Endlich sind wir wieder unterwegs.
Gestern kam der seit 1 Woche erwartete Anruf von unserer Tierärztin, dass Leo’s Tollwut Titertest Zertifikat endlich bei Ihr eingetroffen ist. Dieses Zertifikat, ausgestellt von einem EU akkreditiertem Labor, dokumentiert wie hoch sein Tollwutschutz ist. Dieses Zertifikat wird unbedingt bei der Wiedereinreise in die EU aus einem Drittland benötigt falls die Zollbeamten ( auch in Spanien ) dieses Zertifikat sehen wollen. Hat man dieses Zertifikat nicht kann das Tier wieder zurück in das Herkunftsland ( in dem Fall wäre es Marokko ) geschickt werden oder sogar eingeschläfert werden. Sowas wollen wir natürlich auf keinen Fall.
Wie auch immer somit konnten wir heute am Donnerstag den 13.11.2025 unsere Winterreise 2025 / 2026 starten.
Unser Plan ist zuerst nach Brügge in Belgien zu fahren. Danach soll es an Frankreichs Westküste entlang nach Nordspanien gehen. Dort steht Burgos als Ziel auf unserer Agenda. Von Burgos aus möchte ich ein paar weitere Etappen auf dem Jakobsweg pilgern. 2023 hatte ich ja in Burgos meine Pilgerreise abgebrochen. Wen es interessiert warum, der / die kann es hier 2023 – Ich bin dann (auch) mal weg….. – It is never too late to explore erfahren.
Danach geht es nach Portugal und je nach Wetter werden wir unterschiedliche Orte und Regionen besuchen. Im Anschluss werden wir irgendwie einen Weg nach Algeciras in Südspanien finden um von da aus eine Fähre nach Marokko zu bekommen.
Mal schauen ob dieser Plan aufgeht. Es ist ja nicht unser erster Versuch nach Marokko zu kommen………..
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Hinweis ! Die Tagesberichte habe ich ohne zu editieren aus meinem Gedächtnis geschrieben, daher wird es Schreibfehler sowie jede Menge Grammatikale Fehler geben. ____________________________________________
Tag 47 Montag 29.12

Fahrt: Vom Campingplatz in Zagora ging es 97 km zum Camp Hassi Smara direkt an den Rand der Sahara.
Nach dem Frühstück ging es in ganz gemütlicher Fahrt knapp 100 km weiter in südlicher Richtung. Wir hatten als Ziel das Biwak Camp Hassi Smara für die nächsten Tage gewählt.
Dieses Camp liegt direkt an den ersten Dünen der Sahara. Es ist trotzdem noch ohne Allrad zu erreichen. Allerdings über eine Mischung aus Schotter, Wellblech und kleinen Sandabschnitten.
Das Camp ist sehr einfach gehalten und man sollte ein Autarkes Fahrzeug besitzen da es weder Strom noch Toiletten Entsorgung gibt. Dafür aber herzlichen Empfang, schöne Sandplätze mit einem Teppich vor dem Auto und tollen Ausblick auf die Sanddünen.
Endlich kann Leo sich auch wieder austoben. Es gibt Platz ohne Ende und zudem noch 3 liebe Camp Hunde der Besitzer. Gemeinsam unternahmen wir heute tolle Spaziergänge durch die Sanddünen.
Das Camp liegt direkt an der 4*4 Route durch die Wüste nach Foum Zguid, die wir 2021 als Testfahrt mit unserem Ford Ranger geplant hatten. Allerdings scheint mir diese Strecke nun mit unserem Sprinter wohl nicht möglich zu sein. Zu viele Tiefsand Passagen sind schon zu Beginn dieser ca. 130 km langen Strecke zu meistern. Mit anderen zusammen würden wir es wagen aber alleine scheint uns das doch zu spannend zu werden.
Am Abend hatten wir zum Sonnenuntergang am Feuer ein typisches Marokkanisches Essen. Tangine mit Huhn. Für die einfachen Möglichkeiten hier im Camp war es ganz ok. Eine leckerer Schweinebraten mit Knödel und einem Weizen nach nunmehr 47 Tagen wäre schon besser gewesen….😂.
Nachdem Abendessen sind wir noch ein wenig am Feuer gesessen. Da es mit Sonnenuntergang gleich recht kühl wurde ist Xiangyang zurück zum Sprinter. Ich habe noch Holz nachgelegt und habe die Ruhe am Feuer genossen. Eine Zeit später sind auch noch die Besitzer des Camps dazugekommen und wir haben noch ein wenig geredet. Dann war es mir aber auch zu kühl und ich bin ebenfalls zurück zum Sprinter.











Tag 46 Sonntag 28.12

Fahrt: von Aït-Ben-Haddou über Ouarzazate und Agdz ging es nach Zagora zum Camping Oasis Palmier. Eine Strecke von 190 km
Direkt nach dem aufstehen haben wir unseren „Gefängnis Campingplatz“ verlassen. Um 8:30 Uhr musste ich erst einmal das Eisentor auf wuchten. Danach fuhren wir ca. 500 Meter zu einem herrlichen Platz am oberen Rande einer Klippe. Von hier hatte man eine herrliche Aussicht auf Aït-Ben-Haddou im ersten Morgenlicht.
Hier konnte Xiangyang auch ohne Sorge wegen Hunde Rudel eine Runde Gassi gehen. Ich habe in der Zwischenzeit das Frühstück vorbereitet und die Aussicht genossen.
Direkt nach dem Frühstück sind wir dann auch in südöstliche Richtung aufgebrochen. Ouarzazate was als nächstes auf unserer Route lag hat Google umfahren. Dadurch haben wir leider den Sonntagsmarkt von Ouarzazate verpasst. Dies wäre sicherlich auch ein schönes Erlebnis gewesen.
Die Fahrt führte uns durch spektakuläre Landschaften wie wir sie auf der ganzen Reise noch nicht erlebt hatten. Mal ging es über den Anti Atlas mit immer wieder sich ändernden farbigen Gesteinsformationen bei dem wir einen Pass in 1900 Meter Höhe überqueren mussten. Allerdings diesmal ohne die Sorge auf Schneeverwehungen. Hierzu waren wir doch schon zu südlich.
Anderseits fuhren wir durch Landschaften welche uns sofort an die USA mit dem Monument Valley oder Red Rock Canyon erinnerten. Der Blick war klar und man konnte wahrlich weit in die Ferne sehen. Die gut ausgebaute Straße schwang sich dabei mal mit sanften dann wieder mit engen Kurven durch diese Landschaft. Immer wieder passierten wir fruchtbare Oasen mit unzähligen Dattelpalmen. Dazwischen die Ortschaften mit traditionellen Lehmbauten und Burgen ähnlichen Gebäuden. teilweise schon stark zerfallen, teilweise aber noch gut in Schuss.
Immer wieder gab es auch Polizei Kontrollen, oftmals am Ortseingang, teilweise auch mit Radar Messung. Aber da ich mich an die Speed Limits hielt wurden wir immer weiter gewunken. Nach etwas mehr als 3 Stunden Fahrt kamen wir dann in Zagora an. Am Ortsausgang fuhren wir auf den Campingplatz Oasis Palmier. Dieser liegt idyllisch inmitten eine Dattelpalmen Oase. Im Sommer spenden diese Palmen den dringend benötigten Schatten. Jetzt im Winter halten sie allerdings auch die wärmende Sonne ein wenig ab. Der Campingplatz kostet ca. 9€ uns die Nacht. Mit Duschen aber ohne Elektrizität. Hier werden wir eine Nacht verbringen bevor es morgen zum Rande der Sahara am Erg Chegaga geht.
Auf dem Campingplatz trafen wir andere Womo Reisende welche wir schon zuvor auf anderen Campingplätzen / Orten kennengelernt hatten.
Der Nachmittag wurde mit einem leckeren von Xiangyang zubereiteten Mittagessen, Gassigehen in der Oase auf typischen Lehmwegen und entspannen verbracht. Der Abend dann im Wohnmobil, da auch hier im Süden von Marokko die Temperaturen Abends und Nachts noch unter die 10 Grad gehen.
Fotos: Aït-Ben-Haddou am Morgen, Felsformationen von Unterwegs und weitere Impressionen während der Fahrt und am Campingplatz in Zagora.









Tag 45 Samstag 27.12

Fahrt: Vom Camping Ait Oudinar ging es noch ca. 10 km weiter um auch durch die eigentliche dades Schlucht zu kommen. Danach ging es zurück an den Talanfang und weiter durch Ouarzazate nach Aït-Ben-Haddou, Marokko. Insgesamt ca. 191km.
Am Campingplatz bekamen wir morgens 2 leckere Pfannkuchen sowie ein frisches Brot. Zusammen mit Kaffee, Ingwer Tee, Marmelade und Honig ergab dies ein leckeres Frühstück.
Danach machten wir uns auf den Weg zur Dades Schlucht. Vom Campingplatz aus waren es nur wenige Kilometer bis zur berühmten kurvenreichen Auffahrt zur Dades Schlucht. Witzigerweise fahren viele Touri Fahrzeuge nur diese Straße hoch. Lassen oben angekommen ihre Gäste aussteigen, ein paar Minuten Fotos machen und rasen dann wieder ins Tal hinunter. Zur eigentlichen Dades Schlucht fahren die überhaupt nicht. Zumal diese kurze Serpentinen Strecke völlig unspektakulär zu befahren ist. Wer wie wir schon mal zum Stilfser Joch oder andere Alpenpässe hochgefahren ist, kann über die paar Kehren hier nur schmunzeln. Wir machten natürlich auch ein Foto aber fuhren dann noch ein paar Kilometer weiter um zur eigentlichen Dades Schlucht zu gelangen.
Ich fand diese Schlucht sogar schöner als die Rummelplatz Todra Schlucht. Hier in der Dades Schlucht gibt es dies alles überhaupt nicht. Kaum jemand verirrt sich noch hierher. Zu mindestens jetzt im Moment. Die Dades Schlucht hat zwar nicht ganz so hoch aufsteigende steile Felswände, dafür aber ist sie im Schlucht Grund auf dem die Straße neben einem Fluß ( Dades ) durchführt viel enger und von den Felsüberhängen stärker ausgeprägt.
Nach der eigentlichen Schlucht Durchfahrt machten wir wieder kehrt und fuhren den ganzen Weg aus der Schlucht heraus bis Boumalne um dort in richtung Ouarzazate abzubiegen. Die Fahrt nach Ouarzazate verlief auf einer gut ausgebauten Landstraße. Linker und Rechter Hand begleiteten uns die schönen Schneebedeckten Bergketten des Hohen Atlas und des Antiatlas.
Zudem ging es immer wieder durch Oasen Dörfer mit alten traditionellen Ksar’s. Teilweise renoviert, teilweise sehr verfallen und teilweise aus modernen SBau Materialien mit abschließendem Lehmputz als Hotels oder Restaurants nachgebaut.
Ouarzazate durchfuhren wir ohne zu stoppen. Die Stadt sieht sehr modern und Neu aus. Auch hier zu mindestens auf der Route die wir nutzten. Ca. 35 km außerhalb von Ouarzazate liegt das Dorf Aït-Ben-Haddou.
Aït-Ben-Haddou ist ein befestigtes Dorf am Fuße des Hohen Atlas in der Provinz Ouarzazate im Südosten Marokkos. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Aït-Ben-Haddou ist nicht nur ein beliebter Touristen Hotspot sondern gleichzeitig auch eine weltberühmte Filmkulisse. Insbesondere bekannt für Block Buster Filme wie z.B. „Gladiator“, „Lawrence von Arabien“, „Die Mumie“, „Königreich der Himmel“, „Alexander“ und Serien wie „Game of Thrones“. Alle diese Filme wurden zum Teil dort gedreht, da die einzigartige Architektur und Landschaft wie eine historische Stadt in Nordafrika oder dem Nahen Osten aussieht.
In Aït-Ben-Haddou übernachten wir auch. Auf einem eigentlich hässlichen Stellplatz. Der einzige Vorteil ist das er Zentrumsnah liegt und dazu nur 4€ kostet. Aber wenn wir nicht eine Altstadt Besichtigung gemacht hätten, wäre ein Platz außerhalb deutlich schöner gewesen. Aber so ist das halt wenn man etwas Besichtigen will und zuvor noch essen geht.
Insbesondere heute mal nicht Marokkanisch sondern Chinesisch. Da diese Stadt natürlich auch Chinesen anlockt, hat sich vor 1 Jahr ein China Restaurant angesiedelt. Leckere Authentische Sichuan Küche wird angeboten. Allerdings ohne Schweinfleisch und ohne Tsingtao Bier. Für Marokkanische Verhältnisse allerdings recht teuer. 50€ hat uns das Mittagessen gekostet. Dafür wird aber frischer hausgemachter Tofu, handgemachte Nudeln als Gericht gereicht. Neben noch 3 anderen typisch Chinesischen Sichuan Gerichten. Also auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man nach Wochen mal etwas anderes als Marokkanisch essen will.
Gassi gehen mit Leo im Ort ist leider nicht ganz so leicht. Es gibt doch wieder einige Streuner die ihr Revier durch Gebell und Gepose verteidigen wollen. Daher bin ich mit ihm an den Außenrand des Dorfes gegangen. Hier hatten wir auch keinen weiteren Hunde Kontakt und zudem noch einen schönen Blick auf die Altstadt.
Der Abend wird da es doch recht kalt ( gegen 0 Grad ) ist im Sprinter innerhalb unserer „Gefängnis Mauern“ verbracht.
Fotos: Berühmte Auffahrt zur Dades Schlucht, Dades Schlucht Engstelle, Stopp bei den Monkey Fingers ( Felsformation ), Schafherde unterwegs, Am Übernachtungsplatz Ait Ben Haddou und Blicke auf diese Stadt.












