilen. Allerdings nur auf eine kurze Sektion und somit ganz gut zu meistern. Von da oben hat man eine wunderbare Aussicht auf die Schweinebucht und die umliegende Landschaft bis nach Pylos.

Von der Nordseite der Schweinebucht ging es an die Südseite. Dort haben wir auch direkt am Sandstrand unser Mittagessen gemacht. Es gab gekochte und dann angebratene Spinatblätter mit Souflaki und Schweinelende. Sehr lecker von Xiangyang zubereitet und mit Chinesischem Gewürz optimiert.

Von diesem schönen Platz, an welchem auch Übernachten in der Vorsaison geduldet ist, ging es dann weiter nach Pylos. Anmerken will ich noch das sehr oft in der Schweinebuchtgegend in Fahrzeuge eingebrochen wird während die Insassen am Strand oder beim wandern sind. Daher haben wir uns auch mit der „Bewachung“ unseres Sprinters abgewechselt. Wobei beim Kochen dies nicht notwendig war, da der Sprinter ja neben uns stand.

In Pylos haben wir nach einem kurzen Supermarkt Besuch am Hafen direkt neben Hanna und Rembert geparkt. Die beiden haben wir auch beim wandern in der Ochsenbauchbucht schon getroffen. So klein ist der Peleponnes. Man läuft sich quasi ständig übern den Weg. Was aber auch sehr schön ist. Hier bei den Jachten und Fischerbooten werden wir die Nacht verbringen. Xianygang hat sogar 2 Jacht / Katamaran Eigner interviewen können. Es ist ein Ort der Xiangyang sehr gut gefällt.

Tag 22 / Sonntag 18 Februar:

Da wir heute schon früh in Kopanaki auf dem Bauernmarkt sein wollten, sind wir bereits um 7:30 Uhr aufgestanden und nach einem kurzen Frühstück, jedoch nicht ohne einer Verabschiedung von Hanna und Rembert, in Richtung Kopanaki aufgebrochen. Die gesamte Fahrstrecke dahin betrug 40km und schlängelte sich wie am Vortag nochmals 18km ins Tal. Danach waren die restlichen Kilometer bis zum Bauernmarkt wieder auf normalen Landstraßen leicht zu fahren. Erfreulicherweise war es heute nicht notwendig auf einer Naturbelassenen Piste zu fahren.

Der Bauernmarkt in Kopanaki ist immer Sonntags und wir kamen zeitlich genau rechtzeitig an. Die unterschiedlichen Händler hatten noch eine reichliche Auswahl an Früchten, Gemüse, Nüssen, Honig usw. Xiangyang fühlte sich sofort wohl und genoss es Filme zu drehen, Fotos zu schießen und natürlich auch viele frische Dinge zu günstigen Preisen einzukaufen. Unter anderem auch ein Stück Spannferkel welches noch schön warm gut verpackt bei uns im Sprinter verstaut wurde. Dies sollte das Mittagessen allerdings nicht überleben…

Danach führte uns der weitere Weg wieder an die Küste. Hier legten wir kurz ein Zwischenstopp an einem „Schloss“ ein. Das Schloss oder vielleicht besser beschrieben als eine kitschige Burg wurde von einer Privatperson gebaut. Da er leider keine gültige Baugenehmigung hatte ist das Gebäude nun nicht nutzbar und er kann von Glück reden, dass er es bislang noch nicht abreißen musste. So ist es eine kleine Attraktion auf dem Weg Richtung Pylos.

Danach folgten wir der Küste noch weiter 13 km um zu unserem heutigen Übernachtungsplatz zu gelangen. Dieser Platz liegt idyllisch direkt an der Küste neben einer kleinen Kapelle ( ohne Bäume auf dem Dach) und kann Platz für vielleicht 5 Wohnmobile bieten. Der letzte Kilometer dorthin führt an Gewächshäusern vorbei, so das man fast meint man sei auf einem Privat Grundstück. Was aber nicht der Fall ist. Auch gibt es keine Verbotsschilder bezüglich übernachten. Was uns überrascht es ist kaum Müll vorzufinden. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass jeder oder fast jeder, seinen Müll wieder mitnimmt. Hier haben wir uns auch unser Mittagessen (Spannferkel mit Salat) schmecken lassen. Nicht weit von unserem Übernachtungsplatz befindet sich in Sichtweite (300 -500 Meter) ein Sandstrand welcher allerdings nicht als sicher angesehen wird. Immer wieder wurden dort Autos aufgebrochen während die Eigentümer am Strand waren. Unser Platz soll aber sehr sicher sein. Dies wurde uns von Einheimischen zugesichert. Zudem sind wir ja immer beim Fahrzeug.

Belohnt wurden wir am Abend mit einem herrlichen Sonnenuntergang direkt vor uns ins Meer.

Fotos vom Sonntags Bauernmarkt in Kopanaki, Illegales Schloss / Burg, Sonnenuntergang 25 km von Pylos entfernt.

Tag 21 / Samstag 17 Februar:

Im Schutze des Nonnenklosters direkt am Eingang zum Kloster auf dem kleinen Besucherparkplatz haben wir eine wunderbar ruhige Nacht verbracht. Was auch perfekt nach dem Aufstehen war das WC Haus mit 2 Pikobello gereinigten Toiletten und Waschbecken inkl. Flüssigseife. Die Nonnen haben wirklich an alles gedacht um Ihre Besucher glücklich zu machen. Direkt neben dem Eingangstor befindet sich zudem eine Trinkwasserquelle aus welcher ich 20 Liter in unseren Wassertank gefüllt habe.

Nach unserem Frühstück haben wir uns dann zur kleinen Kapelle Agia Theodora aufgemacht. Die Entfernung war mit nur ca. 56 km angegeben aber mit einer Fahrzeit von 1 Std und 45 Minuten. Es wurden dann fast 2 1/2 Stunden daraus. Wir sind wie üblich über kleine Landstraßen gefahren, welche scheinbar keine einzige Gerade kannten. Zudem kam eine Passage welche von 950 Höhenmeter auf 750 Höhenmeter in steilen Kehren bergab ging. Im Grude kein Problem allerdings hier ohne Teerbelag sondern nur Erde mit kräftigen Auswaschungen. Wir kamen uns wieder wie in Georgien vor. Mit Leichtigkeit hat unser Sprinter aber auch diese Etappe gemeistert. Es hat sich wieder einmal mehr gezeigt, dass unsere Erfahrung mit dem Ford Ranger hilfreich war. Da sind wir auch die meiste Zeit auf solchen Pisten ohne Allrad gefahren. Die Bodenfreiheit war eher wichtig. Da wir ja keine ausfahrbare Treppe und zudem einen gekürzten Auspuff haben, bringt das ein paar Extra Centimeter Bodenfreiheit. Was ich viel anstrengender empfand waren die kleinen dazugehörigen Ortsdurchfahrten. Passend zu der kleinen Straße nochmals ein wenig enger als üblich. Wirklich viel größer und höher hätte unser Fahrzeug nicht mehr sein dürfen. Aber diese Spannung gehört ja zu solch einer Reise dazu.

Bei der kleinen Kapelle Agia Theodora angekommen haben wir einen schönen Parkplatz direkt am Bachlauf gefunden. Wir waren uns noch unschlüssig ob wir hier übernachten wollten. Natürlich haben wir uns zuerst die kleine Kapelle angeschaut. Aus dem Dach, aus den Wänden und am Giebel der kleinen Kirche der Heiligen Theodora wachsen 17 große Bäume. Unter der Kirche sprudelt eine Quelle.

Die Geschichte dazu geht in etwa so. Theodora lebte vermutlich im 12. Jahrhundert. Theodora war die zweite von drei Töchtern einer armen Familie. Im byzantinischen Reich musste jede Familie einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst schicken. Gab es keine Söhne, konnten die Familien dies durch einen finanziellen Tribut ausgleichen. Theodoras Familie jedoch war so arm, dass sie dies nicht konnte. Um die Familie vom finanziellen Druck zu erlösen, kam Theodora auf die Idee, sich als Mann zu verkleiden und zum Militärdienst zu gehen. Die Familie war zunächst dagegen, aber Theodora setzte sich durch und wurde der Soldat „Theodoris“. Sie nahm viele Entbehrungen auf sich, musste schwer trainieren, um unter den Männern nicht aufzufallen. Eine andere junge Frau, die den Soldaten die Wäsche wusch und auch sonst recht gefällig war, verliebte sich in „Theodoris“, der (die) jedoch natürlich die Liebe nicht erwidern konnte. Die andere Frau behauptete dann, als sie schwanger wurde, „Theodoris“ habe sie entehrt und geschwängert. Der Kommandeur der Truppe verfügte, dass „Theodoris“ die Frau zu heiraten habe. Dies lehnte Theodora natürlich ab. Sie beteuerte erneut ihre Unschuld, ohne aber ihre wahre Identität preiszugeben. Am Abend vor dem Gericht soll sie im Gebet geäußert haben, ihr Grab möge zu einer Kirche werden, ihr Blut zu einer Quelle und ihre Haare zu Bäumen. Das Militärgericht verurteilte sie zum Tode, sie wurde hingerichtet. Als man die wahre Identität der Toten entdeckte, war der Kummer groß. Theodora wurde daraufhin heilig gesprochen, und rund um ihre Geschichte webten sich fortan die Geschichten. So wurde die kleine Kirche der Heiligen Theodora zum großen Wallfahrtsort. Ist die kleine Kirche nicht schon eindrucksvoll genug, so entpuppt es sich beim näheren Hinsehen tatsächlich als ein Naturwunder, das der Wissenschaft Rätsel aufgibt. Weder innen noch außen an der Kirche sind Wurzeln der Bäume zu sehen, die hinunter bis zur Quelle reichen würden. Wäre das nämlich der Fall, hätten diese die Mauern der Kirche längst gesprengt. Das zweite Geheimnis ist das Gewicht der Bäume. Die 17 Bäume erreichen ein Gesamtgewicht von 9,18 Tonnen, was 460 Kilogramm pro Quadratmeter Kirchendach entspricht, das insgesamt ca. 20 Quadratmeter groß ist. Das Dach ist somit einer 4,6fach höheren Belastung ausgesetzt, als es eigentlich tragen könnte. Deshalb werden wohl die mytischen und religiöse Deutungen die Oberhand behalten, und viele Pilger auch weiterhin diesen Ort aufsuchen

Nach dem Besuch der kleinen Kapelle sind wir dem Bach folgend abwärts einem Weg gefolgt, welcher uns zu einer Mühle führte in dieser Mehl gemahlen wird. Gleichzeitig ist der Bereich um diese kleine Wasserbetriebene Mühle auch ein Restaurant mit am offenen Feuer gegrilltem Fleisch und in einem gemauertem Ofen garenden leckeren traditionellen griechischen Speisen. Zudem sind die Besitzer dieses Platzes überaus freundlich, so das für uns sehr schnell klar war hier diese angebotenen Leckereien zu probieren. Wir wurden dabei nicht enttäuscht und genossen unsere Zeit an diesem schönen Ort. Zudem kostet alles zusammen nur 28,50€ Überaus günstig.

Zurück am Wohnmobil lernten wir Hanna und Rembert kennen. Sie reisen wie wir mit einem Kastenwagen über mehrere Monate durch Europa. Wir haben uns auf Anhieb prima verstanden und mit netten Gesprächen und etwas Wein einen lustigen Abend verbracht. Somit war auch klar das wir die Nacht über an diesem Platz geblieben sind.

Die Brücke zur kleinen Kapelle Agia Theodora, die Kapelle, Schwein am Grill, Essen und herzliche Gastfreundschaft.

Tag 20 / Freitag 16 Februar:

Wir hatten eine sehr ruhige Nacht ohne jeglicher Störung auf dem Parkplatz direkt neben dem Eingang zu den Ausgrabungen des Antiken Olympia. Xiangyang hatte ihren Morgen Entdeckung Spaziergang unternommen während ich noch ein wenig weitergeträumt habe.

Nach einem kleinen Frühstück sind wir mit den Personen aus den 2 Belgischen Campern ins Gespräch gekommen. Zuerst dachten wir die 2 Camper gehören zusammen aber dem war nicht so. Die Insassen des einen Campers kamen aus dem französisch sprechendem Teil und die anderen aus dem Flämischen Teil Belgiens. Das ältere Flämische Paar reiste mit 4 Hunden und 1 kleinen Katze in Ihrem 7.5 Meter langem Alkoven Mobil. Das andere Paar reiste mit ihren 4 Kindern, alles Mädchen bereits seit 2 Jahren durch die Welt. Die Mädchen im Alter von 4 bis 13 Jahren werden in Home Schooling unterrichtet und sehr offen erzogen. Auch diese Familie hatte ein 7.5 Meter Alkoven Mobil. Zu diesen 2 Familien hat Xiangyang ein schönes Youtube Video gemacht in welchem die Familien sich vorstellen. Zusehen auf ihrem Youtube Kanal „CamperJoy“.

Nach diesen schönen Gesprächen sind wir dann losgefahren, wobei ich aus Versehen einen Fußweg zur Straße genommen hatte. Naja das kann in der Nebensaison leicht passieren, da ja keine Besucher zur Ausgrabungsstätte unterwegs waren und der Fußweg so breit wie eine kleine Straße angelegt war.

Unser heutiges Ziel sollte das Kloster Sepetou sein. Die Fahrt dahin sollte laut Google 1 Stunde dauern, wobei es bei meiner Cruising Geschwindigkeit 1.5 Stunden wurden. Die Strecke führte wie in Griechenland im Landesinneren üblich über kleine und kurvenreiche Straßen, die sich wie Achterbahn auf und ab durch die Landschaft ziehen. Nur hin und wieder wurde dieses Band unterbrochen von kleinen Ortschaften mit noch kleineren Straßen. Es scheint als stammt die Breite der Ortsdurchfahrten aus einer Zeit als das Auto noch nicht das diese Regionen dominierte. Somit kam immer ein wenig Spannung beim durchfahren dieser Ortschaften auf und weniger auf den kleinen Landstraßen selbst. Immer wieder wurden wir von Menschen freundlich gegrüßt.

Am Kloster Sepetou angekommen wurden wir von sehr freundliche Menschen und einer Nonne begrüßt. Das Kloster zeichnet sich durch eine tolle Lage inmitten des Landes auf dem ersten Fingers des Peleponnes aus. Die Aussicht vom Kloster auf den nahegelegenen Triton Wasserfall ist grandios. Das Innere des direkt an den Felsen angebaute Kloster ist nicht vergleichbar mit unseren Kirchen. Die Holzschnitzarbeiten in der Felsenkirche sind delikat und meisterlich ausgeführt. Wunderschöne Wand-, Deckengemälde und prächtige Ikonen zieren den Kirchen Innenraum. Sonnenlicht, welches farbig durch bunter Deckengläser in das Innere der kleinen Kirche dringt gibt in Verbindung mit dem Geruch von Weihrauch ein mystisches Bild und auch solch ein Gefühl.

Wir verbrachten eine ganze Weile im Kloster selbst und Dank zweier freundlichen Griechinnen konnten wir einiges über das Kloster und die Gegend erfahren. Das Kloster ist ein Frauenkloster, aber leider sprechen die Nonnen kein Englisch. Aber wie gesagt Dank der Hilfe netter Menschen konnten wir doch einiges über das Kloster lernen. Es sind aber auch Priester anwesend, welche den Gläubigen mit Beratung in kirchlichen und weltlichen Fragen zur Seite stehen.

Das Kloster Sepetou (Kloster Maria Himmelfahrt) wurde zwischen 1150-1200 gegründet, das heißt in den Jahren des Patriachats von Ioannis I. Kamatiros. Nach schriftlichen Quellen und Sagen war das Kloster sehr wichtig während der Herrschaft des Byzantinischen Reichs, der Frankenherrschaft und der Türkenherrschaft. Um 1821 war es auch ein Platz von Partisanenführern die hier sich beim griechischen Aufstand organisierten. Im Jahre 1915 wurde das Katholikon des Klosters und viele wichtige Kostbarkeiten durch einen Brand zerstört. Das Kloster wurde aber kurz danach wieder renoviert und bekam dadurch seine heutige Form.

Da dieser Ort und die Gegend um das Kloster so schön ist, fragten wir die Nonnen ob wir auf Ihrem kleinen Parkplatz vor dem Klostereingang übernachten können. Gerne wurde uns dies erlaubt. Darauf hin haben wir unser Mittagessen (In Olivenöl gebratene Lammrippchen) an einem Platz mit einer herrlichen Aussicht einnehmen können. Xiangyang bekam später sogar noch 3 frischgelegte Eier aus dem Hühnerstall des Klosters geschenkt.

Den restlichen Tag verbrachten wir wie üblich mit Lesen und einem kleinen Mittagsschlaf.

Hier noch ein paar wenige Fotos des Klosterbesuchs:

Tag 19 / Donnerstag 15 Februar:

Gestern Abend hatte ich noch Frischwasser nachgefüllt so dass heute morgen nur noch das Abwasser zu leeren war. Nach unserem Frühstück haben wir den schönen Ionian Beach Campingplatz verlassen in Richtung Olympia. 

Da ich nun bereits seit 100 km auf Reserve unterwegs war, ist es Zeit geworden den Tank wieder zu füllen. Kurz vor Olympia befand sich eine Shell Tankstelle an der ich mit V-Power Diesel den Tank wieder auffüllte. Da in Griechenland 1 Liter V-Power Diesel aktuell 1.71€ kostet fällt das einem nicht so schwer wie in Deutschland. Mit diesen Premium Diesel Kraftstoffen welche einen reduzierten Anteil an Biodiesel und zusätzlichen Additive enthalten soll wirksam ein verkoken des AGR Systems und der Einlassventile verhindert werden. Zusätzlich reinigt es die Injektoren und reduziert wohl auch die Anzahl an DPF Regenerationen. Zumindest habe ich das aus unterschiedlichen seriösen Quellen so recherchiert. Allerdings sollte man dann halt auch immer diesen Premium Diesel tanken. Den tatsächlichen Effekt hat man aber erst wohl nach 100000 km. Hier sind eben, oder besser gesagt hoffentlich, die genannten Komponenten noch in einem besseren Zustand als wenn man normalen Diesel mit erhöhtem Biodiesel Anteil tankt. Denn offensichtlich genau dieser Biodiesel Anteil scheint für die hauptsächliche Verschmutzung der zuvor Genannten Komponenten zuständig zu sein. 

In Olympia angekommen haben wir einen ganz praktischen Parkplatz in direkter Nähe zur Archäologischen Städte gefunden. Es ist ein Camping Verbot Schild am direkt davor liegenden Parkplatz angebracht. Ich hoffe mal dass dieses Schild nicht auch für unseren Parkplatz gilt. Aber es stehen bereits 2 Wohnmobile hier und so sollte es eigentlich ok sein. Lassen wir uns heute Nacht mal überraschen. Zu Mittagessen waren wir in „Neu“ Olympia. Fast am gleichen Ort wie 2017 als wir hier mit dem Motorrad waren. Da wir gestern Zuviel zum Mittagessen bestellt hatten, haben wir uns heute deutlich zurückgehalten und waren trotzdem mehr als satt.

Danach sind wir 2 Stunden durch das antike Olympia spaziert und haben diese Geschichtsträchtige Stätte auf uns wirken lassen. Trotz dessen dass ich nun zum dritten Mal hier war, fühlt es sich immer wieder neu an. 

Die Zeit danach haben wir dann mit süßem Nichtstun bei blauen Himmel verbracht bis sich die Sonne wieder hinter dem Horizont verabschiedet hatte.

Fotos: Gut gestärkt mit einem kleinen Mittagessen waren wir bereit für das Antike Olympia, Bilder im Antiken Olympia, Das Bild mit der Liegestütze soll mich an den ersten Besuch 1983 in Olympia erinnern, da war ich noch jung und habe ebenfalls eine Liegestütze auf diesem Antiken Stein gemacht. Übernachtungsplatz fast direkt beim Eingang zum Antiken Olympia

Tag 18 / Mittwoch 14 Februar:

Heute war geplant zum Strofylia National Park zu fahren. Dort im Sumpfgebiet der großen Lagune gibt es einen Salz / Süßwasser See in welchem unzählige Krebse leben sollen. Xiangyang’s Wunsch war das es heute zum Mittagessen frische Krebse gibt. Allerdings war die Hoffnung gedämpft, da im Winter diese Tiere sich ins tiefere Meer zurückziehen um dort dem Frost zu entfliehen.

Die Fahrt dorthin führte wieder über meine „Lieblingsstraße, der E55“. Zum Glück heute nur über ca. 35 km. Den Rest über kleine Landstraßen. Der Strofylia National Park beeindruckt durch tolle Baumlandschaften und eine Sumpfartige Seenlandschaft. Viele Vogelarten finden hier genügend Nahrung und können in diesem Park geschützt die Winterzeit verbringen. Witzbolde gibt es unter den Vögeln auch. Ein kleiner Reiher hat sich einfach auf den Rücken der Schafe gesetzt und sich so durch die Gegend transportieren lassen. Wilde Hunde gibt es wie fast überall auch, jedoch sind die hier im Park besonders freundlich.