Tag 44 Freitag 26.12

Fahrt: Vom Campingplatz Tizmoutine ging es zuerst nach Tinghir zur Shell Tankstelle dann weiter zum Carrefour. Von dort direkt in die Todra Schlucht und hoch zur Schranke beim Taghrot Guesthouse. Dann zurück wieder über Tinghir in die Dades Schlucht zum Campingplatz Ait Oudinar. Fahrtstrecke 204 km
Heute stand ein äußerst abwechslungsreicher Tag auf dem Programm.
Nach dem Frühstück legten wir die letzten Kilometer nach Tinghir zurück. Dort wurde zuerst bei Shell der Sprinter mit Diesel versorgt und danach wir beim Carrefour Supermarkt. Die Vorräte wieder aufgefüllt ging es dann wieder durch Tinghir in die Todra Schlucht. Die Straße ist easy zu fahren, jedoch sind etliche Touristenbusse unterwegs welche immer wieder bei irgendwelchen Ständen anhalten damit Ihre Gäste fleißig Souvenirs kaufen. So zieht sich das die ganze Strecke, welche stetig aber nicht besonders steil bergauf geht bis in die eigentliche Todra Schlucht.
Auf einer kurzen Strecke von vielleicht 300-500 Meter versammeln sich alle. Ich meine damit die Touristen Busse, Händler, die Touristen und Tiere. Hin und wieder kämpft sich auch noch ein LKW hindurch der die Orte oberhalb der Schlucht versorgt.
Hier an dieser Stelle hat die Schlucht ihre engste Stelle und die Wände steigen steil empor und beeindruckend empor. Es ist schon ein besonderer Ort und nur noch wenig Sonnenlicht gelangt in diesem Bereich auf den Grund der gut ausgebauten Schlucht. Ein Souvenir Laden am anderen steht hier bereit um den Besuchern das Geld gegen Reiseandenken abzunehmen. Viele Besucher sowie Autos teilen sich diesen engen Bereich. Dazwischen immer wieder noch Hunde und Katzen. Als Autofahrer muss man schon ein wenig aufpassen das man niemanden umfährt.
Nach einem kurzen Stopp mit den obligatorischen Fotos ging die Fahrt in Richtung Tamtetoucht weiter. Schon nach kurzer Fahrt öffnete sich die Schluch und wechselte in einen breiten Canyon mit herrlichen Ausblicken auf Schneebedeckte Berggipfeln in allen Richtungen. Auf dieser Fahrtstrecke hielten wir immer wieder mal an um Fotos zu machen. Langsam hatten wir zudem eine Höhe von 1800 Meter erreicht. Bei bestem Wetter wohlgemerkt.
Unsere Reisebekanntschaft Roland und Brigitte hatten es gestern versucht über den Pass, welcher 2100 Meter hoch ist zu kommen. Dadurch spart man sich viele Kilometer Fahrt zur Dades Schlucht. Sie mussten aber abbrechen da viele Schneeverwehungen die Straße auf ca. 2300 Meter Höhe blockierten. Da aber heute das Wetter top war und es zudem sehr warm war, hofften wir ohne größere Probleme den Pass zu schaffen.
Allerdings war für uns bereits bei 1900 Meter Höhe Schluss. Eine Schranke versperrte uns den Weg. Leider ging es hier nicht weiter und so mussten wir die ganze Strecke wieder hinunter ins Tal in Angriff nehmen. Jedoch machten wir uns auf 1800 Meter Höhe ein schönes Mittagessen. Gut gestärkt ging es dann wieder weiter in Richtung Tinghir. In Tinghir folgten wir dann der N10 nach Boulmalme. Der Stadt vor der Dades Schlucht. Ohne hier anzuhalten ging es in die Dades Schluch zu unserem Übernachtungsplatz dem Campingplatz Ait Oudina. Dieser liegt nur wenige Kilometer vor der Hauptattraktion der Dades Schlucht und ist sehr schön. Für 10€ gibt es einen Freundlichen Empfang, einen Willkommen Tee mit einem extrem leckeren Gebäck, sowie heißer Dusche und einem schönen und auch noch großen Stellplatz mit Tisch und 2 Stühlen. Was will man mehr ?
Nach einer heißen Dusche und etwas Abendprogramm war dann aber doch Schicht im Schacht. Die 200 km heute waren aufgrund der vielen Kurven und Menschen auf der Straße doch ein wenig anstrengend.
Fotos: Leo und Xiangyang und unser Sprinter am Morgen beim Campingplatz Tizmoutine. Tinghir vor der Todra Schlucht. In der Todra Schlucht und Fahrt hoch zur Straßensperre beim Taghrot Guesthouse.










Tag 43 Donnerstag 25.12

Fahrtstrecke: Vom Desert Camp Porte De Sahara zum Restaurant und Museum des Oasis Ksar Elkhorbat und weiter zum Campingplatz Tizmoutine. Die heutige Fahrtstrecke betrug laut Google 222km….
Gut gestärkt nach dem Frühstück sind wir nach 4 schönen Tagen und Nächten vom Desert Camp Porte De Sahara aufgebrochen. Für diese 4 Tage bezahlten wir inkl. 2 Abendessen und 4 Übernachtungen 60€. Da kann man wahrlich nicht meckern.
Allererst stand eine Fahrt in Richtung Ramlia an. Dahin wollten wir ja mal ursprünglich. Jetzt wollte ich wissen ob die Piste wirklich nur schwer passierbar ist. Nach ca. 5 bis 6 km kamen die ersten Wasserlöcher welche man noch leicht auf trockenem Untergrund umfahren konnte. Danach wurden es immer größere Wasserlöcher und die Umgehungswege sahen auch nicht zu vertrauenserweckend aus. Also machten wir was unser Campingplatz Besitzer vorgeschlagen hatte, es erst gar nicht zu wagen diese Strecke im Moment zu fahren. Und wir sind sogleich umgedreht. Dies war auch zu erwarten aber es ist doch immer besser sich selbst ein Bild vom Ausmaß des Problems zu machen.
Nun ging die Fahrt auf der gleichen Straße wie vor Tagen gekommen zurück nach Merzouga. Dort haben wir noch kurz beim ATM der Post etwas Geld geholt und weiter ging die Fahrt durch die Steinwüste. Rechter Hand in etwas Entfernung immer noch hohe Sanddünen und auf der linken Seite in der Ferne rote Bergketten. Ganz im Hintergrund dann noch der Hohe Atlas mit seinen Schneebedeckten Gipfeln.
Nach ziemlich genau 100km in Erfoud angekommen bogen wir auf die kleiner R702 Landstraße ab. Die als malerische Straße bezeichnete Strecke war zwar in gutem Zustand, der Blick nach Links und Rechts zu den uns begleitenden Bergketten war auch toll aber die Fahrten durch die Dörfer oder kleinen Städte weniger. Es herrscht schon viel Armut in diesem Land und wenn man die Häuser / Behausungen sieht, so weiß man erneut wie gut wir es haben. Und damit meine ich fast alle wo in Deutschland leben. Was uns zudem aufgefallen ist. Es sind unzählige Schulbusse und immerfort zu einer Schule gehende oder kommende Kinder unterwegs. Zudem sind sehr viele Schüler auf dem Fahrrad unterwegs. Hin und wieder hält auch mal ein Junge die Hand auf und bettelt uns beim vorbeifahren an.
Besonders krass war es in der Stadt Tamellalt. Die Stadt selbst ist schon kurz nach der Ortseinfahrt nur hässlich und ein wenig herunter gekommen. Im Zentrum maximiert sich der Eindruck dann noch. Hier haben sich riesige Seen in der Hauptstraße durch die Regenfälle der zurückliegenden Tage gebildet. Und da es keine Kanalisation gibt, bleibt es eben als See bis es irgendwann wegtrocknet. Wir kommen langsam aber sicher durch 2 Seen hindurch. Der dritte See war aber größer und nach einem Blick nach links und rechts konnte man erkennen das man diesen See auf der linken Seite über eine Seitenstraße umfahren konnte.
Gerade wollten wir dahin abbiegen, da radelt ein Junge mit seinem Fahrrad vor unseren Sprinter und zeigt in bester Schlepper Manier das wir ihm folgen sollten. Ich ignorierte seine Zeichen komplett trotzdem fuhren wir den gleichen Weg. Dieser war durch eine enge Gasse welche für breitere Wohnmobile nicht möglich gewesen wäre. Am Ende der Gasse zeigte der Junge mit Handzeichen das er eine Bezahlung wollte. Ich winkte im freundlich zu und er erwiderte nur „No No No“. Dieses Erlebnis hat wieder schön zu dieser hässlichen Stadt gepasst. Gruselig, wenn man sich vorstellt hier eine Panne zu haben. Wahrscheinlich haben Sie sogar am Ortseingang das Umleitungsschild bewusst entfernt. In anderen Ortschaften haben wir bei solchen Überschwemmungen immer ein Umleitungsschild gesehen.
Somit war meine Meinung über dieses Land wieder angefressen. Ich verstehe zwar, das viele hier nach jedem Strohhalm greifen aber das Kids das auch schon tun nervt unendlich. Vielleicht sind auch viele Touristen daran Schuld, dass dies so ist. Man soll hier Kindern nichts geben. Das schreibt schon das Tourismus Ministerium. Damit erzieht man sie falsch und sie merken das man auf diese Art und Weise Geld bekommt. Daher wohl auch viele Schlepper.
Nach diesem Erlebnis kam nach 14 km die nächste Stadt. Welch ein Unterschied. Deutlich ordentlicher und aufgeräumter. Eine gute und breite Straße führte durch die Stadt. Keiner wollte etwas von uns. Ganz im Gegenteil. Kleine Kinder winkten uns mit einem lachenden Gesicht zu. Da winkt man gerne zurück.
Kurz nach der Stadtgrenze bogen wir von der Hauptstraße ab und fuhren über eine enge etwas abenteuerliche Straße zum „Museum des Oasis“, und dem Restaurant Ksar Elkhorbat in Tinejdad. Hier hatten wir tatsächlich einen Volltreffer bei der Auswahl dieses Ortes getroffen. Das Restaurant lag toll in einer traditionellen Kasbar mitten in einer Oase, bei schönstem Sonnenschein, windgeschützt konnten wir im Freien unter Dattelpalmen lecker Mittagessen.
Ich besichtigte nach dem Essen noch das dazugehörige Museum und konnte dabei ein wenig in das Leben der Berber eintauchen. Es war interessant. Aber auch hier dachte ich mir, wie gut das ich ganz woanders die Welt erblicken durfte.
Im Anschluss ging es noch 29 km weiter zu einem kleinen Campingplatz, welcher neben der Hauptstraße liegt. Die Sanitären Einrichtungen sind einfach aber sauber. Die Übernachtung kostet 5€ inkl. heißer Dusche und einem schönen Platz hinter einer Mauer, welche den Schall und Wind abhält. Dazu stehen um uns herum prächtigen Dattelpalmen.
Fotos: Sonnenaufgang beim Desert Camp Porte De Sahara, Seedurchfahrt in Tamellalt, Mittagessen unter Dattelpalmen in Tinejdad, Gassirunde wieder über 1000 Metern und Übernachten unter Dattelpalmen.








Tag 42 Mittwoch 24.12
Heute ist Weihnachten in einem Land wo Weihnachten nicht sonderlich gefeiert wird. Wir jedoch schon ein wenig.
Erneut sind wir nicht weitergefahren und haben einen weiteren schönen und absolut ruhigen Tag am Rande der Wüste verbracht.
Zum Frühstück hatte ich, während Xiangyang und Leo Gassi waren, den Frühstückstisch soweit als möglich etwas Weihnachtlich dekoriert. Anstelle von Tannen Zweigen gab es dafür Olivenbaum Zweige und anstelle von Gutzele halt runde kurzgebackene Kekse. Dafür aber einen echten Christstollen den ich schon seit vielen Wochen durch die Welt kutschiere.
Nach dem Frühstück frischte der Wind recht kräftig auf und wir dachten schon wir erleben heute einen Sandsturm. Jedoch hatten wir Glück und der Wind trieb den Sand nicht in unsere direkte Richtung sondern rechts und links an uns vorbei. Nochmals Dussel gehabt.
Zum Weihnacht Mittagessen machte ich uns 2 leckere Entrecote Steaks. Auch die hatte ich nun schon wochenlang mit im Kühlschrank spazieren gefahren. Dazu gab es Schweizer Rösti und von Xiangyang einen herrlich erfrischenden gemischten Salat. Natürlich wären Würstchen und Kartoffelsalat für den heutigen Tag angemessener gewesen. Aber beides hatten wir leider nicht zur Hand.
Ansonsten verbrachten wir den Tag mit entspannen sowie mit Leo spazieren gehen. Am Abend gab es dann noch eine kurze Bescherung.
Bei einem guten Glas Wein und einem Movie verabschiedeten wir dann Heiligabend.
Fotos: Weihnachtsmorgen Frühstück, Mittagessen und Sonnenuntergand.



Tag 41 Dienstag 23.12
Im Prinzip würde es nichts nennenswertes zu berichten geben, wenn nicht Xiangyang Leo kurz abgeleint hätte.
Der nützte mit seinem Baby ( Stoffnuckeltier ) im Maul die Gunst der Stunde und verduftete. Ganz gemütlich ohne auf Rückrufe zu reagieren spazierte er in Richtung der Dünen, drehte davor ab und lief in die Steinwüste. Wir zwar gleich hinterher aber er reagierte nicht auf unsere Rückrufe. Dann wechselte er gekonnt die Seite und lief über die Straße ( ohne jeglichen Verkehr ) und spazierte dort herum.
Von unseren Leo Rufen haben wir die Besitzer und Angestellten auf unsere Situation aufmerksam gemacht. Sofort beteiligten diese Männer sich bei der „Einfang Aktion“. Einer der Jungs hatte ein kleines Motorrad mit welchem er Leo einkreiste und wie ein Cowboy ein Rind wieder in Richtung des Camps trieb.
Natürlich schlug Leo einige Haken und gab sich nicht so schnell geschlagen aber mit der Zeit wurde er müde und das Motorrad nicht so dass die Cowboy Aktion funktionierte und er dann bald wieder in den Händen von Xiangyang war.
Xiangyang gab dann den 3 Jungs noch jeweils 10€ für Ihre tatkräftige Hilfe.
Gegen 1630 Uhr folgte dann ein frühes Abendessen und nach einem schönen Sonnenuntergang war schon bald Schlafenszeit.
Fotos: Leo 15 Minuten bevor er ausbüxte beim nuckeln mit seinem Baby und Sonnenuntergang in den Dünen.





Tag 40 Montag 22.12
Eigentlich gibt es nichts neues zu berichten. Wir sind weiter hin im ruhigen Desert Camp Porte De Sahara. Hier kann man herrlich entspannen und die Seele baumeln lassen. Die Tages Temperaturen liegen um die 18-20 Grad. In der Sonne gefühlt deutlich wärmer so das man sich im T-Shirt genau richtig angezogen vorkommt.
Die weite der Landschaft lädt zu schönen Spaziergängen mit Leo ein und mit ihm zwischen niedrigen Dünen auf Entdeckungstour zu gehen macht Spaß.
Fotos: Mir ging ein Licht auf….., Die Wüste ist auch fruchtbar, Sonnenuntergang und unser Weihnachtsbaum 🙂





Tag 39 Sonntag 21.12

Fahrt: Vom lauten La Gazelle Bleue in Merzouga zum ruhigen Desert Camp Porte De Sahara in Ouzina
Nach einem wieder etwas früheren aufwachen hat uns das Wohnmobil Camp La Gazelle Bleue 2 frisch gemachte Marokkanische Pfannkuchen und frisches Brot direkt zum Camper gebracht. Wir waren richtig überrascht darüber und dies alles für einen Übernachtungspreis von 7€.
Nach unserem Frühstück hat Xiangyang sich endlich ihren lange gehegten Wunsch, einen Kamelritt in den Dünen, erfüllt. Um 10 Uhr in der schon wärmenden Morgensonne ging es für Sie los. Sie alleine mit einem Kamelführer ist dann in Richtung einer der höchsten Dünen vom Erg Chebbi aufgebrochen. Es war wie in 1001 und 1 Nacht zu sehen wie sie langsam über die Dünen immer höher aufstieg und dann aus meinem Sichtfeld verschwand. Es fehlte nur noch ein fliegender Teppich der neben mir landete um mich auch zum Gipfel zu tragen.
Die letzten Meter zum Dünengipfel musste sie dann selbst aufsteigen. Dank mir und meiner dauernden Motivation Predigen hat sie die Zähne zusammengebissen und bestimmt den für Sie sehr mühsamen Aufstieg gemeistert. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut.
Nachdem Sie wieder zurück beim Womo angekommen ist und frisch geduscht war haben wir beschlossen in Richtung Ramlia zu fahren. Dort am Ende der Asphaltstraße soll es ein tolles Dessert Camp mit Wohnmobilstellplatz geben.
Somit haben wir zusammengepackt, bezahlt und sind in diese Richtung aufgebrochen. Die 52 km dorthin führen über eine Asphaltstraße welche hin und wieder mit Schlaglöcher einen zum langsam fahren mahnt aber ansonsten keine Schwierigkeiten zeigt. Die Landschaft direkt an der Straße ist eher langweilig, die in der Ferne liegende Berglandschaft dafür nicht.
Dort angekommen waren wir die einzige Gäste. Dies war uns aber nicht unangenehm, ganz im Gegenteil. Wir wurden sehr freundlich mit Handschlag einem kleinen Gespräch, Gebäck, Nüssen und Tee auf der Terrasse mit Pool empfangen. Danach unternahmen wir getrennte Spaziergänge mit Leo in der näheren Umgebung. Im Anschluss bekamen wir ein spätes Mittagessen gegen 16 Uhr. Aber dies war so ausgemacht worden, denn wir wollten nicht zu spät essen, da wir ansonsten schlecht schlafen.
Nachdem „Mittagessen“ stand chillen auf dem Plan bevor ich dann mit Leo noch einen „Sonnenuntergangsspaziergang“ 🙂 unternahm.
Unser Sprinter steht diesmal wieder ideal. Fast direkt an einem Sandstück der Wüste. Trotzdem ist es himmlisch ruhig, da hier keine Jeeps, Quads, Mopeds usw. im Sand herumbrettern. So hatten wir uns das ja auch für heute vorgestellt. Nichts gegen die letzte Übernachtung mit den Geräuschen. Wobei die gegen 22 Uhr verstummt waren. Das gehört eben hier auch dazu.
Morgen dann, werden wir versuchen die Piste bis Ramlia zu fahren. Wobei es dann für uns höchst wahrscheinlich nicht mehr weitergeht. Scheinbar sind durch den Regen der Tage vor unserer Ankunft viele der Pistenspuren zu feucht und somit ist es ein großes Risiko stecken zu bleiben. Wir schauen uns morgen das mal vorsichtig an.
Fotos: Xiangyang’s Kamelritt hoch zur Erg Chebi’s höchsten Düne, die letzten Meter geht’s zu Fuß hoch…Am nächsten Übernachtungsplatz am Ende der Asphaltierten Straße vor der Piste im Desert Camp Porte De Sahara Ouzina. Mit Pool aber ein wenig frisch, spätes Mittagessen. Wir sind ganz alleine hier, Spaziergänge in der näheren Umgebung mit Leo und einen letzten Sonnenuntergang Spaziergang mit unserer Tunnelbohrmaschine.










Tag 38 Samstag 20.12

Fahrt: Heute war es eine Spaziergangfahrt über 7.4km. Vom Sahara Secret Camp ging es zuerst zum Supermarkt in Merzouga und danach noch 800 Meter weiter zum Campingplatz La Gazelle Bleue in Merzouga.
Da die Lage des Sahara Secret Camps zwar gut ist aber dafür sonst alles etwas angestaubt ( in die Jahre gekommen ist ) ist haben wir uns entschlossen zum 7.4 km entfernten Camingplatz La Gazelle Bleue zu fahren.
Allerdings erst gegen 12 Uhr, denn die Zeit bis dahin wurde mit Fotos machen, Frühstücken, Tee trinken und Gesprächen sowie einem von Xiangyang geführten Interview mit Roland und Brigitte über Ihren selbst ausgebauten Expeditionstruck verbracht.
Nach einem herzlichen Verabschieden verließen wir unsere Neuen Freunde Roland und Brigitte mit denen wir 3 schöne erlebnisreiche Tage verbringen konnten. Möge Allah sie auf ihren Wegen sicher durch Marokko geleiten.
Nachdem wir das Camp verlassen hatten ging unser erster Weg zu einem kleinen Supermarkt. Kaum aus dem Auto ausgestiegen hatten mich schon wieder 2 Schlepper angesprochen, das sie den schönsten Campingplatz und die besten Offroad Touren anbieten würden. Mittlerweile reagiere ich einfach gar nicht mehr auf dies und sage kurz und schmerzlos „Danke Nein“ und gehe einfach weiter. Funktioniert bislang.
Im kleinen Supermarkt gab es allerdings nur das notwendigste. Aber das reichte uns erstmal. Trinkwasser, Milch, Kekse etc.
Vom Supermarkt ging es dann nochmals 800 Meter geradeaus weiter so das man sich nicht mehr verfahren konnte und wir schnell beim Campingplatz La Gazelle Bleue eintrafen. Wir wurden sehr freundlich vom Chef empfangen und uns wurde nachdem unser Sprinter abgestellt war ein leckerer Tee auf der Terrasse eingeschenkt.
Von dieser Terrasse hat man einen unglaublich schönen Ausblick auf die direkt neben dem Campingplatz liegenden Sanddünen. Wir waren sofort überzeugt am richtigen Ort angekommen zu sein um nach der doch recht langen Reise ein wenig Pause einzulegen, hier Weihnachten zu feiern und unsere Körperbatterien mit lokalen Ausflügen, gutem Essen, schönen Spaziergängen etc. wieder aufladen zu können.
Die Zeit bis zum vor reserviertem Abendessen um 18 Uhr verbrachten wir mit einem Dünenspaziergang, Sprinter innen etwas sauber machen, Solarpanel auspacken und weiteren Kleinigkeiten.
Das um 18 Uhr gebuchte Abendessen übertraf unsere Erwartungen. Ein leckerer Salat als Vorspeise, dann eine wahrhaft leckere Fleischfreie Berberpizza in der Tanjine und anschließend Rindfleischspieße vom Grill mit Pommes. Als Dessert frische Früchte und zum Abschluss ein erfrischender Minztee. Dies für 15€ pro Person. also 30 € inkl. Wasser. Zusätzlich war uns erlaubt worden, unsere eigenen alkoholische Getränke aus dem Fahrzeug mitzubringen. Worauf ich ein mitgebrachtes spanisches Bier zum Abendessen trank.
Gut gesättigt rollten wir uns gemächlich zum Sprinter und verbrachten nun noch einen entspannten Abend in der Hoffnung trotz vollem Magen noch gut schlafen zu können.
Fotos: Sonnenaufgang beim Camp Secret du Sahara, Stellplatz am Camp Secret du Sahara. Xiangyang in Ihrem Element führt ein Interview mit Roland und Brigitte.








Tag 37 Freitag 19.12

Von unserem Übernachtungsplatz Camping Jurassique im Gorges du Ziz ging es über Errachidia, Erfoud, Rissani zum Campingplatz Secret Du Sahara Hostel in Hassilabied.
Nach dem Frühstück sowie auffüllen von Wasser usw. ging die Fahrt gegen 11 Uhr weiter in Richtung Sahara.
Zuerst folgten wir weiter dem Fluss Ziz im Canyon bis wir diesen verließen und langsam über immer flacheres Gelände nach Errachidia, Erfoud, Rissani kamen. Unterwegs stoppten wir für Fotos, frische Datteln kaufen sowie einen Krämermarkt Besuch.
In Rissani wollten wir zu einem Späten Mittagessen in ein von Google gut bewertetem Restaurant einkehren. Jedoch alleine schon die Gegend wo sich das Restaurant in der Stadt Rissani befand machte uns misstrauisch. Und als wir dann endlich das Restaurant fanden war uns klar wir essen in dieser Stadt nichts. Von Rissani fuhren wir dann noch 30 Minuten zum Campingplatz Secret Du Sahara Hostel in Hassilabied. Da es schon kurz vor Sonnenuntergang war, hatten wir nicht mehr zu viele Optionen einen guten Platz zu finde.
Der Campingplatz ist ok. Mehr aber auch nicht. Die Sanitären Anlagen könnten definitiv besser sein. Die Lage ist schön. Man sieht schön auf die großen Sandünen vom Ergg Chebi und auf das Lager der lokalen Kamele. An diesem Ort bleiben wir für heute Nacht. Er kostet 8 € inkl. Strom und duschen mit Warm Wasser. Da das Restaurant wegen mangelnder Kundschaft nicht für uns hatte, machte Xiangyang uns eine leckere Nudelsuppe. Danach senkte sich der Abend langsam zur Neige.
Fotos: Mit Leo im Fluß Ziz spielen, Fotos von unterwegs, Xiangyang beim süße Datteln kaufen, unsere ersten Kamele welche die Straße vor uns überqueren. Am Campingplatz Secret Du Sahara Hostel in Hassilabied und Besuch beim Kamel Lager von Hassilabied