Unser erstes Ziel sollte eine kleine Kapelle direkt am See sein. Hier schien es ideal zum fangen von Krebse zu sein. Jedoch außer einem toten Krebs zeigte sich kein weiterer Krebs. So wie es aussah war der arme Kerl an Kälte und nicht im Kampf mit einem Artgenossen gestorben. Xiangyang hatte extra dafür einen rohen Hühnchenschenkel geopfert. In der Türkei und im Norden von Griechenland waren die Krebse ganz verrückt nach rohen Hühnchenschenkel. Hier am See leider nicht. Daher sind wir dem Seeauslauf in Richtung Meer weiter gefolgt um dort evtl. mehr Glück zu haben. Unterwegs dahin konnten wir auf einer Brücke direkt auf einen großen Schwarm Seeeschen blicken. Sie scheinen sich hier im Mischwasser ganz wohl zu fühlen. Aber laut der Info von 2 netten Einheimischen, beißen diese Fische nicht oder nur ganz selten an einer Angel an. Mit einem kleinen Wurf Netz funktioniert das fangen dieser Fische ganz gut, meinten Sie. Dies ist jedoch nicht erlaubt. Was auch richtig ist.

Aber auch hier an der Brücke waren keine Krebse zu sehen, obwohl gerade an diesem Platz es im Sommer von Krebsen wimmeln soll. Somit ging es noch ein Stück Richtung Meer weiter. Aber auch hier hatten die Krebse Glück und Xiangyang Pech. Die Krebse scheinen tatsächlich noch im sicheren Meer in einiger Tiefe zu überwintern.

Nach einem Spaziergang sind wir dann hungrig zurück gefahren. Ein paar Kilometer vor unserem Campingplatz haben wir einen Einkaufs Stopp an einem mittelgroßem Supermarkt eingelegt. Kaum haben wir angehalten sind 2 sehr verschmutzte und zerzauste Zigeuner Jungen um die Ecke gekommen und uns als Opfer auserkoren. Es wurde penetrant nach Geld gebettelt. Da einer der Knirbse eine kleine Eisenstange in der Hand hielt, ist Xiangyang alleine einkaufen gegangen und ich bin beim Auto geblieben. Ich wurde immer wieder von Ihnen angebettelt. Beim Blick in Ihre schwarzen Augen war kein Lachen oder Freundlichkeit zu erkennen. Wer weiß unter welchen Umständen die aufwachsen. Immer wenn ein neues Auto ankam oder jemand aus dem Supermarkt zu seinem Auto ging, waren die 2 Zigeuner Jungs dabei und haben gebettelt. Keiner gab ihnen etwas. Plötzlich hielt ein alter Pickup an der Straße an und die Jungs rannten zu ihm. Als der Pickup wieder wegfuhr waren Sie plötzlich zu dritt. Der dritte war noch jünger und kam sofort zu mir und bettelte wieder und wieder mich um 1 Euro an. Ebenfalls ohne jede Art von Freundlichkeit. Was würdet Ihr machen ?

Zurück am Campingplatz wurde uns bei einem Gespräch mit Kurt den Hilfsplatzwart berichtet, dass an diesem Supermarkt auch vor kurzem ein Carthago Wohnmobil während dem Einkaufen aufgebrochen wurde……

Ausflugsbilder: Bäume im Nationalpark, Witzbold Vogel, Kapelle am See, Seeeschen, Xiangyang beim vergeblichen anlocken, recht großer aber toter Krebs, Krebskanal und Sonnenuntergang am Campingplatz.

Tag 17 / Dienstag 13 Februar:

Warmer Sonnenschein weckte uns und das Meer war auch wieder ruhig. Bestimmt sollte es ein schöner Tag werden.

Nachdem Frühstück sind wir zum Kyllini Beach gefahren. Dort war ich bereits vor ein paar Jahren schon einmal. Der Kilometer lange flache Sandstrand lädt geradezu zum Strandspaziergang ein. Das haben wir auch getan. Da Vorsaison war, waren wir bis auf ein anderes Paar mit Hund die einzigen Strandläufer. Der lange Strand war überraschend sauber, kaum Plastikmüll und anderer Abfall war vorhanden. Der Strand liegt offensichtlich Strömungsgünstig. Unser geplantes Mittagessen in der am Strand liegenden Taverne fiel leider ins Wasser da heute Ruhetag war. Schade, es soll da ganz gutes Essen geben.

Auf dem Weg zurück zum Campingplatz haben wir dafür in Glyfa, dem Ort beim Campingplatz angehalten und in dem Restaurant von Constantine zu Mittag gegessen. Es war mal wieder zu viel was wir bestellt hatten und Geschmacklich ok. Zurück am Campingplatz haben wir noch ein wenig Ball gespielt und ansonsten gelesen und ein wenig Mittagsschlaf gehalten.

Tag 16 / Montag 12 Februar:

Nachdem uns gegen 4 Uhr morgens ein heftiges Gewitter für kurze Zeit geweckt hatte sind wir wieder eingeschlafen und erst gegen 8 Uhr aufgestanden.

Vom Chef selbst wurde pünktlich um 9 Uhr ein frisches noch warmes Brot (. 1.50€) direkt ans Wohnmobil geliefert. Toller Service.

Wie vom Wetterbericht versprochen war der Morgen sonnig, bei blauem Himmel und wieder angenehmen Temperaturen. Erst gegen Nachmittag haben Wolken vom Norden kommend nochmals für ein paar Regenschauer gesorgt. Trotzdem konnten wir heute einen Waschtag einlegen und die Wäsche war auch rechtzeitig getrocknet. Wie alles hier auf dem Campingplatz so sind auch die Waschmaschinen top. 6 Stück Miele Waschmaschinen sorgen für sauber gewaschene Wäsche. Allerdings kostet 1 mal waschen 6€.

Xiangyang hatte einen kleinen Ausflug unternommen und dabei leckere Mini Orangen mitgebracht. Diese hat sie selbst von einem Baum, mit Erlaubnis der Eigentümer gepflückt.

Ich hatte in der Zwischenzeit ein Staunetz im „ Schlafzimmer „ montiert. Ein wenig Gymnastik sowie Fresbee standen noch bei uns auf dem Programm. Ansonsten gab es nichts besonderes zu berichten.


Tag 15 / Sonntag 11 Februar:

Die ganze Nacht hat der Wind heftig geblasen. Da es außerhalb unseres Heims ungemütlich ausgesehen hat sind wir erst gegen 9 Uhr aufgestanden. Nachdem Frühstück hat Xiangyang Unterwäsche gewaschen während ich abgewaschen hatte. Danach haben wir außer Lesen, im Internet zu surfen und faulenzen nicht mehr viel gemacht.
Morgen soll das Wetter sich wieder bessern. Mal schauen was wir dann unternehmen können.

Foto des Tages: ein etwas aufgewühltes Meer



Tag 14 / Samstag 10 Februar:

Heute sind wir nach dem Frühstück und einem kleinen Plausch mit Liza, der Campingplatz Betreiberin, vom Agrilia Beach Camping über Patras zum Camping Ionion Beach gefahren. Die gesamte Fahrstrecke betrug eigentlich nur 201 km war aber trotzdem sehr stressig und hat bis auf die ersten 50 – 60 km überhaupt keinen Spaß gemacht. Das erste Stück ging über kleine so gut wie nicht befahrene Landstraßen über eine Gebirgige Gegend. Teilweise mit skurrilen Steinformationen. Immer wieder begegneten wir Tierherden. Entweder freilaufende oder wilde Schweine, Ziegen, Kühe und Schafe.

Als wir ein Stück Autobahn dann nehmen wollten, kamen wir bereits nach 1 km Autobahnfahrt an eine Mautstelle und mussten 9,50€ bezahlen. Ich fragte für was und mir wurde erklärt für die letzten 20km, von denen wir aber nur 1 km gefahren sind und den nächsten 8 km. Ich war stinksauer für 9 km 9,50€ bezahlen zu müssen. Der Mann an dem Zahlhäuschen entschuldigte sich zwar, das dieses System uns jetzt ungerecht trifft aber ändern kann er es auch nicht.

Ich schor mir dann ab jetzt keine Griechische Autobahn mehr. Somit sind wir nach 8km von der Autobahn abgefahren da ja schon bald danach wohl die nächste Zahl- oder besser Straßenraub Stelle kommt. Somit sind wir über die Landstraße nach Patras gefahren. Überall steht jedoch, es dürfen nur Fahrzeuge bis 3.5t (und erlaubte Fahrzeuge) auf dieser einzigen Verbindung nach Patras fahren. Für uns OK, für andere Womo’s kann das aber ein Problem sein. Die Fahrt über die Landstraße ist ein permanenter Geschwindigkeitswechsel. Immer zwischen 50, 60, 70 und selten 90km/h. Unterbrochen von jeder Menge stationärer Blitzanlagen. Zudem drängelnden Griechische Autofahrer denen man zu langsam ist wenn man wie vorgeschrieben fährt. Man wird dann riskant überholt so das mir zumindest die Galle fast hochkam.

Im Prinzip sind mir 3 verschiedene Autofahrertypen aufgefallen. Jüngere Fahrer und wohl Geschäftsleute welche es immer eilig haben und im Überholverbot und bei Geschwindigkeitslimits überholen. Dann ältere Herrschaften welche älter als ich bin. Die zuckeln gemütlich ohne Stress durch die Gegend. Aber gut aufpassen was sie als nächstes tun muss man ebenso. Und dann gibt es tatsächlich auch ein paar Vernünftige Autofahrer, welche sich an die Geschwindigkeiten und Überholverbote halten. Ansonsten sind mir keine anderen Fahrertypen aufgefallen. Die aus der ersten Gruppe sind aber in der Überzahl und somit kam bei mir auf dieser Strecke nach Patras und auf der Strecke von Patras Richtung Pyrgos keine Freude und Fahrspaß auf. Sobald ich aber wieder auf kleinere Landstraßen abbiegen konnte, beruhigte sich mein Gemüt, da hier die Gruppe 1 Raser kaum anzutreffen sind. Warum wohl ?

So jetzt habe ich mich genug ausgeko..t, aber die Fahrerei heute war keine Freude und dann auch noch zusätzlich die Abzocke durch die Autobahn.

Da die Fahrt auf der Brücke über die Ionische Bucht nach Patras 22€ kosten sollte haben wir uns für die Altmodische, langsame aber mit 11€, halb so teure Überfahrt mit der Fähre entschieden. Ohne Anzustehen konnten wir bei Ankunft im Fährhafen direkt auf die Fähre fahren und 10 Minuten später tuckerte die Fähre auch schon Richtung Patras. Während Xiangyang die Aussicht von der Fährbrücke genoss habe ich mich nach einer Mercedes Benz Werkstatt in Patras umgeschaut und diese gleich ins Navi programmiert. Unsere Sprinter hätte nach nun 13500 km nun gerne etwas Motorenöl. Es gab keine Warnmeldung aber laut der elektronischen Ölstands Anzeige war Minimum erreicht und das Display meinte ich solle 1 Liter Öl nachleeren. Witzig ist das bereits bei Kauf die Ölstands Anzeige immer etwas über dem Minimum war. Also hatte Mercedes wohl nur das nötigste eingefüllt. Ich hatte bei Mercedes nachgefragt und die sagten mir das ist normal ???? Auf jeden Fall bekam ich in der Mercedes Niederlassung Patras genau das ÖL was vorgeschrieben ist und ich habe mal 0.5 Liter eingefüllt. Jetzt ist alles wieder im ganz leicht im grünen Bereich, so wie es seit Kauf war. Aber eben nicht voll laut Display. Ich schau mal wie lange die 0.5 Liter halten. Wenn es wieder 13000 km sind ist das wohl OK.

In Patras haben wir auch gleich noch zu Mittag gegessen. Xiangyang hat ein Chinesisches Restaurant ausfindig gemacht. Wir haben dann am Hafen geparkt und sind Richtung Restaurant gegangen. Unterwegs kamen wir noch an einer herrlichen Orthodoxen Kirche vorbei. Diese soll wohl die größte im Balkan sein. Auf jeden Fall war sie von Außen wie von Innen sehr schön.

Das China Restaurant war eher einfach gehalten, hat dafür aber ganz OK gekocht. Die Chinesische Küche ist bei den Griechen wohl weniger beliebt. Man findet kaum Chinesische Restaurants. Da sind die Italiener deutlich besser aufgestellt. Da heute Chinesisches Neues Jahr (Jahr des Drachen) gefeiert wird, haben wir unter anderen Gerichten auch traditionelle Jiaozi bestellt.

Nachdem Essen und dem Spaziergang zurück zum Auto ging es weiter, wie oben schon beschrieben entsprechend unentspannt, Richtung Pyrgos. Gegen 17 Uhr sind wir dann am Campingplatz Ionion Beach angekommen. Es ist wirklich ein sehr schöner Campingplatz. Alles ist top, selbst das Internet ist sehr schnell. Hier erholen wir uns jetzt, bzw. machen Urlaub. Erkunden vom Campingplatz aus die Gegend. Sozusagen ist er jetzt für eine Weile unsere Home Base.

Frisch geduscht und wieder etwas relaxt beginnt der Erste Abend. Wobei heute Nacht und Morgen Windgeschwindigkeiten bis 50 – 60km/h erwartet werden. Wir werden auf jeden Fall nur die Schiebetüre öffnen.

Foto des Tages: Schwein gehabt…., Fährüberfahrt nach Patras, Othodoxe Kirche in Patras, China Restaurant mit Chinesisches Neues Jahr Essen auf dem Peleponnes, Leuchtturm von Patras, Katzenheime im Park am Hafen von Patras, am Starnd und auf dem Campingplatz Ionion Beach

Tag 13 / Freitag 9 Februar:

Nach dem Frühstück beschlossen wir weiterzuziehen. Das Wetter soll noch ein paar Tage sonnig bleiben und das möchten wir ausnützen. Wenn es etwas schlechter wird wollen wir auf dem Peleponnes auf einem Campingplatz in der Nähe einer Stadt sein und mehrere Tage nichts tun.

Wie lange wir heute fahren würden war unklar. Hätte es uns beim Gialos Beach gut gefallen so wären wir evtl. dort geblieben. Der Gialos Beach lag nur ca. 10 km entfernt. Die Fahrt dorthin war nicht ganz ohne. Große Wohnmobile haben bei dieser Strecke keinen wirklichen Spaß. Zum einen geht es ca. 1 km fast nur als Einbahnstraße von der Hauptstraße weg zur eigentlichen Strandstraße. Kommt da jemanden entgegen muss einer bis zu einer Haltestelle rückwärts fahren Zum anderen sind die danach folgenden 3.5 km nach unten zum Strand extrem steil. Eine Angabe wieviel % gibt es allerdings nicht. Des weiteren ist die Strecke mit sehr engen Kehren gespickt so dass 7 Meter Mobile hier evtl. nicht auf einmal um die Kehre kommen und dann rückwärts rangieren müssen. Je nachdem von welcher Richtung von oben oder von unten kann das spaßig werden. Vor allem wenn man nur Frontantrieb hat. Für uns war es allerdings problemlos. Beim Hochfahren habe ich zum testen an einem Steilstück auf losem Schotter angehalten und bin dann wieder angefahren. Kurz haben die Hinterräder durchgedreht, dann hat die Elektronik aber irgendwie das Problem gelöst und es ging problemlos und sicher weiter.

Wenn man unten am Strand ankommt erschrickt man zuerst, starke Unwetter haben den Strand und die Fahrstrecke unterspült und aus dem sonst wohl einfach zu fahrendem Strandweg eine wahre Offroad Strecke gemacht. Dementsprechend sind wir auch nicht allzu weit den Strand entlang gefahren. Unser Sprinter hätte mehr geschafft aber es hat uns auch nicht besonders gefallen. Die Unwetterschäden sind immens und die Griechen werde fleißig arbeiten müssen, dass bis zur Hauptsaison alles wieder befahrbar ist.

Somit war unser Ziel die Inselhauptstadt Lefkada. Immer an der Westküste entlang, mit tollen Ausblicken ging es kurvenreich, auf und ab bis nach Lefkada Stadt. Dort haben wir auf einem zentral liegendem Parkplatz geparkt und uns aufgemacht ein wenig die Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Viel gibt’s eigentlich nicht. Eine Holzbrücke, eine Drehbare Brücke welche jede Stunde schwenkt damit die Boote durch den Kanal kommen und ein großes Fort. Xiangyang ist bis zum Fort zu Fuß, ich nicht. Ich habe unser Mittagsessen vorbereitet. Zwei schöne Steaks in Olivenöl, Knobi und Rosmarin eingelegt und dann in einer Plastiktüte ziehen lassen. Nachdem ich auch eine obligatorische Runde zu Fuß gedreht habe, bin ich zum Fort gefahren um Xiangyang abzuholen.

Danach waren wir noch eine Stunde unterwegs bis zu unserem dann als heutiges Ziel definierten Platz. Ein schön gelegener Camperstop direkt am Meer, sehr ruhig da außer uns nur 2 andere Vans sich hierher „verfahren“ haben. Da das Wetter sehr schön war, habe ich die Steaks im Freien zubereitet und wir haben auch im Freien gegessen. Gleichzeitig haben wir auf das Neue Chinesische Jahr, das Jahr des Drachen angestoßen. Ungewohnt für uns das Chinesische Neue Jahr ohne selbstgemachte Jiaozi zu feiern. Aber die Steaks waren auch ganz prima. Wenigstens ein kleiner Trost.

Xiangyang hat dann versucht schwimmen zu gehen, kam aber nach kurzer Zeit zurück und meinte die Wassertemperatur ist doch zu kalt. Das konnte ich nachvollziehen. Mich hat es schon beim Anblick des Meers zu dieser Jahreszeit gefroren.

Unser Abendprogramm ist entspannt und relaxt. Morgen soll es dann auf den Peleponnes gehen. Mal schauen.

Foto des Tages: Sandstrand vom Gialos Beach, Sprinter parkt bei den Unwetter Zerstörungen, Lefkada Stadt mit Holzbrücke und Sprinter fährt von der Drehbrücke, Übernachtungsplatz am Agrilia Beach mit Steak zubereiten und Sonnenuntergang bei welchem der Stern um die Sonne kreist…..

Tag 12 / Donnerstag 8 Februar:

Es war eine ruhige Nacht in welcher wir gut geschlafen haben. Xiangyang hat nach dem Frühstück zum Abschied den Katzenclan mit den Resten unseres Omelette gefüttert und ich habe das WC gereinigt…. Gegen 9:30 Uhr und 20€ leichter (15€ wäre der Platz im Winter höchstens Wert gewesen) sind wir dann gemütlich losgefahren.

Unser erstes Ziel heute war der Südlichste Punkt von Lefkada, der Leuchtturm an der Südspitze der Insel. Die Entfernung dahin beträgt nur 33km aber aufgrund der kleinen Straßen entlang der Küste, welche zum Teil 1 und ein bissle Spurig sind, ist man 1 Stunde unterwegs. Die Fahrt erfordert etwas Konzentration, da Stellenweise Fahrfehler fatal enden würden. Jedoch wird man mit spektakulären Aussichten über die Inselwelt des Ionischen Meers belohnt.

Am Leuchtturm Parkplatz angekommen muss man einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm hoch unternehmen. Aber auch dafür wird man wieder mit einer herrlichen Aussicht belohnt.

Die Süd Westküste von Lefkada ist gekennzeichnet von einer senkrecht abfallenden Steilküste. Völlig anders als die Ostküste. Wir meinen, viel schöner als die Ostküste. Die Bebauung ist aufgrund des schwierigen Geländes zudem nur minimal. Hin und wieder sieht man eine Villa an einen der perfekten Stellen hingebaut. Aber überhaupt nicht störend. Die Natur dominiert die Südwest Seite.

Unser zweites Ziel sollte Porto Katsiki sein. Nur 15 km entfernt vom Leuchtturm. Aber auch dafür waren wir viel länger als das Navi meint unterwegs. Immer wieder gibt es Haltebuchten von denen man auf das weit untenliegende Meer blicken kann. Das Meer erstrahlte in sämtlichen Blau Schattierungen die man sich nur vorstellen kann. Von Hellblau, Türkis bis Tiefblau in der Ferne. Einfach überwältigend. Aber diese Ausblicke sollten noch getoppt werden.

Als wir am Porto Katsiki ankamen waren wir total geflasht was die Natur hier geschaffen hat. Eine bestimmt 300Meter lange Bucht mit einem Sandstrand direkt unterhalb einer Steilküste, mit einem Meer welches wie zuvor das Farbenspektrum Blau zu sprengen versuchte. Wir waren zu diesem Zeitpunkt ganz alleine. Da Mittagszeit war hat Xiangyang wieder was leckeres gezaubert. Wir konnten die Bänke und Tische nutzen welche normalerweise von Touristen belegt sind. Aber eben jetzt im Februar noch nicht. Auch alle Imbiss Buden waren geschlossen. Im Sommer steppt hier bestimmt der Bär. Aber im Februar ist es traumhaft.

Nach unserem Mittagessen habe ich unseren Sprinter etwas oberhalb am Parkplatz auf die beste Position gestellt. Mit dem Ergebnis einen Ausblick aus der offenen Schiebetür zu haben, welcher mit zu den schönsten auf unseren Reisen gehört. Hier haben wir auch den Mittag verbracht. Xianygang ist zum Strand hinunter gegangen und ich habe mit der Drohne versucht diese Szenerie einzufangen. Kurz vor Sonnenuntergang haben wir nochmals die Drohne gestartet und wunderschöne Aufnahmen bekommen. Xiangyang wird diese in einem Ihrer Videos verwenden. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr alleine 3 weitere Vans haben diesen herrlichen Flecken entdeckt. Aber es ist genügend Platz für alle.