Tag 36 Donnerstag 18.12

Fahrt: Von Ifrane nach Azrou, weiter in Richtung Midlet. Straße nach Midelt in Timahdite nach Midelt gesperrt. Umweg daher über Boulemane nach Midelt. Von Midelt über den Tizi n‘ Talghamt Pass nach Er Rich und ein Stück noch zum Camping Jurassique, Gorges du Ziz, N13
Nach dem Aufwachen einer Nacht ohne Schneefall war unsere Hoffnung groß das wir es über den zweithöchsten Pass Marokkos es nach Midlet schaffen.
Gegen 9:30 Uhr sind wir aufgebrochen um das heutige Abenteuer in Angriff zu nehmen. Allerdings war schon nach 20 Minuten der erste Dämpfer zu verbuchen. Wir wollten auf einer neuen Straße zuerst nach Azrou um dann in Richtung Midlet weiter zu kommen. Doch bereits nach 15 km war Schluss den genau dieser neue Teil war wieder gesperrt und wir durften erneut nach Ifrane zurückfahren. Es schein so als ob diese Region / Stadt uns im Würgegriff hält und einfach nicht mehr loslassen will.
Somit unternahmen wir einen weiteren Versuch über die alte Straße nach Azrou zu kommen. Dies gelang auch ohne irgendwelche Probleme. Die 2 Tage zuvor gesperrte Straße war wieder frei. Somit fuhren wir durch ein Winterwunderland von Ifrane nach Azrou. Von Azrou führte uns der Weg dann weiter bergauf auf gut geräumter Straße bis nach Timahdite. Dort allerdings erwarte uns eine Überraschung, die gewünschte Straße über den zweithöchsten Pass war doch noch gesperrt und so mussten wir einen Umweg nach Boulemane in Kauf nehmen.
Dies war nicht sonderlich schlimm da wir auf einer guten Straße zügig voran kamen und auf unserer rechten Seite wir immer die majestätischen Berge des Mittleren Atlas im Blick hatten. Von Boulemane ging es dann wieder in Richtung Midelt.
Auf dieser über 45 km fast schnurrgeraden Strecke konnte Xiangyang während der Fahrt ein leckeres Essen zubereiten das in unserem Instant Pot ( Art Schnellkochtopf ) vor sich hin kochte um am Zielort gar zu sein.
Die insgesamt sehr ordentliche Straße gewann nach diesen 45 km schnell an Höhe und schon nach kurzer Zeit waren wir auf 1950 Meter. Allerdings waren wir auch gleichzeitig in einem dichten Nebel unterwegs. Sobald aber die Straße wieder nach unten ging lichtete sich der Nebel und gab herrliche Blicke auf eine tolle Berglandschaft Preiß.
Endlich in Midelt angekommen, verließen wir zügig diesen Zielpunkt welcher uns seit 3 Tagen aufgrund der Wetterkapriolen nicht näherkommen lassen wollte. Nach Midelt kamen wir noch über den Tizi n‘ Talghamt Pass nach Er Rich und weiter durch eine Canyon Landschaft welche den Canyons in Utah nichts nachstand. Einfach wunder schön wie sich der Fluss Qued Ziz durch diesen engen Canyon mit steilen Wänden durchgearbeitet hatte. In diesem Canyon fanden wir dann auch einen schönen Campingplatz, welcher uns an den Jurassic Park erinnerte. Den Camping Jurassique im Gorges du Ziz.
Dort angekommen konnten wir in einer atemberaubenden Canyon Landschaft das von Xiangyang zubereitete essen zu uns nehmen. Nach einer heißen Dusche war dann aber auch bald nach einem anstrengenden Fahrtag Schicht im Schacht.
Fotos: Leo auf einem Leo in Ifrane, Berberaffen im Schnee zwischen Ifrane und Azrou. Nette Unterhaltung mit eine Polizisten, welcher sehr gut deutsch sprach über die notgedrungene Umleitung. Landschaftsaufnahmen auf dem Weg zum Canyon Campingplatz Jurassique im Gorges du Ziz.











Tag 35 Mittwoch 17.12
Gefahren sind wir heute nicht, außer auf dem Parkplatz ein wenig.
Nach dem Aufwachen galt es als erstes einen Blick aus dem Fenster zu werfen. Nach dem öffnen der Jalousie sind wir erst einmal nicht aus dem Staunen herausgekommen. Der Expeditionstruck von Brigitte und Roland war an den Rändern erkennbar gut eingeschneit. Als wir dann unsere Schiebetür öffnen wollten hat diese sich erst einmal dagegen gewehrt. Der Grund war schnell klar. Es hatte bis auf Höhe unserer Schiebetür geschneit. Ohje, an ein wegfahren war erst einmal nicht zudenken. Aber das wollten wir ja sowieso nicht, da bei diesen Bedingungen alle 3 Straßen in Richtung Süden gesperrt waren.
Jedoch Leo musste seine Morgentour machen und so baute sich Xiangyang provisorische Gummistiefel aus Plastiktüten und sprang in den tiefen Schnee. Leo natürlich gleich hinterher. Die beiden hatten einen Riesenspaß dabei. Vor allem Leo. Man kann gar nicht glauben das er ein Grieche vom südlichen Peloponnes ist. Er scheint von seinem Temperaturempfinden eher einem Husky zu ähneln. Er mag definitiv Schnee. Das haben wir jetzt schon mehrfach erlebt.
Hier war er aber noch viel mehr happy da er so einen tiefen Schnee noch nie erlebt hatte. Mit tollen Sprüngen jumpte und rannte er herum. Er wollte gar nicht mehr in den Sprinter.
Nachdem die zwei zurück von Ihrer Gassi Runde kamen frühstückten wir erstmal in Ruhe. Xiangyang ging danach mit Leo zum Markt um frisches Gemüse und Obst zu kaufen. Ich habe derweil versucht um unseren Sprinter herum etwas „Gehweg“ frei zuschaufeln.
Nachdem ich das erledigt hatte wollte ich wissen ob ich überhaupt wegfahren könnte und habe das gleich getestet. Überraschenderweise bin ich tatsächlich ca. 10 Meter weit gekommen. Wahrscheinlich wären noch ein paar Meter mehr drin gewesen aber ich wollte meine Kunststoffstoßstange nicht riskieren und bin somit etwas vom Gas gegangen. Nachdem ich das tat war auch gleich Schluss mit Vortrieb da der Schwung weg war. Somit musste ich nochmals etwas Schnee mit den Sandboards als Schaufel wegschaufeln und bin im Anschluss tatsächlich nochmals ca. 5 Meter weitgekommen. Es fehlten aber immer noch 15 Meter bis zu einem bereits freigelegtem Platz.
Während ich so für mich tätig war ist ein Polizist am Parkplatz erschienen. Dieser hat dann einen Schneepflug besorgt welcher in Nullkommanix mir eine freie Piste geräumt hatte. Danach musste ich allerdings die Sandboards benutzen um den letzten Meter fahren zu können, da mittlerweile soviel Schnee unter unserem Sprinter war, dass es nur so am schnellsten ging…..tatsächlich habe ich die Boards für die Sahara mitgenommen und nicht im entferntesten daran gedacht ich benötige die in Marokko im Schnee……
Die Dinger sind aber auch ganz gut zum Snowboarden 😉
Nach dieser doch etwas anstrengender aber lustigen Aktion habe ich mich noch eine ganze Weile mit dem freundlichen Polizisten unterhalten. Soweit ich Ihn dann verstanden habe werden morgen die Pässe in Richtung Süden frei sein. Wenn dies tatsächlich der Fall ist, werden wir morgen über den zweithöchsten Pass in Marokko, den hohen Atlas überqueren. Lassen wir uns mal morgen überraschen.
Zum Schluss habe ich den Sprinter noch so geparkt das er sicher beim Expeditionstruck von Brigitte und Roland steht. Die zwei sind ebenfalls Schwaben aus der Nähe von Horb und wie wir in etwa in die gleiche Richtung unterwegs. Wir hatten die 2 bereits in Fes auf dem dortigen Übernachtungsparkplatz kennengelernt.
Zum Mittagessen hat Xiangyang uns eine leckeren Nudelsuppe gezaubert und ansonsten haben wir die Zeit, nachdem ich unsere Starlink Antenne vom Schnee freigelegt hatte, mit Internet Surfen verbracht.
Um 17:30 Uhr sind wir mit Brigitte und Roland zum Abendessen ins Städle gegangen. Dabei konnte man lauter Happy Marokkaner sehen welche wie wir den Schnee genossen.
Nachdem Abendessen entspannten wir und hoffen für Morgen ein sicheres Weiterkommen.
Fotos: Ca. 40 cm Neuschnee über Nacht. Der Wetterbericht hatte recht, Spaß im Schnee. Sprinter ausbuddeln, nach selbst geschafften 15 Meter kam Hilfe mit großem Gerät, Snowboarden mit Sandboard, der nette Polizist welcher den Schneepflug organisiert hatte. Leo hat Mega Spaß im Tiefschnee und im Auto. Abends auf dem Weg zum Essen mit einem Marokkanischen Schnee Picknick und Tangine neben unserem Sprinter. Marokkanischer Schneemann von 2 geschäftstüchtigen jungen Marokkanern. Foto für 5 DAH = 50 Cent.














Tag 34 Dienstag 16.12

Fahrt: Nicht wie geplant nach Midlet, da gesperrt und nicht nach Boulemane da auch gesperrt. Die Strecke nach Marrakesch ist auch gesperrt. Nur nach Fes ist die Straße frei. Dann noch ein wenig im Ort hin und her zu den jeweiligen Polizeisperren.
Die Nacht war stürmisch und die gesamte Zeit hat es mal mehr mal weniger stark geregnet. Dadurch konnte ich ab 4 Uhr früh nicht mehr schlafen und habe alle möglichen Wetterinformationen über unsere aktuelle Region ausgewertet und verschiedene Varianten in Richtung Sahara durchgespielt.
Das die geplante Route über Midlet sicherlich gesperrt war, da sie über den 2100 Meter ( zweithöchster Pass in Marokko ) hochgelegenen Col du Zad geht, war schon fast sicher. Allerdings versuchten wir unser Glück aber schon vor dem Ortsausgang von Azrou erklärte uns die Polizei, der Pass ist zu.
Daraufhin ging es zurück nach Ifrane um von dort in Richtung Boulemane – Missour den hohen Atlas an einer niedrigeren Stelle zu passieren. Aber auch hier war schon wieder vor dem Ortsausgang Schluss, da auch hier ein 1850 Meter hoher Pass zu bewältigen ist.
Unsere dritte Variante, über Marrakesch in den Süden zu gelangen, was aber ein sehr großer Umweg bedeutete, scheiterte daran, dass wir nicht mehr von Ifrane nach Azrou fahren konnte. Diese fast 20 km lange Verbindungsstraße war ebenfalls dicht.
Somit blieb uns nichts anderes übrig als auf einem flachen Parkplatz in Ifrane unser Lager aufzuschlagen. Wir versuchten es dann gegen 15 Uhr noch einmal nach Boulemane – Missour zu kommen, aber die Straße aus Ifrane heraus war immer noch gesperrt. Somit viel die Entscheidung, wir warten mal morgen ab was das Wetter so bringt. Vielleicht ist es ab Mittag möglich wenigstens nach Boulemane – Missour zu fahren.
Außer uns stehen jetzt auch noch Roland und Brigitte mit Ihrem Mercedes 917 Expeditionstruck neben uns. Die beiden haben wir schon in Fes auf dem Parkplatz bei der Medina kennengelernt. Das wir uns jetzt so wiedersehen hat von uns keiner gedacht.
Ich dachte ich bin in Afrika und nicht in Nord Norwegen. Soviel Schnee sah ich in Deutschland schon eine ganze Weile nicht mehr. Aber scheinbar ist das hier um diese Jahreszeit nicht ungewöhnlich. Ifrane wird ja auch die Schweiz Marokkos genannt und nur wenige Km entfernt ist auch ein Skigebiet. Also alles normal. Nur eben nicht für uns, da man Marokko mit Sonne in Verbindung bringt. Aber gelesen hatte ich ja schon davon, das solche Wettersituationen eine Hoher Atlas Überquerung schwer machen.
Ganz witzig ist es auch den Marokkanern beim Autofahren zu zusehen. Viele schleichen aus Angst im Schritttempo daher obwohl 10-20 km/h auch noch sicher wäre. Dann ist zusätzlich die Warnblinkanlage an. Was ja mal gut ist. Andere haben sicherlich abgefahrene Sommerreifen drauf, da sie nicht mal auf der Ebene vom Fleck kommen. Dann gibt’s schon mal kein Unfall. Wiederum andere drängeln an einer Schlange trotz Gegenverkehr an den wartenden Autos vorbei. Das waren überwiegend die Audi Fahrer …hmmm..waren das vielleicht Deutsche ?
Wir sind auf jeden Fall mal gespannt was uns morgen erwartet. Aber zuerst muss ich morgen erstmal aus dem Parkplatz rauskommen, denn wenn es heute Nacht noch eine Ladung von dem weißen Pulver hinschmeißt kann das lustig werden. Ich habe zwar 2 Sandboards dabei, die waren aber für die Sahara gedacht und nicht für Tiefschnee…
Fotos: Wettersituation vor Ort, gilt auch für Azrou, Fahrt nach Ifrane so begann der Morgen, ein paar km oder paar Meter höher war der Regen Schnee, Alternativroute über Missour hat auch nicht funktioniert, Mittagessen, erneuter Versuch nach Missour gescheitert, Bau eines Schneemanns, ein in der Nähe liegendes Skigebiet, Gute Nacht Bild