Mit tollen Eindrücken und einem guten Glas Wein beenden wir nun bald diesen schönen Tag.

Fotos: Am Südlichsten Zipfel von Lefkada, dem Leuchtturm, Aussichten auf dem Weg zum Porto Katsiki, am Porto Katsiki angekommen, Mittagessen und Sonnenuntergang am Porto Katsiki und Drohnen Fangen…..

Tag 11 / Mittwoch 7 Februar:

Es war eine angenehme Nachtruhe. Kein Hundegebell oder sonstige Geräusche störten unseren Schlaf. Nach dem Frühstück unternahmen wir eine kleine Wanderung zum Eingang der Schlucht. Diese mussten wir aber schon bald abbrechen da es für uns wegen dem hohen Wasserstand unmöglich war einen Bach zu überqueren. Im Sommer gibt’s diesen Bach überhaupt nicht. Überall waren abgestorbene, umgestürzte und gefällte Platanen Bäume zu sehen. Scheinbar ist vor 1 (?) Jahr diese Baumkrankheit ausgebrochen, welche sehr viele Platanen befallen hatte. Rettungsaktionen sind misslungen und die meisten der oft mehrere 100 Jahre alten Bäume sind abgestorben. Als wir vor 1 1/2 Jahren bereits hier waren, ist noch nichts von dieser Baumkrankheit zu erkennen gewesen. Wirklich schade was geschehen ist, den die Bäume mit Ihren Ahornförmigen Blätter sind sehr schön.

Unser nächstes Ziel war die Insel Lefkada. Es ist eine Insel welche man über einen Damm erreichen kann. Die Stadt Lefkada erschreckte uns mit Mega viel Verkehr. Überhaupt war fast die gesamte Strecke an der Ostküste in den Süden der Insel mit Hotels und Ferienwohnungen gepflastert. Was ist hier wohl im Sommer für ein Verkehrschaos? Deshalb, wenn es machbar ist, Griechenland im Sommer eher nicht besuchen. 

Nach mehreren Tagen Freistehend war es mal wieder Zeit für einen Logistischen Campingplatz Besuch. Daher sind wir im Südosten der Insel auf einen Campingplatz gefahren. Im Moment der einzig geöffnete Campingplatz auf Levkada. Er liegt in einer abgeschiedenen Bucht ohne den ganzen bisher erlebten Rummel. Zur Zeit ist er aber in einem Minimal Modus oder besser gesagt in einem Dornröschen Schlaf. Aber wenigstens funktionieren die Duschen ganz gut. Die meisten Campingplatz Bewohner neben uns und noch 3 weiteren Campern sind ein Groß Clan an freilaufenden Bettelkatzen. Man kann schon fast von einem aggressiven Verhalten dieser Tiere sprechen und das obwohl sie nicht verhungert aussehen. Viel zu tun gibt’s hier auch nicht. Somit planen wir morgen weiter zu fahren. Achso, 20€ ohne Strom ist in der jetzigen Zeit, bei sonst Null Service auch nicht günstig. 

Das Abendprogramm ist den Temperaturen geschuldet immer noch im kuscheligen Heim. Ich freue mich schon auf die Zeit, wann man Abends noch ein wenig draußen sitzen kann.

Acheron im Winter und ein weiblicher „Tarzahn“, abgestorbener Platanenbaum, Campingplatz Stellplatz heute Nacht unter 2 mächtigen Olivenbäumen. Abendessen, die Tintenfische von gestern mit Nudeln, Im Winter einsame Bucht im Südosten der Insel, Katzenbande

Tag 10 / Dienstag 6 Februar:

Aus irgendeinem Grund hängt Google Maps, den kleinen Zipfel nach Igoumenitsa an.

Als ich um 8 Uhr die Schiebetüre öffnete um zu sehen ( alle Scheiben waren von außen angelaufen) wie hoch die Sonne bereits steht, war die Überraschung groß. In nächster Nähe zu unserem Auto stand die Pferdeherde von gestern und schaute genau so überrascht zu mir rüber wie ich zu ihnen. Nachdem ich dies Xiangyang gesagt habe dauerte es keine Minute und mein kleiner Fotograf war draußen um bei dem frühen Sonnenlicht Schöne Videos und Fotos aufzunehmen.

Ich habe in der Zwischenzeit unser Frühstück vorbereitet und ihr die Zeit gegeben, welche sie für ihr Hobby benötigt. Nachdem Frühstück haben wir uns auf den Weg nach Parga gemacht. Parga soll ein recht nettes Küstenstädtchen mit einer Festung sein. Nach nur 22km gemütlicher Fahrt über die kurvenreiche Küstenstraße, welche uns aber mit herrlichen Ausblicken belohnte, waren wir schon bald in Parga. 

Die anschließende Fahrt zu einem kostenlosen Parkplatz erwies sich aber als ein wenig spannend, da dass Navi uns durch enge gewundene Sträßchen führte die gerade so für unser Auto gedacht waren. Der gefundene Parkplatz sah dann eher wie ein Schrottplatz für alte Boote und Autos aus. An Übernachtung nach einer Ortsbesichtigung war somit nicht zu denken. Ansonsten hat Parga nur teure Bezahl Parkplätze, welche zudem auch noch wegen Offseason gesperrt sind.

Parga selbst ist schon ein Bilderbuch Städtchen. Eine schöne gepflegte Strandpromenade mit unzähligen Tavernen und Bars. Natürlich jetzt noch fast alle geschlossen. Einen schönen gepflegten Stadtstrand in einer halbkreisförmigen Bucht mit kleinen vorgelagerten Inseln auf denen zudem noch kleine weiße Kapellen zu sehen sind. Das Ganz Umgeben von einer Felsküste über der eine alte Festung thront. Unterhalb der Festung bis zur Promenade hinunter, zieht sich am Hang entlang Praga. 

Wirklich alles sehr schön, vor allem bei dem aktuell herrlichen Wetter und den nicht vorhandenen Touristen. Ich mag nicht wissen wollen was hier in der Hauptsaison los ist.

Xiangyang hat sich dann am Strand und auf dem Pier mit Einheimischen unterhalten während ich nach oben hoch durch enge steile Gassen zur Festung gelaufen bin. Von da oben sah die Bucht, der Strand, die Inseln, die Farbe des Wassers und eben alles noch perfekter aus. Fast schon ein wenig kitschig.

Nach Praga ging es weiter in Richtung zur Quelle des Acheron Flusses. Unterwegs dahin legten wir einen Stopp an einem kleinen Cafe Plantana ein, bei welchem wir mit den Besitzern Nektarina und Nico sowie Ihrem Freund Panagnotis in sehr nette Gespräche kamen und auch ein Mittagessen (alles Bio aus Eigenproduktion) einnahmen. Zudem kauften wir leckere Hausgemachte Quiten, Feigen und Mandarinen Marmelade, ein wenig eigenes Olivenöl sowie einen sehr leckeren Walnusslikör. Als wir gerade gehen wollten kam 1 Paar an, Sie aus Magdeburg und Er Griechischer Fischer. Xiangyang fragte sofort ob er ein Fischgeschäft hat und er meinte in seinem kleinen Kühltransporter hat er fangfrische Tintenfische und Octopus. Sofort war zwischen ihm und Xiangyang ein Geschäft gemacht und freudig kam sie mit einer Tüte frischen Tintenfischen an.

Unsere Fahrt ging dann noch ca. 13 km weiter bis zum Parkplatz am Eingang zur Acheron Schlucht. Hier haben wir bereits vor 1 1/2 Jahren schon mal übernachtet und dabei auch die Schlucht erkundet. Dazu muss man im Wasser waten und teilweise auch schwimmen. Im Sommer ist die Wassertemperatur irgendwo bei 15 Grad, jetzt sind es vielleicht 5 Grad. Aber dieses Mal ist klar, wir wandern nicht in die Schlucht. Genießen dafür den schönen Schlafplatz direkt am klaren Fluss. Nur 1 weiteres Wohnmobil hatte sich hierher verirrt. Im Sommer ist dieser Platz überfüllt.

Xiangyang hat noch schnell die Tintenfische im Fluss zerlegt und anschließend haben wir sie nochmals mit frischem Wasser abgewaschen und in unser Gefrierfach gelegt. Demnächst werden sie bestimmt lecker zubereitet.

Nachdem sich die Sonne nun auch hinter den Felswänden versteckt, verziehen wir uns auch wieder in unser Heim und lassen den Abend am Feuer … Heizung 😉 gemütlich ausklingen.

Zur Info: 

Der Name Acheron wurde wohl von ἄχος áchos, deutsch ‚Schmerz, Kummer‘, abgeleitet. Entsprechend gilt Acheron als Fluss des Leides, des Schmerzes und auch als Totenfluss, über den die Seelen der Toten übergesetzt werden oder den sie durchschwimmen müssen.

Unsere Tages Fotos: Pferdestärken oben am Berg, Praga Gratis Parkplatz, Praga von unten und oben von der Festung. Mittagessen im Café Plantana und am Acheron.

Tag 9 / Montag 5 Februar:

Wir haben beide relativ schlecht geschlafen. Immer wieder sind wir aufgewacht. Vielleicht lag es an dem schweren Abendessen oder der Unruhe durch einige Fahrzeuge welche über den Parkplatz fuhren. Etwas müde sind wir dann gegen 8 Uhr Ortszeit ( 7 Uhr unserer Zeit) aufgestanden und sogleich ohne Frühstück vom Hafengelände gefahren.

Unser Ziel für das Frühstück sollte oben auf einem nahe gelegenen Berg Plateau liegen. Die Fahrstrecke dahin beträgt ca. 21 km oder ca.30 Minuten. Auf der Fahrt dahin habe ich auch gleich noch unseren Sprinter voll getankt. Da hier Shell V-Power Diesel „nur“ 1.74€ / Liter kostet habe ich unserem Reisegefährten zur Abwechslung mal etwas besseren Treibstoff spendiert. Der normale Shell Diesel hätte 10 Cent / Liter weniger gekostet.

Nach ein paar weiteren km haben wir die Küstenstraße verlassen und sind zu Beginn noch auf einer Asphaltierten, dann einer Schotterstraße mit zusätzlich ( als Stabilisierung) an den Steilstücken aufgebrachtem Beton, einen doch recht steilen Weg zum gewünschten Plateau hoch gefahren. Mit einem größeren Wohnmobil oder mit Vorderrad Antrieb wäre es wohl recht spannend, auch wegen den engen Kehren, geworden. Aber wie wir schon bei unserem Ford Ranger erlebt haben, kommt man auch ohne eingeschaltetem 4*4 und nur mit einem Hinterradantrieb recht weit. Solange man genügend Power und Grip hat. Somit sind weiterhin viele schöne Plätze für uns auch ohne Allrad erreichbar. Ein wenig Bodenfreiheit hat ja unser Sprinter auch, vor allem ohne die Elektrische Trittstufe und Dank dem ab geflextem Auspuffendstück. Zudem halt ebenso noch eine langsame und vorausschauende Fahrweise.