Tag 33 Montag 15.12
Während unserem Frühstück haben wir uns entschieden einen weiteren Tag in Azrou auf dem Campingplatz zu verbringen. Bei 7.5€ pro Tag fällt einem das auch nicht schwer.
Der eigentliche Grund dafür ist aber der immer Dienstags stattfindende Berber Markt am Außenrand von Azrou.
Die Stadt Azrou ist eine etwa 55.000 Einwohner zählende Stadt und das historisch bedeutende Handelszentrum der Berber. Wegen seiner Höhenlage in den Bergen des Mittleren Atlas ist es seit der französischen Kolonialzeit eine Sommerfrische. Heute ist es zudem ein beliebtes Ausflugsziel. Im Moment ist allerdings recht kalt. Die Tageshöchsttemperatur war heute nur um die 5 Grad.
Trotzdem waren wir ein wenig in der Region unterwegs und haben einige Berberaffen gesehen. An einem Platz an dem handgemachte Zeederholz Dinge verkauft werden, gibt es auch viele Berberaffen. Gegen Geld kann man Nüsse kaufen und die Affen vollstopfen. Das scheint bei den Marokkanern sehr beliebt zu sein. Als ich mir das so anschaute habe ich beobachtet wie ein LKW angehalten hat und mit Brotresten die vollgefressenen Affen gefüttert hat und gleichzeitig einen hungrigen Straßen Hund verjagt hat. Was ist das nur für eine Kultur.
Ich wollte den armen Kerl dann füttern aber er war so verängstigt dass er immer einen großen Abstand aufgebaut hat. Als ich etwas von dem Futter für ihn an eine Stelle gelegt habe wo er zuletzt war, kamen sofort die Affen und haben es ihm geklaut. So ein von Menschen geschaffenes Verhalten der Tiere macht mich wütend.
Was mir auch sehr übel aufgestoßen ist, war wieder das einsammeln von Parkgebühren. Ein Mann verlangt 50 Cent und gibt mir einen Parkschein. Und das obwohl an diesem Platz kein Schild für Gebühren hängt. Zumal es sich um den Platz für die Souvenir Stände und Erdnuss Verkäufer handelt.
Die 50 Cent tun mir nicht weh. Allerdings komme ich mir vor als ob ich ein Geldbeutel bin in den viele Marokkaner hinein langen wollen.
Wenn das so weitergeht und damit rechne ich, werde ich mich entweder stur stellen oder die Reise in Marokko wird kürzer ausfallen. In dieser ersten Woche in diesem Land nervt mich das schon sehr.
Zudem haben wir Geld von einem Bankautomaten geholt. Wobei erst der dritte ATM Geld ausgegeben hat. Auch stand ein erstes Volltanken an. Total Tankstellen sind weiterhin verbreitet. An solch einer Tankstelle habe ich dann Excellium Premium Diesel ( wenn’s einer war ) für 1.12€ den Liter getankt.
Auch stand ein wenig einkaufen an. Bei Carrefour einige wichtige Dinge ( Hühnerfleisch, Eier, Wasser….) und auch im Kellerabteil ( nur für Erwachsene) 2 Flaschen Marokkanischen Rotwein.
Gemüse und Obst werden wir morgen auf dem Markt kaufen.
Ansonsten gab es keine weiteren Aktivitäten. Das Wetter war einfach zu schlecht und zu kalt.
Fotos: Campingplatz kurz vor Azrou, Berberaffen in der Nähe von Azrou, Tolle Zedernbäume in den Wäldern um Azrou




Tag 32 Sonntag 14.12

Fahrt: Von Fes ging es ca. 91 km weit bis kurz vor Azrou zum Euro Campingplatz.
Heute hatten wir ausgemacht wir schauen uns die Altstadt von Fes getrennt an. Geli ging es heute Morgen nicht ganz so optimal so entschlossen Geli und Achim später zu einem bei Fes liegenden Campingplatz zu fahren.
Xiangyang fuhr ich an die Westseide der riesigen Altstadt / Medina von Fes. Dort startete Sie alleine ihre geplante Medina Tour. Ausgemacht war ein Parkplatz an der Nordseite der Medina wo Leo und ich parken und wir dann wieder gemeinsam sind.
Zu diesem Parkplatz an der Nordseite sind Leo und ich dann weitergefahren. Von diesem Parkplatz ist es dann nur ein kurzer Fußweg zur berühmten Leder Gerberei von Fes.
Zusammen mit Leo bin ich dann dorthin gegangen. Aber kaum waren wir dort wurde Leo extrem unruhig und wollte keinen Schritt weiterlaufen. Offensichtlich war der strenge Ammoniak Geruch, den der Leder Weichmach Prozess produziert für seine superempfindliche Nase absolut nichts. Somit gingen wir wieder zum Parkplatz zurück.
Kaum waren wir aus dem Geruchsbereich der Gerberei, war Leo auch wieder der alte. Ich verbrachte dann noch ein wenig Zeit mit Ihm im Auto bevor ich mich dann alleine auf den Weg in die Medina machte. Eigentlich wollte ich nicht wirklich mir noch einmal eine Medina ( war ja nun schon die Medina Nr.3 ) in so kurzer Zeit antun. Aber die Gerberei interessierte mich schon.
Dies tat ich dann auch und bekam dann auch noch eine deutsche Erklärung der Geschichte sowie des Lederherstellung Prozesses. Natürlich wurde ich dazu wieder angequatscht. Da mir der deutschsprechende Marokkaner aber sympathisch war, akzeptierte ich eine Führung mit Erklärung und gab ihm am Ende ca. 5€. Im Vorfeld hatte ich ihm schon klargemacht, ich kaufe nichts und bin nur an einer fachkundigen Führung interessiert. Dies hat er auch ganz gut gemacht. Zudem hatte ich eine prima Ausblick von einer Aussichtsterrasse auf die Gerber.
Im Anschluss bin ich dann doch noch weiter in die Medina vorgedrungen. Ich hatte mir in Komoot eine Wanderung durch die Medina ausgesucht. Allerdings ging ich auch mit dieser Hilfe schnell im Labyrinth der vielen Gassen und Gänge verloren. Jedoch traf ich immer wieder auf die Komoot Route und so konnte ich mich wieder aus dem Schlamassel herausbewegen. Während dieser Exkursion kam ich an Kupfer Handwerker, Messing Handwerker, Frauen und Männerkleidung Schneider, Schuhmacher, Gewürz und vielem mehr vorbei. Trotzdem war ich nie entspannt, da man in diesem Bereich schnell die Orientierung verliert. Und das ist etwas was ich nicht gewohnt bin und somit überhaupt nicht mag. Daher war ich erst wieder entspannt als ich mich im Wohnmobil neben Leo setzen konnte.
Xiangyang ist dann auch ca. 1 Stunde später wieder zu uns gestoßen. Beide waren wir uns einig. Medinas haben wir jetzt genug erlebt. Somit sind wir sogleich weiter in Richtung Mittleres Atlas Gebirge, genauer gesagt in Richtung Ifrane / Azrou zum Euro Campingplatz in Azrou aufgebrochen.
Die Fahrt dorthin lief wie die Fahrten zuvor, voll Konzentriert mit jeder Menge Unterhaltung, welche noch getoppt wurde durch hunderte von herausgeputzten Polizisten und Armee Angehörigen welche an jeder Ein- Ausfahrt / Abzweigung / Kreuzung / Laden / Parkplatz / Gehweg / Tankstelle / fliegende Händler etc. standen. Ihre Fahrzeuge bestanden aus großen Toyotas Geländewagen oder großen BMW Motorrädern. Für sowas gibt es genug Geld, während große Teile der Bevölkerung recht wenig verdienen. Grund für das Spektakel ist, der Königssohn ist gerade in Ifrane.
Ifrane wird auch die Schweiz Marokkos bezeichnet. Wenn Schnee liegt kann man in der Region Ski fahren.
Zusatz Kommentar: Uns geht es ganz gut in Deutschland, wenn man die Situation in Marokko sieht. Also nicht meckern wenn wir nicht zufrieden mit irgend etwas in unserem Leben sind.
Fotos: Alle in Fes aufgenommen. Parkplatz in der Nähe der Gerberei, Gerberei, In der Medina ( Altstadt )















Tag 31 Samstag 13.12

Fahrt: Vom Campingplatz Azilan in Chefchaouen ging es nach Fes, zuerst zum Carrefour einkaufen, danach zum Parkplatz am Ben Mohammed El Alaoui Boulevard.
Nach einer wieder kurzweiligen Fahrt von Chefchaouen in Richtung Fes, es ist wie im Kino wenn man zur eigenen Windschutzscheibe hinausschaut, denn was sich auf den Straßen so alles tummelt ist spannend. Jogger, Eselskarren, Rad und Mopedfahrer in alle Richtungen, völlig überladene Fahrzeuge, vom R4 bis zum Truck, dahinkriechende alte Rostlauben, unvermutet anhaltende Mini Busse, Geisteskranke Raser und was weiß ich nicht noch alles. Achso, dazu noch eine sehr schöne Landschaft. Nur die konnte ich als Fahrer nicht so wie sonst gewohnt genießen. Der Verkehr erforderte meine gesamte Konzentration.
Nach ca. 4.5 Stunden Fahrt kamen wir dann in Fes auf dem Parkplatz am Mohammed El Alaoui Boulevard an. Dort wurden wir schon an der Einfahrt von einem Mann in ordentlicher Kleidung an der Parkplatzschranke angesprochen, da ich kurz zögerte ob das wohl richtig ist, weil ich nur kleinere Pkw Parkplätze sah. Diesen Moment nutzte er aus und erklärte er zeigt uns wo wir idealerweise mit unserem Wohnmobil parken können. Der Typ machte einen Eindruck als wenn er zum Parkplatzpersonal dazugehörte. War aber nicht so. Dann wollte er uns noch einen Reiseführer für die Stadtbesichtigung aufschwatzen. Sein Bruder spricht deutsch und sei zertifizierter Reiseführer. Naja auf jeden Fall haben wir wieder etwas dazugelernt. So was ist mir / uns sonst noch nie begegnet.
Geschäftstüchtig oder Gauner, man kann es drehen wie man will, es kommt am Ende das gleiche dabei heraus. Man wird als potentielles Opfer betrachtet. Sowas kotzt mich schon an.
Den Abend haben wir uns dadurch aber nicht verderben lassen. Xiangyang hatte ein wunderbares Restaurant gefunden. Dort haben wir in einer herrlichen Umgebung sehr lecker typische Marokkanische Speisen genießen können und wurden dabei nicht über den Tisch gezogen.
Auf dem Rückweg zum Parkplatz, welcher auch unser Übernachtungsplatz ist, durften wir noch kurz einer Marokkanischen Hochzeit beiwohnen.
Der Abend ging dann schon bald mit gutgefüllten Wams zu Ende.
Fotos: Abendessen nach unserer Ankunft mit unseren Freunden Geli und Achim, Vorspeisen, Mein Hauptgang Hausgemachte Chicken Pie, eine lokale Spezialität



Tag 30 Freitag 12.12

Fahrt : Vom privaten Übernachtungsplatz im Talassemtane National Park ging es zum Wanderparkplatz in Akchour und danach nach Chefchaouen zum Campingplatz Azilan.

Wanderroute zur Brücke Gottes und zu den Wasserfällen
Nach dem Frühstück sind wir noch ein paar Kilometer auf einer engen Straße zum Parkplatz in Akchour für die Wandertour gefahren. Das kleine Sträßchen führte teilweise sehr steil mit engen Kehren nach oben. Dann wieder mit engen Kehren sehr steil bergab. Für uns kein Problem, jedoch für unsere Freunde in Ihrem 7.4 Meter Wohnmobil war es schon etwas kniffliger. Achim der Fahrer hat aber Jahrzehnte lange Erfahrung aus engen Griechenlandstraßen mitgebracht und somit meisterte er diese anspruchsvolle Strecke ohne Probleme.
Im Park unternahm ich eine Wanderung. Der erste Teil sollte mich zur Brücke Gottes führen. Die Wanderung war als Moderat beschrieben. Dieser Teil zur Brücke Gottes war sicherlich damit nicht gemeint. Teils sehr steil auf einem engen Weg an den Felsen und dem Abgrund entlang ging der Wanderweg steil nach oben. Da der Boden noch leicht feucht vom letzten Regen war, waren die Passagen welche weniger Fels, dafür mehr Erdreich hatten, teilweise etwas rutschig. Da ich aber einen Wanderstock dabei hatte war auch dies ohne Gefahr zu meistern. In Turnschuhen ohne Wanderstock wäre dieser Weg aber ein wenig gefährlich und nicht mehr Moderat wie in Komoot beschrieben.
Der zweite Teil der Wanderung dann zu den Wasserfällen, war eine Art angenehmer Spaziergang. An wunderschönen kleinen Wasserbecken vorbei, welche von kleinen Wasserfällen gespeist wurden ging der Wanderweg langsam ansteigend in Richtung der 3 Wasserfälle. Im Sommer ist hier bestimmt jede Menge los. Allerdings ist die Nahrungsversorgungsinfrastruktur hervorragend ausgebaut. Alle paar Meter am Weg entlang befindet sich eine Grill / Raststation. Teilweise toll im Schatten schöner Bäume gelegen. Zu meiner Zeit heute waren aber fast alle geschlossen.
Nach der Wanderung sind wir weiter nach Chefchaouen gefahren. Chefchaouen wird auch als die blaue Stadt bezeichnet. Sie liegt im Rif Gebirge welches bekannt für seine Hanfpflanzen zur Gewinnung von Haschisch ist. In Chefchaouen soll es sehr leicht sein um an diesen Stoff zu kommen. Dieser ist zwar auch in Marokko illegal aber im Rif Gebirge sieht man das nicht so eng und so kann es passieren das man etliche zugekiffte Personen in Chefchaouen antrifft.
Nach unserer Ankunft in Chefchaouen sind wir einen steilen Fußweg vom Campingplatz in die Medina abgestiegen. Xiangyang war bereits mit Leo vorausgegangen. Geli, Achim und ich folgten etwas später. Unten angekommen trafen wir uns alle wieder in der Medina. Chefchaouen ist schon ein Highlight einer Marokko Reise. Die engen Gassen mit ihren blaugetünchten Häusern sehen schon besonders aus. Da Chefchaouen nicht so groß ist, ist es auch in den Gassen nicht ganz so eng und schmutzig wie gestern in Tetouan.
Trotzdem war es wieder kein Spaß Leo dabei zu haben. Die vielen Kleine und Große Katzen machen ihn schon verrückt. Solange man mit ihm in Bewegung ist, ist er entspannt. Steht man allerdings für eine Weile wo und er entdeckt eine Katze / Kätzchen, fixiert er dieses für eine Zeitlang und bellt dann wie gestern plötzlich laut los sowie beschleunigt in Richtung Katze. Das sorgt erneut für ein sofortiges Zusammenzucken der umstehenden Marokkaner. Auch kann man genau sehen das sie Angst vor Hunden haben. Sie machen einen möglichst großen Bogen (soweit in der engen Gasse mit Menschen möglich) um mich. Wenn er laut bellt habe ich immer viel Platz danach. Besonders kleinere Kinder haben Angst vor Hunden. Wenn Leo auftaucht, nehmen Sie reis aus. Ganz anders wie in unserer Kultur. Ich komme damit einfach nicht zurecht. Hunde sind doch die viel besseren Tiere als Katzen. Auch die Straßenhunde haben immer Angst vor den Menschen. Man kann sich schon denken warum. Komische Religion, den die ist ja der Grund für dieses Verhalten. Hunde werden wohl als schmutzig betrachtet. Ihre Müllberge und Abfälle einfach hingeworfen an jedem erdenklichen Ort sind wohl für Allah ok……….
Somit war es nach dem zweiten Versuch, Leo mit in eine Medina zu nehmen klar, das bringt keinem was. Leo muss an extrem kurzer Leine gehen, die Katzen haben Angst wenn Leo auftaucht und die meisten Menschen auch. Es war zwar anstrengend auch für mich ihn an kurzer Leine zu halten, allerdings wurde ich auch nicht von Marokkanern zum kaufen etc. angesprochen.
Da in Marokko Hunde nicht ins Taxi mit dürfen, musste ich die steile Treppe wieder zum Campingplatz hochlaufen. Oben auf der Straße wurden wir beide dann noch fast von einem dieser idiotischen Autofahrer über den Haufen gefahren. Da er nicht bremsen wollte, meinte er wohl, er kann um uns herumfahren. Dabei hat er aber nicht mit einberechnet dass wir uns bewegen und nicht kriechen. Ich war echt angepisst über diesen Depp.
Daher habe ich im Wohnmobil erst mal ein Cool Down Eis aus dem Tiefkühlfach geholt. Der Abend verlief dann zum Glück völlig unspektakulär.
Fotos: Blick auf Chefchaouen und in der Medina von Chefchaouen








Tag 29 Donnerstag 11.12

Fahrt: Vom Übernachtungsplatz in Capo Negro ging es zu einem Parkplatz in Tetouan und danach weiter zu einem privaten Übernachtungsplatz im Talassemtane National Park.
Nach dem Frühstück Text sind wir gemeinsam ca. 11 km zu einem großen Parkplatz im Zentrum von Tetouan gefahren. Dort haben wir einige Zeit damit verbracht herauszufinden wie wir unsere Mobile am besten ohne Strafzettel parken könnten. Mittlerweile weiß ich das war verschwendete Zeit, denn keiner hält sich wirklich an irgendwelche Regeln.
Vom Parkplatz ging es dann kräftig bergauf in Richtung Altstadt = Medina. Es war unsere erste Medina auf dieser Reise. Leo war auch mit dabei und schon auf dem Weg in Richtung Medina zeichnete sich ab was das heute noch wird. Da es unzählige wilde Katzen in der Stadt gab war Leo immer aktiv und wenn er eine entdeckte oder eine Katze ihn entdeckte war die Leine unter kräftigem Zug. Aber dies war erst der Anfang.
Irgendwann hatten wir es dann auch geschafft und hatten einige Treppenstufen, vorbei an Müllbergen, hinter uns gebracht und waren durch die Altstadtmauer in der Medina von Tetouan. Im Prinzip hatten wir immer nur gelesen was eine Medina ist. Somit waren wir zwar theoretisch vorbelastet jedoch praktisch und mental nicht wirklich auf das kommende eingestellt. Xiangyang vielleicht noch am besten, Leo und ich am schlechtesten.
Schon nach kurzer Zeit wurden die Gassen immer enger, immer mehr Läden preisten ihre Waren im und vor Ihren Geschäften an. Es wurden immer mehr Menschen und von oben kam teilweise nur noch wenig Tageslicht in die engen Gassen. Die Marokkaner hatten dauernd Angst vor Leo und versuchten uns auszuweichen, was in dem Gedränge und engen Gassen dazu führte das ich Leo ganz ganz kurz an der Leine führte. Zudem schien es das die Katzen immer mehr wurden und es dann auch hin und wieder einige wilde Hund dazwischen gab. Daraus folgte das mein kleiner Jagdhund urplötzlich in Richtung einer Katze springen wollte, was ich dann mit aller Kraft zu verhindern versuchte. Dies mir aber nicht immer gelang und es so zu fast Beinahe Unfällen zwischen Katze und Hund kam.
Alternativ war noch folgende Variante interessant, welche allerdings nicht für Freude bei den Menschen in unserer Nähe führte. Wenn wir irgendwo gerade angehalten hatten und etwas anschauen wollten oder beratschlagen wollten, konnte Leo in Ruhe seine Umgebung abscannen. Geriet dabei eine Katze in seinen Blickstrahl so fixierte er sie eine Zeitlang bis er unvermutet auf einmal mit lautem Gebell versuchte die Katze anzusprechen. Oder zu erinnern, wer hier der Boss ist. Da nun die Gassen sehr eng war, Leo sehr laut war, zuckten sozusagen alle um ihn herum erschrocken zusammen. Dies war schon ein wenig blöd, zumal mein kleiner Kerl nicht mit seinem Gebell stoppen wollte bis ich ihn ein wenig fester an gute Sitten erinnerte. Diese Aktion führte er mehrmals durch bis ich doch ein wenig gestresst war. Leo sicherlich auch.
Zudem wenn wir so eine enge Gasse durchliefen und ich eine Katzengruppe sah, sagte ich zu Leo „weiter weiter “ dadurch hatte er keine Zeit auf die Katzen zu reagieren. Allerdings bog ich so ohne Plan Links und rechts ab, so das wir ein wenig die Orientierung in dem Labyrinth verloren.
Irgendwann kam dann der Moment wo ich sagte Genug ist Genug. Dieser Medina Spaziergang macht Leo keinen wirklichen Spaß, mir auch keinen mehr und bestimmt einige Marokkaner ging es ähnlich. Somit verabschiedete ich mich und war auf dem Weg zurück zum Auto. Der Weg führte mich wieder über Treppen aus der Altstadt. Diese führten an einem antiken Turm der Altstadtmauer vorbei. Für die Bewohner schien dies eine gute Stelle zum Müll abladen zu sein. Selbst auf den Stufen befand sich allerhand Unrat, selbst Rasierklingen. So hatte ich einiges damit zu tun Leo auf einer sauberen Bahn durch dieses Chaos zu lotsen. Kaum waren wir wieder auf normalem Straßenlevel wollte Leo sein Geschäft in einem Katzenverseuchten Park machen. Immer wenn er seinen Kaka Positionskreisel einleitete kam eine Katze in sein Blickfeld und unterbrach diese wichtige Routine. So dauerte es eine ganze Zeit bis er eine sichere Position eingenommen hatte und in Ruhe sein Geschäft erledigen konnte. Natürlich habe ich dann eine Kakatüte verwendet um den Ort so sauber wie vor Leo zu hinterlassen. Dazu ernten wir sogar Beifall von einem Marokkaner.
Als ich die Kakatüte dann in den nächsten Mülleimer, welcher an einer Straßenlaterne befestigt war ,schmeißen wollte bemerkte ich, der hatte gar keinen Boden. So sahen dann auch die nächsten Mülleimer, welche an einer Straßenlaterne befestigt waren aus. Erst an einer Bushaltestelle fand ich einen richtigen und vollständigen Mülleimer……
Zurück am Park, wo auch der Parkplatz von unseren Autos war, konnte ich die Leine von Leo öffnen und ihm den notwendigen Bewegungsraum geben. Aber auch hier bemerkte ich wie Marokkaner einen Bogen um ihn machten. Insbesondere war ich erschrocken wie kleine Kinder, welche in anderen Ländern mit Leo immer spielen und streicheln wollten, schon fast panisch davon rannten. Man o Man, was ist das hier nur für eine Kultur und Religion, bei welcher der Hund unrein ist, die Müllberge ignoriert werden, die schmutzigen Füße in irgendwelchen ausgetreten Latschen aber akzeptiert werden. Wie sagte Asterix zu Obelix……die spinnen die ….
Irgendwann kamen dann auch Xiangyang, Geli und Achim wieder zum Parkplatz zurück. Ich hatte derweil unser nächstes Ziel festgelegt. 80 km weiter zu einem privaten Übernachtungsplatz im Talassemtane National Park. Dort sind wir dann nach einer wieder lehrreichen Fahrt über die überaus interessante aber teilweise lebensgefährliche Fahrweise wohlbehalten angekommen. Die Fahrt selber war schön da wir zuerst dem Mittelmeer folgten und danach durch das Rif Gebirge zum Zielpunkt im Nationalpark kamen.
Der private Übernachtungsplatz war eigentlich nichts anderes als der Parkplatz einer Zipleine Anlage. Naja, Geschäftstüchtig sind die Marokkaner. Ich kommentiere das aber hier jetzt nicht mehr weiter…..
Nach einem kleinen Spaziergang haben wir den Tag dann ausklingen lassen.
Fotos: im Talassemtane National Park, Weckdienst, Wanderung zur Brücke Gottes und zu den Wasserfällen, erster Afrikanischer Affe















Tag 28 Mittwoch 10.12

Fahrt: Von unseren Übernachtungsplatz ging es direkt in den Fährhafen von Algerciras, dann mit der Fähre über die Straße von Gibraltar und weiter Zum Capo Negro wo wir heute auf einem Privaten Stellplatz bei einem Restaurant übernachten.
Schon Früh um 6:30 Uhr waren wir wach und ohne zu frühstücken ging es an den naheliegenden Fährhafen. Google Maps brachte uns ohne Probleme direkt zum Parkplatz am Hafenoffice von der AML ( Afrika-Marokko-Line ) Reederei.
Hier checkte ich am Hafenbüro der AML zuerst ein, denn dies stand so auf dem Gutschein für die Fährfahrt aufgedruckt. Im Nachhinein stellte sich heraus, dies sollte nicht nötig gewesen sein. Wir hätten direkt zum Fährterminal fahren können. Aber da wir wohl die ersten unterwegs waren, auch hier stand man sollte 2 Stunden vor Boarding am Terminal sein, ging das in 10 Minuten über die Bühne.
Im Anschluss folgten wir dann dem Schild Tanger und waren innerhalb ein paar Minuten am Terminal für unsere Fähre. Tatsächlich waren wir die ersten und sahen noch wie die 7:30 Uhr Fähre ihr Boarding durchführte. Einige dieser Fahrzeuge sollten wir in Marokko beim Zoll wiedersehen, da Ihre Fähre recht voll war und ihr entladen in Tanger Med wohl länger gedauert hat.
Wir waren mit der AML unterwegs. gewählt hatte ich die wegen dem einfachen Umgang mit Leo. Bei AMl muss er keinen Maulkorb tragen, bzw. muss nicht in einen Zwinger während der Überfahrt. Tatsächlich konnte er sich mit uns frei überallhin bewegen.
Allerdings hatte ich gestern noch vor dem einschlafen die Google Rezessionen der Reederei AML auf dieser Strecke gelesen. Mit 2.0 als Note und jede Menge 1 Sterne Kommentare rechneten wir mit allerlei Ärger und Verspätung.
Nichts davon war der Fall. Das Boarding verlief frühzeitig und ordentlich organisiert. Nur 5 Minuten verspätet, was bei einer Fähre nichts ist, legten wir ab. Alle Personen, vom Ticket Kontrolleur, über die Fahrzeug Einweiser oder auch das Fährpersonal waren sehr freundlich und hilfsbereit. Die Fähre ist wohl schon ein paar Jährchen alt, aber war sauber und in gutem Zustand. Die Ankunft in Tanger Med erfolgte nach 1 Stunde und 45 Minuten. 15 Minuten länger als auf dem Ticket versprochen. Dies war aber wohl der rauen See geschuldet, da unsere Freunde auf einer anderen Fähre sogar fast 2 Stunden anstelle 1.5 Stunden unterwegs waren. Somit können wir zu mindestens für die Fahrt nach Marokko überhaupt nicht die schlechten Bewertungen verstehen.
In Tanger Med angekommen sind wir dann als eine der ersten von der Fähre gefahren. Die Einfahrt in das gewünschte Röntgen unseres Fahrzeugs war dann ein wenig unorganisiert und so hatten wir und andere einen extra Kreisel auf dem Parkplatz vor dem Röntgengerät gedreht.
Das eigentliche Röntgen ging dann in 15 bis 20 Minuten über die Bühne. Das anschließende durchsuchen unseres Sprinters war schnell und ohne ausladen erledigt. Wir hatten hier nur Verzögerung weil wir auf die Fahrzeuge welche vor uns überprüft wurden, warten mussten.
Nach ca. 60 bis 75 Minuten waren wir mit allem durch und in Marokko unterwegs. Vom Hafen ging es erstmal zu einem nahegelegenen Aussichtspunkt an welchem man eine herrliche Aussicht auf das riesige Hafengelände hatte. Hier warteten wir auf unsere Freunde Achim und Geli. Nachdem die auch mit ihrer Fähre in Marokko gelandet sind, fuhren wir schon mal weiter zum vereinbarten Übernachtungsplatz in Capo Negro, welcher in der Nähe der Stadt Tetouan liegt.
Nach einem kleinen Spaziergang haben wir vereinbart uns alle um 19:30 Uhr zu einer Routenberatschlagung und einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant des Übernachtungsplatzes zu treffen.
Das Essen im Restaurant des Stellplatzbesitzers war unser erstes echtes Marokkanisches Essen. Es war sehr lecker. Von der Vorspeise bis zum Hauptgang und den Getränken. Dazu noch in einem schönen Ambiente direkt neben einem offenen Holzfeuer. Was will man mehr….
Fotos: Abendessen am Ca,mpingplatz