Der gewählte Platz ist wirklich wunderschön. Man hat eine freie 360 Grad Rundumsicht. Wobei annähernd 270 Grad spektakuläre Ausblicke auf das Meer mit seinen unzähligen Buchten und die Insel Korfu bieten. Die restliche Ausblicke gehen in Richtung noch höhere, in der Ferne liegenden Berge, von denen die höchsten immer noch Schneebedeckt sind.

Kurz vor dem erreichen des Plateaus sind wir durch 2 Kuhherden und eine Gruppe von freilaufenden Pferden gefahren. Wirklich Natur pur und das nur 21 km von Igoumenitsa entfernt. Kalimera, schon jetzt zeigt sich Griechenland von seiner schönsten Seite.

Direkt nach unserer Ankunft haben wir kurz die Drohne gestartet um diese Aussicht im Film festzuhalten. Das dann endlich folgende Frühstück hat dann auch noch viel besser geschmeckt.

Xiangyang hat im Anschluss daran eine kleine Fotosafari unternommen, während ich die Ruhe beim lesen und schreiben dieser ersten Zeilen genießen konnte. Während ich jetzt hier so sitze liegt unter mir das Ionische Meer mit seiner Inselwelt und ich kann Anfang Februar bei zartem Sonnenschein diesen Anblick genießen. Es hat sich wahrlich gelohnt in Altersteilzeit zu gehen und die Möglichkeit zum Reisen zu besitzen.

Die Luft ist bereits vom Summen zahlreicher Bienen erfüllt und auch schon die ersten bunten Schmetterlinge hüpfen von einer kleinen gelben Blumen zur nächsten.

Bald schon wurde es Zeit zum Mittagessen. Dank unserer neuen 200Ah LiFePo Batterie haben wir bislang keine Energie Probleme. Was wir Tagsüber und Nachts verbrauchen lädt der Ladebooster mit 50A pro Stunde schnell wieder bei einer Weiterfahrt nach. Alternativ haben wir auch schon unserer 200W/P Faltsolarpanel getestet. Da wir dieses optimal zur Sonne ausrichten können, bringt es auch jetzt im Winter schon bis zu 140 W/P. Und so können wir ohne Probleme mit unserem mobilen Induktionskochfeld leckere Gerichte zubereiten. Heute ein Fischgericht mit angedünsteten Zwiebeln und Soße sowie Tomatensalat dazu.

Den Mittag haben wir dann relaxt. Darin bekommen wir jetzt direkt schon ein wenig Übung. Xiangyang hat einen Mittagschlaf gemacht und ich im Campingstuhl gemütlich gelesen sowie mit dem Fernglas den freilaufenden Pferden, Raubvögeln und Kühen zugeschaut. Durch die Höhe von ca. 700Meter auf welcher wir uns befinden ist es ab 16 Uhr schon merklich kühler geworden und nach und nach haben wir uns ins innere unseres rollenden Heimes verzogen. Zum Sonnenuntergang, welcher heute über der Insel Korfu erfolgte, war ich aber nochmals im Freien.

Das Abendprogramm wird heute kürzer da wir beide doch etwas müde noch von der gestrigen Nacht sind und verabschieden uns hiermit.

Tag 8 / Sonntag 4 Februar:


Heute sind wir früh, um „7“ Uhr beide aufgestanden. Der Grund war dieses Mal aber nicht der Sonnenaufgang sondern die restlichen 100km nach Bari. Diese wollten wir auf zuerst kleinen Straßen entlang der Küste zurück legen. Dabei verläuft die Straße durch ein Naturschutzgebiet mit sumpfähnlichen Wasserflächen. Darin finden überwinternde Flamingos genügend Nahrung. Allerdings war es schwierig anzuhalten, da es kaum Parkmöglichkeiten gibt. Zudem kommen von hinten und vorne immer wieder Autos. Trotzdem haben wir eine Stelle gefunden und mit eingeschaltetem Warnblinker habe ich dann angehalten. Es ist überraschend wie dicht an der Straße die sonst so scheuen Flamingos ihrem Frühstückt nach gehen. In anderen Ländern haben wir das so nie erlebt. Oftmals mussten wir uns fast schon anschleichen.

Kurz vor Bari haben wir nochmals kurz bei einem Lidl gestoppt und Frische Croissants, Brot, Brezel und süsse Stückchen gekauft. Ebenso noch einen guten italienischen Wein.

Am Hafen angekommen haben wir uns zuerst die Tickets im großen blauen Hafengebäude besorgt und dann erst mal in aller Ruhe ein verspätetes Frühstück nachgeholt. Xiangyang ist dann noch auf eine kleine Hafen Entdeckungstour gegangen während ich durch die Grenzkontrolle in Richtung Fähre gefahren bin. Kurz danach ging es auch schon in den Bauch der Fähre. Da wir aber bereits in Igoumenitsa die Fähre wieder verlassen werden, stehen wir recht dicht am Heck der Fähre. Die Fähre fährt dann aber noch weiter bis nach Patras. 

Nach einem Rundgang innerhalb der Fähre haben wir uns dann in den Außenbereich begeben. Hier auf dem „Sonnendeck„ am Heck der Anek Lines Superfast Fähre genieße ich soweit möglich die Wintersonne bei angenehmen 19 Grad. Es fühlt sich wunderbar an im T-Shirt hier zu sitzen und die Warmen Strahlen der Wintersonne auf der Haut und im Gesicht zu spüren. Was sich aber überhaupt nicht gut anfühlt ist der unangenehme Geruch, welcher aus einem Gemenge von stinkendem, wohl schlecht verbranntem Schiffsdiesel, der Auspuff Abgase der nur wenige Meter unter mir einparkenden LKW‘s und den übel riechenden Zigarren mehrerer lautstark debattierenden Griechen, entsteht. Es ist kurz vor meiner Schmerzgrenze diesen eigentlich sehr angenehmen Platz zu verlassen. Mal schauen wie lange ich das aushalte. Aber ich möchte unbedingt das „ Leinen Los“ und die Ausfahrt aus dem Hafen erleben. Das soll ja jetzt auch bald sein. 

Die Fähre ist voll, fast ausschließlich mit LKW‘s. Es ist schon sehr unterhaltsam und auch beeindruckend den Einweisern und Truckern zuzusehen wie sie ihre „King of the Road“ Fahrzeuge Zentimeter genau rückwärts einparken. Zum Glück sitze ich nicht am Steuer von so einem großen Truck.

Pünktlich auf die Minute um 13:30 verlässt die Fähre, begleitet von einem Lotsenboot den Hafen von Bari. Direkt nach der Hafenausfahrt können wir von unserem Sonnenplatz aus zusehen wie der Lotse von der Fähre auf sein Begleitboot umsteigt. Da kaum Wellengang herrscht sieht das sehr easy aus. 

Nun sind wir unterwegs bis gegen 23 Uhr, griechischer Zeit. Mal schauen wie wir uns bis dahin die Zeit vertreiben. Gegen 15 Uhr werden wir uns einen Kaffee und Tee besorgen und unsere Lidl Apfeltaschen verspeisen. Das Abendessen planen wir im Bordrestaurant ein, da die Speisen ( zum Mittagessen) die angeboten werden lecker ausgesehen haben. 

Den Mittag habe ich ganz entspannt bis zum Sonnenuntergang verbracht. Dieser war einmal mehr ein wunderschönes Naturerlebnis. Danach war es auch merklich kühler geworden so das wir uns ins innere der Fähre begeben haben.

Nachdem Abendessen haben wir bis zur Ankunft pünktlich um 23 Uhr gelesen und relaxt. Da wir ja direkt an der Ein-/Ausfahrt der Fähre geparkt wurden, ging es auch nach der Ankunft zügig von Bord. Kurz durch den Zoll ohne Kontrolle und ein paar Minuten später waren wir schon am Parkplatz des Ticketgebäudes wo wir hoffentlich ohne Störung die Nacht verbringen können.

Foto des Tages


Tag 7 / Samstag 3 Februar:

Wieder recht Früh hat es Xiangyang aus dem Bett gezogen. Sie wollte erneut den Sonnenaufgang über dem Meer sehen. Ich bin noch im Bett geblieben und habe mir gedacht es wird schon noch ein paar mehr Sonnenaufgänge geben. Die hier gezeigten schönen Sonnenaufgangsbilder sind dann auch von Ihr.

Heute haben wir nicht wirklich viel gemacht, dafür aber den schönen Strand ausgenutzt. Eigentlich hat vielmehr Xiangyang Ihn ausgenutzt und wieder viele unterschiedliche essbare Muscheln gesammelt. Dazu sind wir ca. 4 km bis zu einer Flussmündung gelaufen. Xiangyang’s Hoffnung war, dass es dort evtl. möglich ist Krebse zu fangen. Hierfür hat sie ein Reststück vom letzten Steakabend als Köder aufgehoben. Allerdings war das Wasser an der Flussmündung sehr klar und deshalb vielleicht weit und breit kein hungriger Krebs zu sehen . Etwas traurig darüber (Sie, nicht Ich) haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Dabei habe ich auch die große Rote Muschel mit der langen „Zunge“ am Strand gefunden. Xiangyang war dann wieder ganz happy, da Sie jetzt doch noch eine besondere Leckerei bekommen hat.

Nach wieder ca. 4 km Rückweg zurück am Platz war ich dann doch ein wenig geschafft. Keine Ahnung warum ? Nach einer kurzen Pause hat sich Xiangyang ein spätes Muschel Mittagessen gemacht und wiederum 2 Stunden später ein frühes Muschel Abendessen. Dabei hat Sie auch die große Zungen Muschel verspeist. Die war wohl dann doch nicht so gut und ein wenig zäh….. Ich wollte nichts davon.

Ich habe den Mittag mit organisatorischen Dingen verbracht. Solar Panel aufgebaut und ein paar Stunden später wieder abgebaut. Chemie Toilette geleert und sonstige kleinere Dinge erledigt.

Ratz Fatz war es dann auch schon wieder dunkel und wir lassen nun den Tag gemütlich ausklingen. Ich bei einem guten Glas Wein und beim Tagebuch schreiben. Xiangyang bastelt wohl an einem Video. Vielleicht sind da auch ein paar Drohnen Aufnahmen dabei. Habe heute ich mal wieder nach längerer Zeit Flugübungen unternommen.

Fotos des Tages:

Tag 6 / Freitag 2 Februar:

Früh sind wir heute morgen schon aufgewacht und haben uns im Halbschlaf noch im Bett herumgewälzt bis wir von einem herrlichen Sonnenaufgang vollends geweckt wurden. Es war ein schönes Erlebnis dieses Naturschauspiel, welches täglich von Neuem sich abspielt, diesmal aus unserem Camper heraus zu erleben.

Nach dem obligatorischen Morgenprozedere sind wir gegen 9 Uhr von dem schönen Übernachtungsplatz in Marina di San Vito wieder aufgebrochen. Ein Großes Dankeschön an die Gemeinde, dass sie so unbürokratisch einen tollen Parkplatz auch für Wohnmobile freigibt.

Unsere heutige Fahrt war wieder über die Autobahn geplant. Wir wollten einfach zügig auf dem Campingplatz Lido Salpi Manfredonia sein. Zum einen da wir ja noch unterwegs einkaufen mussten und zum anderen wollten wir bei schönem Wetter den Platz am Meer genießen.

Die Strecke über die Autobahn in Richtung Süden ist eigentlich Ihre Mautgebühr nicht wirklich wert. Es gibt geschätzt alle 10 km eine Baustellen Zone in denen der Verkehr einspurig verläuft mit gleichzeitigem Tempolimit von 60 km/h. Kein Italiener hält sich daran und sie fahren in der Regel ungedrosselt durch diese Abschnitte. Nur eben ich nicht. Um zu vermeiden, dass mich ein ungeduldiger LKW Fahrer abräumt fahre ich halt auch mit 80 Sachen durch die 60er Bereiche. Wohl fühle ich mich dabei trotzdem nicht.

In Foggia, verließen wir die Autobahn, bezahlten an der Mautstelle dann noch 11.20€ und nutzten in selbiger Stadt die Möglichkeit zum Einkauf bei einem Lidl. Es war wieder notwendig unsere Vorräte ein wenig aufzufrischen. Zudem gab es bei Lidl auch noch frische Brezeln. Danach führte uns das Navi über winzige Landschaftliche Nutzstraßen in Richtung Meer. Teilweise war der Wege Zustand, von Straße mag ich gar nicht sprechen, so Schlagloch übersäht wie wir es in Georgien und Armenien abseits der Städte erlebt hatten. Wir kamen dabei nur langsam voran, so dass ich kurzerhand die vom Navi berechnete Route selbst korrigierte und wir nach kurzer Zeit wieder zurück auf eine normale Landstraße fanden.

Gegen 12:15 kamen wir auf dem Campingplatz Lido Salpi Manfredonia an und um 12:30 Uhr hatten wir dann einen schönen sonnigen Platz unter Eukalyptus Bäumen gefunden, nicht weit von einer kleinen Düne entfernt, die den Campingplatz vom breiten Sandstrand und dem Meer trennte. Für 15€ ohne Strom in der Vorsaison ist das OK denn die Lage ist top. Xiangyang ging sogleich an den Strand und kam später ganz happy zurück, da es da allerhand unterschiedliche Muscheln gab. Ich habe in der Zwischenzeit Frischwasser nachgefüllt und unseren Bus gereinigt. Es ist schon verwunderlich wie schnell so ein Gefährt immer innen verstaubt.

Nach einem Chinesischem Vorneujahr Mittagessen mit Jiazio (nennen die Italiener hier aber auch Ravioli) habe ich in der Sonne ein wenig gechillt und Xiangyang ist wieder am Strand losgezogen. Zum Abendessen ist sie dann überglücklich wieder aufgetaucht. Nach einem gemütlichem Vesper lassen wir nun einen entspannten Tag ausklingen.

Bilder des Tages: Sonnenaufgang in Marina di San Vito sowie am Campingplatz in Lido

Tag 5 / Donnerstag 1 Februar:

Trotz der Lage unseres Übernachtungsplatzes direkt in der Stadtmitte von Ferrara haben wir eigentlich ganz gut geschlafen. Es war überraschend ruhig.

Heute war ein für unsere Verhältnisse recht langer Fahrtag. Wir haben 439 km zurückgelegt und sind jetzt noch ca. 280km von Bari entfernt. In Bari müssen wir am Sonntag Mittag sein, da unsere Fähre von da nach Igoumenitsa geht. Für diese restlichen 280km haben wir jetzt noch 2 Tage Zeit.

Unterbrochen haben wir die heutige Etappe mit einem kurzen Mittagessen am Strand von Fonte di Mare. Danach ging es an einem Stück weiter bis zum heutigen Übernachtungsplatz in Marina di San Vito. Wir sind fast ausschließlich, bis auf das Stück zur Mittagspause, auf der Autobahn gefahren. Für die gesamte Strecke mussten wir ca. 33€ Maut als Wohnmobil bezahlen.

Marina di San Vito ist ein kleiner schöner am Hang liegender Fischerort direkt am Meer und jetzt in der Nebensaison perfekt für einen Stopp mit Übernachtung geeignet. Im Sommer ist es sicherlich nur schwer möglich hier mit einem Wohnmobil zu übernachten. Zumal die Zufahrt mit engen Kehren etwas tricky für größere Wohnmobile ist. Selbst wir mit unserem nur 6 Meter langem Sprinter mussten ein paarmal vor und zurück fahren um in die Einfahrt zu kommen. Dafür wird man jedoch mit einem Platz direkt am Meer und freier Sicht aufs Wasser belohnt. Der Strand vor dem Wohnmobil ist nicht zum Baden geeignet aber ein paar Gehminuten entfernt ist der Stadtstrand, welcher ein wirklich schöner Sandstrand mit flachem Wasser ist. Auch bietet das kleine Städtchen alles was man sich wünscht. Vom Restaurant, Fischladen, Bäcker, Gelateria und Supermarkt. Zudem hat die Gemeinde einen ordentlich Weg für Fußgänger und Radfahrer am Strand angelegt. Dieser geht direkt an unserem Wohnmobil vorbei und hat uns schnell und angenehm zu Fuß ins Zentrum gebracht. Der Stellplatz kostet im Moment nichts, es ist aber auch nur ein Parkplatz. Von April bis Oktober muss man dafür bezahlen. Am Platz befindet sich kein Wohnmobil Verbotsschild. Somit scheint es wohl OK zu sein hier zu übernachten.

Nach unserer Ortsbesichtigungstour hat Xiangyang wieder ein tolles Essen gezaubert. Zum Steak gab es einen Superleckeren Salat, bestehend aus den ganz besonderen gestern gekauften Rosa Salatblättern. Dazu noch angemacht mit Orangen, Tomaten, Avocato, Peperoni, Olivenöl und Balsamico. Ich war dann wieder für das abwaschen und Küche reinigen zuständig.

Hier die Bilder des Tages: Mit Blick auf den langen Sandstrand von Fonte di Mare an dem wir die Mittagspause eingelegt haben sowie einigen Impressionen aus Marina di San Vito.

Tag 4 / Mittwoch 31 Januar:

Ausgeruht und wir beide frisch geduscht, gut gefrühstückt, Abwasser abgelassen und 22€ für die Übernachtung ärmer sind wir gegen 10 Uhr bestens gelaunt bei schönem aber kühlem Wetter vom Gardasee in Richtung Ferrara losgefahren.

Wir haben uns entschieden ein Stück weit die Autobahn zu nehmen. Die Strecke am Gardasee entlang sind wir bereits gefahren und wir wollten zudem schon gegen 12 Uhr in Ferrara sein. Auch halten sich die Autobahngebühren in Italien im Vergleich zu Frankreich in Grenzen. So hat uns die Fahrt nach Ferrara 5,90€ an Autobahngebühr gekostet. Ab Verona war bis kurz vor Ferrara in der Po Ebene starker Nebel mit Sichtweiten teilweise unter 100 Meter. Dementsprechend vorsichtig sind wir dann auch über dieses Teilstück gefahren. Ca. 10km vor Ferrara hat es dann die Sonne endlich geschafft, den Nebel zu verdampfen. Gleichzeitig gingen auch die Temperaturen bis ca. 12 Grad hoch.

Den Stellplatz, welcher die Stadt kostenlos für Wohnmobile bereit stellt haben wir auf Anhieb gefunden. Die Stadt Ferrara hat einen Bereich auf dem großen Parkplatz, welcher direkt im Stadtzentrum liegt für Wohnmobile reserviert. Zudem ist dieser Bereich über eine Schranke abgesperrt so dass er nicht von PKWs zu geparkt werden kann. Er sieht zwar ein wenig „kruschtlig“ aus, ist aber Kamera überwacht und sicher.

Vom Wohnmobil Stellplatz aus, ist es nur ein kurzer Spaziergang um in die Altstadt von Ferrara zu gelangen. Die Altstadt ist UNESCO Weltkulturerbe. Zudem ist die Innere Altstadt Autofrei so das man sich vor Fahrradfahrer in Acht nehmen muss, da diese des Öfteren von hinten angeschlichen kommen.

Bevor wir uns aber aufgemacht haben die Altstadt zu entdecken sind wir in ein Chinesisches Restaurant gegangen und haben ein leckeres Mittagessen zu uns genommen. Xiangyang hat bereits auf der Fahrt nach Ferrara recherchiert welches China Restaurant das beste für uns ist. Immer wieder gehört auch der Besuch eines Chinesischen Restaurants zu unseren Stadtbesuchen. Dadurch bekommt Xiangyang oftmals nützliche Informationen von Ihren Landsleuten über die Stadt sowie die Eigentümer des Restaurants.

Gut gestärkt sind wir dann in die Altstadt aufgebrochen. Unser erstes Ziel war das mächtige Schloss der Familie d’Este. Es stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist ein Symbol von Macht einer der wichtigsten und aufgeklärtesten Herrschaften in Europa. Zudem ist es das Wahrzeichen der Stadt Ferrara schlechthin. Seine mächtigen Mauern machten es zunächst zu einer uneinnehmbaren Festung und danach zu einem herrlichen und beneidenswerten Hofpalast. Das Gebäude erlebte die Wechselfälle und Taten, die Liebesintrigen und Launen zahlloser Persönlichkeiten, die die Geschichte der Este kennzeichneten.

Seit 1995 gehört Ferrara zum UNESCO-Welterbe. Ab Ende des 15. Jahrhunderts und Anfang des 16. Jahrhunderts bekam Ferrara sein heutiges Aussehen aufgrund eines städtebaulichen Entwurfs von völlig neuer Konzeption durch Biagio Rossetti. Vom ursprünglich mittelalterlichen Kern der Stadt mit seinen engen und romantischen Gassen und Straßen sowie der herrlichen Kathedrale, geht es über zu den geräumigen Renaissance-Architekturen. Hier trifft man auf herrliche Paläste, die als Herrensitze dienten und heute in ihrer Unversehrtheit von sich erzählen. Allen voran der Palazzo dei Diamanti, Palazzo Schifanoia und die Palazzina Marfisa d’Este.