Tag 27 Dienstag 09.12

Fahrt: Vom Campingplatz ging es zuerst zum Ticket kaufen bei Carlos, dann zum Centro Veterinario Brulina, danach nochmals AdBlue und Diesel vollgetankt bei einer Repsol Tankstelle. Im Anschluss zum Wohnmobil Übernachtungsplatz in der Nähe vom Carefour.
Früher als üblich sind wir aufgestanden und haben etwas schneller gefrühstückt. Um 9:30 Uhr waren wir dann schon unterwegs. Unser Ziel sollte Algeciras sein. Ungefähr 3.5 Stunden Fahrtzeit für 310km, fast überwiegend auf mautfreier Autobahn galt es zu bewältigen.
Gegen 13 Uhr waren wir dann beim Tierarzt. Hier sollte Leo seinen Gesundheitscheck mit amtlichen Zertifikat für Marokko erhalten. Da dieser offiziell nur bis max. 24 Std vor Einreise nach Marokko gültig ist, musste in diesem Zeit Fenster die Fährfahrt erfolgen. Also bin ich gleich zu Fuß die 1.3 km zu Carlos, dem berühmten Marokko Tickethändler gegangen und habe ein Hin und Zurückticket für uns und den Sprinter für 250€ gekauft. Abfahrt Morgen um 9:30 Uhr.
Danach ging es wieder zurück zum Tierarzt. Dort bin ich mit Leo auch gleich beim Tierarzt an die Reihe gekommen und nach einem Check, bei dem sein Körperbau, Körpertemperatur, sein Gewicht und allgemeiner Zustand geprüft wurde, hatte ich das notwendige Gesundheitszertifikat erhalten. Kosten dafür 45€.
Jetzt war ich doch ein wenig müde und hungrig. Xiangyang war aber noch hungriger 🙂 Somit ging es nun erst einmal zum späten Mittagessen. Heute in einem nahegelegenen China Restaurant. Ich fand das Essen Ok aber auch nicht viel mehr. Da haben wir auf unseren Reisen schon besseres Chinesisches Essen bekommen.
Im Anschluss stand als Verdauungsspaziergang eine Fahrt zu einer Repsol Tanke zum nachfüllen von AdBlue und Diesel auf dem Programm. Auch dies war schnell erledigt und somit hatten wir alle Punkte für heute erledigt so das wir zum Wohnmobilparkplatz, welcher neben dem großen Carefour hier liegt, fahren konnten.
Witzigerweise war nur noch ein Parkplatz frei. Dieser lag genau neben einem Womo mit Esslinger Kennzeichen. So standen 2 ES Wohnmobile nebeneinander. Umgeben von Spaniern, Engländern, Franzosen, Holländern und weiteren Deutschen. Unter anderem standen auch unsere Freunde Achim und Geli nur ein paar Fahrzeuge von uns entfernt. Eigentlich wollten Sie doch schon früher nach Marokko übersetzen. So aber war das toll und das Wiedersehen entsprechend schön.
Gegen 21 Uhr haben wir dann den Tag beendet und den Wecker auf 6:30 Uhr für morgen früh gestellt.
Ich habe auch heute tatsächlich wieder kein Foto gemacht.
Zusatzinfos:
Ticket Office : VIAJES NORMANDIE Agence Voyage Ticket Bateaux Tanger CARLOS GUTIERREZ, C. Fragata, salida 1113, 11379 Los Barrios, Cádiz, Spanien
Tierarzt: Centro Veterinario Brulina, Av. Conde de Revertera, 1, Local B, 11379 Los Barrios, Cádiz, Spanien
Übernachtungsplatz: Aparcamiento Autorizado Vehiculos Viviendas, 5HH6+M7, 11379 Palmones, Cádiz, Spanien
Tag 26 Montag 08.12
Heute ist unser dritter und letzter Tag auf dem Campingplatz Giralda Isla Cristina. Wir genießen das Nichtstun mit Spaziergängen am Sandstrand. Haben tolle Gespräche mit anderen Gleichgesinnten Reisenden geführt und Leo zugeschaut wie er mit Nero, auch ein griechischer Hund, welcher allerdings schon 12 Jahre alt ist, wunderbar und in totaler Vertrautheit gespielt hat. Unglaublich wie zärtlich Hunde untereinander sein können. Pfote in Pfote sind die beiden miteinander gekuschelt im Sand gelegen.
Xiangyang und ich konnten das Frühstück und das späte Mittagessen im Freien einnehmen und Kaffee und Kuchen relaxt in der späten, noch warmen Nachmittags Sonne genießen. Was will man / braucht man mehr?
Morgen wollen wir ca. 310 km bis zum Tierarzt in Algerciras fahren. Mal schauen wann wir hier loskommen und ob das alles so wie geplant klappt.
Ich habe heute keine Fotos gemacht.
Tag 25 Sonntag 07.12
Ein weiterer Tag auf dem Camping Giralda Isla Cristina. Wenn man so viel wie wir unterwegs ist, brauchen wir immer wieder diese Reisepausen, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. Danach können wir frisch aufgeladen weiter die Welt entdecken.
Heute stand zudem Wäsche waschen auf dem Programm. Dies war jetzt nach den vielen Tagen unterwegs wieder notwendig. Für so eine Tätigkeit ist ein guter Campingplatz mit ordentlichen Waschmaschinen und Trockner eine feine Sache. Dieser Campingplatz bietet beides. Dazu sind wir ein wenig mit Leo am herrlichen Strand entlangspaziert und haben neue Hundefreunde kennengelernt. Ich habe am Nachmittags noch das letzte F1 Rennen der Saison angeschaut.
Danach hat Xiangyang wieder ein leckeres Mittagessen mit frischem Fisch und einer wunderbaren Gemüsepfanne, welche aus Sellerie, Zucchini, Knoblauch und Mango bestand zubereitet. Besonders die Mango gab der Gemüsepfanne einen exzellenten Geschmack.
Den restlichen Tag haben wir entspannt verbracht.
Fotos haben wir heute keine gemacht.
Tag 24 Samstag 06.12

Von Siggi’s Haus ging es zuerst nach Villa Real de Santo Antonio zum einkaufen, dann über die Grenze nach Südspanien zum Camping Giralda Isla Cristina.
Nachdem ich am Morgen mit Peter nochmals etwas an Siggi’s Sauna angebracht haben, ging es nach einem großen Goodbye für uns weiter in Richtung Südspanien. Dort wollen wir auf den Campingplatz Giralda Isla Cristina um ein paar Tage in Ruhe zu verbringen.
Die Fahrt verlief auf der kostenlosen Autobahn ganz entspannt. Einen Einkauf Stopp beim Pingo Doce legten wir kurz vor der spanischen Grenze im Portugiesischen Städtchen Villa Real de Santo Antonio ein.
Danach ging es noch 25 km weiter bis zum Camping Villa Real de Santo Antonio. Der Campingplatz liegt nur ein paar Fußminuten vom Strand weg. Hat das ganze Jahr geöffnet, ist sehr schön angelegt und alle Sanitäreinrichtungen sind top. Mit Acsi inkl. Hund und Strom kostet die Nacht 25€.
Xiangyang hat nach unserer Ankunft ein leckeres spätes Mittagessen zubereitet und nur mit Gassigehen und eigentlich Nichtstun haben wir den restlichen Tag verbracht.
Fotos: Peter und ich beim basteln an Siggis Sauna. Abschied von Freunden, Mittagessen ( Spannferkel und Krebse ) am Camping Giralda Isla Cristina.




Tag 23 Freitag 05.12

Fahrt: Vom Parkplatz in Luz ging es zuerst zu Xiangyang’s Lieblingsmuschelsammelplatz. Danach weiter zum Haus unserer Freundin Siggi in Carvoeiro.
Früh an Xiangyang’s Geburtstag sind wir aufgestanden und bereits um 7 Uhr vom Parkplatz in Luz zu Xiangyang’s Lieblingsmuschelsammelplatz gefahren. Bereits um 7:30 Uhr waren wir dort. Allerdings nicht die ersten. Etliche Portugiesen waren bereits fleißig damit beschäftigt bei dieser Super Ebbe ( immer wenn Vollmond ist ) Muscheln zu sammeln.
Die Sonne war gerade dabei langsam aufzugehen, als Xiangyang schneller aus dem Sprinter ausgestiegen war, als ich blinzeln konnte und sogleich auf dem Weg zum Muscheln sammeln war. 😉
Es sollte ein erfolgreicher Morgen mit reichlich Ausbeute für Sie werden. Die Technik um die Taschenmesser Muscheln zu bekommen, hatten ihr vor Jahren Portugiesische Muschelsammler gezeigt. Zuerst das richtige Loch, welches typisch für die Taschenmesser Muscheln ist, am Meeresboden lokalisieren, dann ein wenig Salz auf das Loch streuen und schon nach kurzer Zeit kommt die Taschenmesser Muschel aus dem Loch. Dann heißt es schnell und richtig zuzupacken, so das die Muschel nicht wieder in ihrem Loch verschwindet. Zudem kann es sein, dass die Muschel ähnlich einem Regenwurm sich teilt um wieder mit dem großen Rest ihres Körpers im Sand Loch zu verschwinden. Dann geht man leer aus.
Xiangyang hatte bestimmt 2 bis 3 kg Taschenmesser Muscheln gesammelt als die Flut wieder einsetzte und das Sammeln für den heutigen Tag beendete.
Xiangyang ist schon etwas besonderes. Sie ist immer sehr aufgeschlossen um neue Dinge zu lernen und auszuprobieren. Ich bin da eher der Tradionnalist. Somit erleben wir Dank Xiangyang immer wieder besondere Erlebnisse.
Im Anschluss ging es dann noch ein paar Kilometer weiter zum Haus von Siggi unserer langjährigen Freundin in Carvoeiro. Das Wiedersehen nach Jahren war eine große Freude, zumal auch unser Australischer Freund Peter an diesem Morgen erwartet wurde. Er war gerade auf dem Rückweg von seiner monatelangen Reise, welche Ihn bis in die Türkei brachte.
Xiangyang bereitete die Taschenmesser Muscheln sowie noch frische Austern, welche wir auch am Muschel Sammelplatz gekauft hatten, zu einem First Class Mittagessen zu. Noch zusammen mit einem leckeren Weißwein hatten wir uns viel zu erzählen.
Fotos: 2 Muschelsammler, wichtig ist dabei der Salzstreuer und das wissen um das richtige Loch im Sandboden. Die Sonne zeigte sich mit einem wunderschönen Himmel. Riesige Austernfelder ( die meisten dieser Austern gehen allerdings nach Frankreich und werden nach ein paar Wochen dort im Atlantik zu französischen Austern..haha ) liegen neben dem Taschenmesser Sammelplatz. Aussichtspunkt in Carvoeiro und mit unseren Freunden beim Muschelessen.








Tag 22 Donnerstag 04.12

Fahrt: Nur knapp 13 km vom Salema Eco Campingplatz nach Luz zum Parkplatz Baia da Lux Apartments.
Heute haben wir den Tag easy gestartet. Der Plan war so gegen 15 Uhr den Campingplatz zu verlassen und dann ca. 13 km weiter nach Lux zu fahren. Die 2 Tage / Nächte auf dem Salema Eco Camping haben inkl. Strom 50€ gekostet. Ab der dritten Nacht gibt es einen Rabatt.
Dort auf dem Parkplatz Baia da Lux Apartments wollten wir übernachten. In diesen Apartments hatten wir vor 4 Jahren auf unserer ersten Portugal Tour 7 Wochen verbracht. Somit kannten wir diesen Parkplatz und die Möglichkeit auf diesem ganz gut mit einem Wohnmobil zu übernachten.
Auch kann man von diesem Parkplatz aus leicht zum schönen Strand von Lux gehen, was wir natürlich getan haben und dazu noch so wie ich, hoch auf die Ebene der Steilklippen gelangen. Von dort aus führt ein toller Trail mit gigantischem Ausblick direkt am Rand der Steilküste bis nach Lagos. Leider ging mir die Zeit aus und ca. 1 km vor Lagos musste ich wieder umdrehen. Aber ich kannte ja diese Strecke schon und somit war es zu verkraften.
Hier werden wir den Tag und die Nacht verbringen, so dass wir morgen schon früh ( 7 bis 8 Uhr ) zu Xiangyang’s Lieblings Muschelsammelplatz fahren können. Heute Nacht ist Super Vollmond und morgen ab 7 Uhr ist daher maximale Ebbe. Somit kann man weiter ins Meer hinaus gehen und vielleicht findet sie wieder viele Taschenmesser Muscheln.
Fotos: Am Strand von Luz, Oben auf den Klippen der Steilküste, Blick auf den Parkplatz mit den Wohnmobilen, Blick zu der Felsenküste von Lagos.







Tag 21 Mittwoch 03.12
Heute war kein Fahrtag. Wir verbrachten den Tag in Salema auf dem Campingplatz Eco Camping und am Strand. Vom Campingplatz aus unternahmen wir einen Spaziergang ( 1.5km )zum Strand von Salema und verbrachten dort bei schönstem Wetter eine herrliche Zeit.
Leo hatte dabei viel Spaß mit anderen Hunden am Sandstrand zu spielen und zudem hatte er heute auch viel Auslauf. Wir genossen das warme T-Shirt Wetter und relaxten am Strand.
Ansonsten war es fast schon wie ein regulärer Urlaubstag und keiner der üblichen Reisetage wo man doch immer irgendetwas beachten oder tun muss.
Fotos: Die 2 Süßen im Sprinter, Leo beim schlafen und genießen in einem Strand Café, Leo beim spielen mit einem anderen Hund am Strand und herrliche Strandansichten.