Sicherlich ist es sehr viel schöner Ferrara im Frühling zu besuchen. Wenn die dann schon angenehmen Temperaturen es erlauben in einem der vielen Cafés oder Restaurants im Freien zu sitzen und das Dolce Vita zu genießen. Jetzt war es einfach zu kühl dafür.

Nachdem wir fast alle schöne Orten besucht hatten und die Sonne sich nun auch wieder langsam verabschieden wollte, es wurde merklich kühler, sind wir zurück zum Wohnmobil gegangen. Hier wollen wir noch einen schönen und entspannten Abend im kuschlig warmen Wohnmobil verbringen.

Fotos aus Ferrara:

Tag 3 / Dienstag 30 Januar:

Überraschenderweise war die Nacht trotz der Nähe zur Hauptstraße ruhig und wir haben beide recht gut geschlafen. So wie der letzte Tag geendet hat, so hat heute Morgen der Neue Tag mit Sonnenschein und blauem Himmel „Hallo“ zu uns gesagt. Nach einem gemütlichem Frühstück sind wir dann weiter Richtung Süden gefahren. Das heutige Ziel Torbole am Gardasee.

Zuerst ging es durch das vielbefahrene Vinschgauer Tal weiter in Richtung Meran. Vor Meran sind wir rechts in Richtung Gampenpass abgebogen. Die kleine Straße über den Gampenpass windet sich über unzählige Kurven und Kehren den Berg hoch und belohnt den Fahrer und auch die Beifahrerin immer wieder mit spektakulären Aussichten auf die umliegenden Bergmassive sowie Täler. Oben am Gampenpass kamen wir an dem Ort „Unsere liebe Frau im Walde“ vorbei. Der Weiler Unsere liebe Frau im Walde liegt auf 1.342 m schön gelegen und ist ein bekannter Wallfahrtsort, der sich zwei Kilometer nach dem Gampenpass in einer grünen Talmulde befindet. Schon 1184 betreute ein Kloster ein kleines Hospiz für Reisende und Pilger welche über den Gampenpass kamen. Diese gesamte Strecke bis nach Meran ist sehr zu empfehlen. Neben der Aussicht passiert man dabei Bergdörfer oder auch größere Ansiedlungen mit authentischen Gebäuden und kleinen Ortskernen.

Kurz vor und nach Trient folgt man vielbefahrenen Hauptstraßen Richtung Riva del Garda. Auf diesem letzten Teil hält sich der Fahrspaß dann auch in Grenzen.

Unser Ziel war ein Wohnmobil Stellplatz in Torbole. An „Frei stehen“ in Seenähe braucht man am Nordufer des Gardasees nicht zu denken. Zum einen gibt es kaum größenmäßig passende Parkplätze und zum anderen sind viele Parkplätze mit Höhen Begrenzungen außen vor. Der Wohnmobilplatz „Camper Stop“ in Torbole kassiert in der aktuellen Nebensaison faire 22€. Bietet dafür einen gepflegten und schönen Platz mit oder unter Olivenbäumen, direktem Zugang zum See und auch gute Sanitäre Einrichtungen. Strom und Wasser am Stellplatz ist praktisch und inklusive.

Nach einem leckeren Mittagessen im Freien mit Tutti Frutti de Mare und angebratenem Gemüse sowie einem Glas Rotwein haben wir bei sonnigen Temperaturen von ca. 13 Grad, die Zeit mit einem ausgedehntem Bummel am Strand von Torbole und Riva de Garda verbracht. Leider war keine Eisdiele offen. Jetzt im kühlen Januar ist der See noch still und leise und mit den paar Seglern, Surfern, Möwen, Enten und Gänsen sogar sehr idyllisch. Zudem sind trotz Sonnenschein nur wenige Menschen in Torbole und Riva am Seeufer unterwegs. Aber da alle paar Meter eine Halterung für Surfboards und Ihre Riggs montiert ist, sowie etliche Surf Schulen Ihre Plätze haben, kann man sich leicht vorstellen was hier ab Ostern bis in den Herbst los ist. Leider versteckte sich die Sonne viel zu schnell wieder hinter den steilen Berghängen des Westufers, so dass gegen 16:30 Uhr wir uns wieder zum Wohnmobil zurück verzogen haben. Mit dem untergehen der Sonne sind auch gleichzeitig die Temperaturen zügig Richtung 0 Grad gewechselt.

Hier wieder einige Tages Impressionen:

Tag 2 / Montag 29 Januar:

Wir haben beide prima geschlafen. Zum einen hat unsere Heizung trotz Minus Temperaturen eine mollige Wärme produziert und zum anderen hat die himmlische Ruhe, des etwas abgelegen am Waldesrand von Bad Wörishofen liegenden Sonnenbüchl, Ihr zusätzliches für eine erholsame Nachtruhe getan.

Nach einem kurzen Frühstück ist Xiangyang erstmal mit Troll eine mittelgroße Runde Gassi gegangen. Die 2 sind wirklich ein wunderbares Paar. Da uns durch eine technische Panne, der Truma Sicherheitsthermostat war geöffnet, alles Frischwasser gestern Abend ausgelaufen ist, durfte ich heute Morgen bei Christa nochmals 30 Liter Frischwasser nachtanken. Während dieser Zeit ist Xiangyang nochmals eine Abschiedsrunde mit Troll gegangen. Danach haben wir uns von unseren Freunden und natürlich auch von Troll verabschiedet und sind auf Landstraßen nach Füssen, über den Fernpass, Landeck und den Reschenpass bis zum heutigen Übernachtungsplatz im Südtiroler Schluderns gefahren. Die Fahrt war total entspannt, so gut wie kein Verkehr über die beiden Pässe und dann eben noch bestes Sonnenschein Wetter. Was will man mehr wenn man durch die Alpen fährt.

Wir übernachten heute zwar direkt an der Hauptstraße auf einem umzäunten Parkplatz der Gemeinde Schludenrs, dafür liegt dieser Gratis Platz und auch erlaubter Übernachtungsplatz schön in der Sonne, sowie mit direkten Blick auf den 3909 Meter hohen Ortler sowie mit weiteren zahlreichen imposanten Bergen. Im Rücken auf diesen grandiosen Blick thront über uns wehrhaft die Mittelalterliche Burg von Schluderns. Trotz der Nähe zur Hauptstraße kann man und darf man sich auch nicht über solch einen tollen Übernachtungsplatz beschweren sondern nur freuen.

Nach einem ausgedehnten Spaziergang durch das „alte“ Schluderns, in welchem noch viele authentische Häuser vorhanden sind, haben wir es auch hoch zur Burg geschafft. Von dort oben ist der Blick noch spektakulärer, da man weit über das Tal und die umgrenzenden Bergmassive blicken kann. Zurück beim Camper und einem letzten Blick zum Ortler Massiv ist nun auch mittlerweile die Sonne untergegangen.

Schluderns ist jetzt im Winter viel von Wintersportlern besucht, allerdings ist aktuell kein Schnee im Ort und in der Umgebung zu sehen. Bei tagsüber doch recht angenehmen einstelligen Temperaturen in der Sonne hat der Schnee einfach auf den vielen Südhängen keine Chance. Die Skifahrer somit aber auch nicht…

Xiangyang hat uns dann noch was leckeres zum Abendessen gekocht und wir haben danach den Tag gemütlich ausklingen lassen.

Fotos des Tages: Das den meisten bekannte Schloß am Fernpass mit seinem unheimlich schönem grünen See, Die Kirche im Stausee oben am Reschenpass, diesmal „eingefroren“, einfach ein tolles Fotomotiv, vor allem mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund. Am Ende der Bilderreihe noch der Parkplatz in Schluderns mit Blick Richtung Ortler und der Hausburg.

Tag 1 / Sonntag 28 Januar:

Um 10:30 Uhr war es endlich wieder soweit, eine neue Reise konnte beginnen. Alles war gut verstaut, 30 Liter Frischwasser waren gebunkert und ein wenig an Lebensmittel waren auch dabei.

Unser erstes Ziel dieser Reise (nur 164 km) sollte Bad Wörishofen sein. Die Fahrt verlief bei bestem Wetter und ohne Verkehrstau ganz entspannt. An der Ausfahrt Mindelheim verließen wir die Autobahn und fuhren die restlichen km auf altbekannten Pfaden an den Orten bzw. Ansiedlungen „Katzenhirn“ und „Jägersruh“ vorbei, nach Bad Wörishofen zur Pension Sonnenbüchl. Dort hatte ich viele Nächte verbracht, in der Zeit als ich noch für die Grob Werke in Mindelheim tätig war. Immer wieder wenn ich im Stammwerk in Mindelheim arbeitete, hatte ich im Sonnenbüchl ein Zimmer gemietet. Xiangyang war sehr oft auch dabei.

Die Besitzerin des Sonnenbüchl’s Christa Brutscher ist über die Jahre zu einer lieben Freundin geworden. Ihr Border Collie „Troll“ freut sich auch jedes mal „tierisch“, wenn wir zu Besuch kommen. Aber heute war er bei unserer Ankunft nicht da und Xianygang war ein wenig traurig. Mit Ihm ausgedehnte Spaziergänge durch die schöne Natur, welche Bad Wörishofen umgibt, zu unternehmen ist immer wieder eine große Freude. Vor allem eben für Xiangyang, Troll ist ihr besonders ans Herz gewachsen. Die beiden haben bereits unzählige Stunden bei diesen Spaziergängen miteinander verbracht. Aber auch ich bin mit Troll, nach der Arbeit viele Stunden spazieren gegangen.

Xiangyang hatte dieses mal von zu Hause ganz frisch zubereitete Jiazio mitgebracht und so konnten wir alle zusammen gemeinsam Mittag essen. Christa hat dann noch mit Xiangyang zusammen einer Ihrer legendären Apfelstrudel gemacht. Dann kam endlich Klaus Flade (Deutscher Astronaut auf der MIR), ein Nachbar von Christa, von einer größeren Gassi Tour mit Troll zurück. Troll hat uns sofort erkannt und sich, wie wir riesig über das Wiedersehen gefreut. Schon ein Wahnsinn, Hunde haben ein überragendes Gedächtnis für Personen. Xiangyang musste dann natürlich gleich nochmals mit Troll eine Runde gehe. Nach Ihrem Spaziergang mit Troll wurde der Apfelstrudel dann auch gleich schön warm weg geputzt. Nach einigen Gesprächen haben wir uns dann verabschiedet. Den Abend verbringen wir entspannt in unserem eigenen Heim, welches wir auf dem großen Grundstück von Christa parken durften. Morgen soll es dann über die hoffentlich Schneebedeckten Berge nach Italien gehen. Lassen wir uns mal überraschen……

Hier noch 2 Bilder unseres Spaziergangs bei bestem Wetter mit Troll