Tag 20 Dienstag 02.12

Fahrt: Von dem Haus unserer Freundin Siggi ging es über Xiangyang’s Lieblings Muschelsammelplatz nach Lagos und weiter nach Salema zum Eco Campingplatz.
Nach dem Frühstück und der Übernachtung bei Siggi ist auch noch unser in Portugal lebender Australischer Freund Peter bei Siggi eingetroffen. Er war gerade mehrere Monate mit seinem Wohnmobil in Osteuropa unterwegs und ist jetzt auf seinem Heimweg nach Guimeares, einer Stadt in Nordportugal. Das Wiedersehen nach nunmehr mehreren Jahren war herzerfrischend. Er wird noch ein paar Tage bei Siggi verbringen, so das wir uns am kommenden Freitag, wenn wir auch wieder zu Siggi fahren, wiedersehen um gemeinsam Essen zu gehen.
Wir sind dann gegen 11 Uhr dann in Richtung Lagos aufgebrochen. Kurz vor Lagos sind wir an die Küste gefahren um zu schauen ob Xiangyang Lieblings Muschelsammelplatz noch wie vor Jahren zu erreichen ist. Alles war noch wie vor 4 Jahren. Gleichzeitig haben wir beim dortigen Austermuscheln Farmer ganz frische Austern gekauft.
Danach ging es noch ein paar Kilometer weiter bis zum Pingo Doce in Lagos. Hier war ein Einkauf und Volltanken eingeplant. Im Anschluss fuhren wir noch ca. 15 km weiter bis nach Salema zum Eco Campingplatz. Dort haben wir für 2 Tage eingecheckt.
Kurz nach unserer Ankunft hat dann Xiangyang, während ich mit Leo eine Gassi Runde ging, ein fantastisches Mittagesessen zubereitet. Mit den eben gekauften Austern als Vorspeise und dem frischen Tiefseefisch als Hauptgang.
Dann noch ein wenig gechillt und schon war es Abend.
Der Campingplatz ist etwas speziell. Er liegt an einem recht hohen Hang auf Terrassen verteilt. Wir sind der Sonne wegen recht weit oben. Dies ist zwar schön aber für diesen Campingplatz unpraktisch. Da die Mülleimer somit zu Fuß 8 Minuten nach unten und 12 Minuten nach oben zurück entfernt sind. Ich finde das geht mal gar nicht.
Zudem ist das Duschen / WC Gebäude hier oben noch spezieller. Über einen Bewegungsmelder wird das Licht eingeschaltet. Soweit so gut, jedoch nach ca. 15 Sekunden wird es wieder automatisch ausgeschaltet. Ist man alleine im Gebäude und keiner kommt herein, kackt man im Dunkeln. Das ist schon ein Sch…s. Da ich nach dem Geschäft gleich noch duschen wollte, musste ich erstmal zum Sprinter zurück um mir mein Handy zu holen um eine Beleuchtung beim duschen zu haben. Den es ist ja das gleiche Gebäude und somit ist das Licht gleich wieder aus.
Mit der Taschenlampe im Handy ging es dann. Der anschließende Abend wurde heute mit dem nachholen der nicht geschriebenen Tagesberichte verbracht.
Bilder folgen noch……..
Tag 19 Montag 01.12

Fahrt: Von unserem tollen Übernachtungsplatz in Alferce ging es zuerst nach Monchique und weiter nach Corvoeiro
Nach dem schönen Aufenthalt auf dem Stellplatz in Alferce ging es für uns zuerst 9 km weit nach Monchique.
Hier trafen wir uns mit unserer langjährigen Freundin Siggi, welche die meiste Zeit des Jahres in ihrem Haus an der Algarve in Corvoeiro verbringt. Das Wiedersehen nach längerer Zeit war freudig und sehr herzlich. Gemeinsam sind wir dann bei schönstem Wetter und angenehmen Temperaturen im freien Mittagessen gewesen. Anschließend sind wir im hintereinander zu ihrem Haus in Corvoeiro gefahren.
Dort gab es viel zu besprechen und viel Zeit aufzuwenden um Leo zu beruhigen. Siggi hat mehrere Katzen und Leo wollte mit allen spielen. Allerdings die Katzen nicht mit ihm. Damit ihm aber nichts durch eine Katzenabwehr Attacke geschieht, musste ich ihn beruhigen und überzeugen nur zu schauen und nicht mehr. Dies gelang fürs erste Mal halbwegs gut. Irgendwann war er auch relaxt.
Xiangyang und Leo sind dann zum schlafen in den Sprinter gegangen. Siggi und ich haben an Ihrem Kaminfeuer bei vielen Gesprächen noch die Flasche Wein geleert Danach ging auch ich in den Sprinter zum schlafen
Bilder folgen noch……
Tag 18 Sonntag 30.11

Fahrt: Von dem Übernachtungsparkplatz in Seixal bei Lissabon ging es über Landstraßen zum Gratis Stellplatz in Alferce.
Direkt nach dem Frühstück ging es in Richtung Alferce. Dort soll ein toller Stellplatz der Gemeinde sein. Die Fahrt führte entspannt über Landstraßen dorthin.
Der Wohnmobil Stellplatz dort, ist tatsächlich perfekt. Die Plätze sind in Parzellen aufgeteilt, teilweise mit Korkeichen beschattet, teilweise mit Laubbäumen. Alles ist pikobello und jetzt in der Nebensaison waren noch etliche Plätze frei.
Zu einem späten Mittagessen sind wir dann in die Tapasbar vor Ort gegangen.
Im Anschluss habe ich mit Leo noch eine mittelgroße Wanderung unternommen, welche direkt am Wohnmobil Stellplatz beginnt. Eine lange Holztreppe führt in einen Canyon hinunter. Unten angekommen überquert man den kleinen Fluss auf einer Hängebrücke bevor es auf der anderen Canyon Seite wieder über unzählige Holztreppenstufen nach oben geht. Von dort aus wandert man auf einem Weg sowie einem Stück Straße zurück ins Dorf Alferce und zum Wohnmobilstellplatz.
Ich kam mit Leo gerade noch rechtzeitig zum Start des Formel 1 Rennen zum Sprinter zurück.
Der restliche Tag und Abend wurde entspannt ohne weitere Aktionen verbracht.
Bilder folgen noch…..
Tag 17 Samstag 29.11

Fahrt: Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt zu 50% über Mautfreie Autobahn und den Rest über die Landstraße. Zuerst Almada zum Auchan Supermarkt und dann nach Seixal, direkt auf den Parkplatz neben dem Fähranleger für die Fähre nach Lissabon.
Unser heutiges Ziel sollte der Parkplatz beim Fähranleger in Seixal sein. In Lissabon selbst haben wir keinen sicheren und halbwegs ruhigen Parkplatz / Stellplatz gefunden. Der einzige Campingplatz in Lissabon ist schlecht bewertet und verlangt zudem 63€ pro Nacht. Das sehen wir nicht ein. Die Alternative in Seixal auf dem riesigen Parkplatz beim Fähranleger ist ganz gut. Viele Wohnmobile stehen hier und benützen die Fähre, welchen einen für 6,20€ nach Lissabon ins Zentrum und Zurück bringt. Zudem scheint dieser Parkplatz auch sicher zu sein !
Die Fahrt ging allerdings zuerst zum Auchan Super Supermarkt in Almada. Dort habe ich einen Soft Maulkorb für Leo gekauft. Diesen benötigt er für die Fährfahrten in Portugal und nach Marokko. Danach ging es noch 15 km weiter zum Parkplatz in Seixal. Nachdem späten Mittagessen ist Xiangyang mit der Fähre nach Lissabon gefahren. Ich habe mit Leo am Strand apportieren an der Schleppleine geübt.
Fotos: Muschel Sammler bei Ebbe in Seixal, Fotos von Xiangyang aus Lissabon.










Tag 16 Freitag 28.11

Fahrt: Vom Wohnmobilstellplatz in Carregal do Sal, Portugal ging nach Tomar und weiter nach Vila Nova da Barquinha, Portugal. Was wie eine Autobahnfahrt aussieht ist nicht richtig. Wir sind auch viele Km auf der Landstraße gefahren.
Heute nach unserem Aufbruch ging es zuerst zum Pingo Doce Supermarkt hier in Carregal do Sal. In diesen Supermärkten kann man hervorragend frühstücken. Xiangyang tat dies während ich mich um die Einkäufe und Leo gekümmert habe. Ich habe nur kurz im Sprinter etwas gefrühstückt.
Auf dem nun folgenden Weg in Richtung Lissabon stoppten wir in Tomar. Die Fahrt dahin ging teilweise auf Abschnitten der N2, der Autobahn sowie über winzige Straßen und durch kleine Dörfer. Oft führte der Weg bergauf und bergab durch riesige Eukalyptus Wälder. Entlang von kleineren Flüssen und und wilden Felslandschaften. Es war fast als wenn man in China oder Nord Thailand unterwegs war und jeden Moment könnte ein Panda Bär über die Straße rennen 😂.
In Tomar angekommen waren wir wieder schlagartig in einer anderen Welt. Die Stadt war lebendig und sehr schön. Sie besteht noch aus sehr vielen alten Gebäuden und hat einen herrlichen Park durch den der Rio Nabao fließt. Allerdings ist das parken in dem touristischen Bereich mit einem 6 Meter Sprinter gerade noch so machbar den fast alle Parkplätze sind eigentlich für PKW ausgelegt.
Tomar gehört sicherlich zu den faszinierendsten und geschichtsträchtigsten Städten Portugals. Die Stadt ist untrennbar mit den geheimnisvollen Tempelritter Orden verbunden. Jahrhundertelang war Tomar einer der einflussreichsten Orte auf der Iberischen Halbinsel.
Um 1162 zuerst als das religiöse Hauptquartier der Tempelritter erbaut und später an ihre Nachfolger, den Christusorden weitergegeben. Dieses Vermächtnis zeigt sich am eindrucksvollsten im mächtigen Convento de Cristo, jenem Klosterkomplex, von dem aus die Templer zu Beginn die portugiesische Gesellschaft beherrschten.
Die Templerburg wurde über Jahrhunderte hinweg zu einem der prächtigsten religiösen Bauwerke in ganz Portugal immer weiter ausgebaut.
Ab dem 16 Jahrhundert wurde das Christuskloster über ein mächtiges Aquädukt mit Wasser versorgt. Das riesige Pegões-Aquädukt, das sich über sieben Kilometer erstreckt, zählt zu den Wahrzeichen von Tomar. Das Aquädukt hat 180 Bögen, und die Strecke über das Pegões-Tal ist besonders reizvoll.
Übernachten wollten wir allerdings nicht in Tomar und somit entschieden wir uns noch ein wenig weiter in Richtung Lissabon zu fahren. Durch kleine Ortschaften welche auf 3.5t Fahrzeuge begrenzt waren ging es wieder durch Eukalyptus Wälder bis nach Villa Nova da Barquinha am Rio Tajo. Dort befindet sich ein Gemeinde Wohnmobil Stellplatz ( Gratis ) auf einem schönen Platz / Wiese direkt am Rio Tajo und direkt neben einem herrlichen Park.
Tolle Bäume spenden Schatten im Sommer und der Park lädt zu einer ausgiebigen Gassirunde ein.
Wir waren auf diesem tollen Platz nur 4 Wohnmobile. Es gibt Wasser Versorgung Grau und Schwarzwasser Entsorgung und WC‘s. Strom muss selbst haben
Fotos: In Tomar , am und im Convento de Cristo, beim Pegoes Aquädukt und in Villa Nova da Barquinha am Rio Tajo.















Tag 15 – Donnerstag 27 November:

Fahrt: Vom Wohnmobilstellplatz Peso da Régua ging es über die N2 zuerst nach Lamego, dann weiter auf der N2 nach Viseu. Danach noch ca 40 km weiter in das Städtchen Carregal do Sal. Hier auf den Gratis Stellplatz des Städtchen.
Nach dem Frühstück entschieden wir die Reise vorerst auf der N2 – Nationalstraße 2 fortzusetzen.
Die N2 zieht sich vertikal durch Portugal und gehört mit zu den ersten durchgängigen Nord-Süd Verbindungsstraßen. Natürlich schon vor langer Zeit gebaut. Mittlerweile hat die N2 aber keine Bedeutung mehr, da Portugal von Autobahnen und gut ausgebauten Schnellstraßen durchzogen ist.
Um wohl die Gemeinden welche an der N2 liegen touristisch zu unterstützen wurde ein Booklet (Art Bonusheft) vom Tourismusverband geschaffen in welchem viele Punkte auf der N2 angefahren werden können. Dieses Anfahren der Zielpunkte kann man sich in diesem Heftchen dann abstempeln lassen und bekommt dafür verschiedene Vergünstigungen. Wir dachten wir fahren diese Nord-Süd Verbindung gesamt. Allerdings bemerkten wir schon heute, dass die N2 sehr oft direkt parallel zur Mautfreien Autobahn verlief. Landschaftlich somit das gleiche, nur mit dem Unterschied das es viel mehr Kurven, Tempolimits, Auf und Ab sowie Straßen Stopper ( 30km/h Hubbel ) gibt. Also hat sich uns heute der Sinn nicht so ganz auf dieser Etappe erschlossen.
Unser erster Halt war in Lamego, welche eine herrliche Kathedrale besitzt die der Bom Jesus do Monte in Braga sehr ähnlich sieht. Zeitgleich war in Lamego noch ein großer Flohmarkt der für erhebliche Staus im Städle sorgte.
Nach Lamego führte uns die N2 weiter nach Viseu. Genau auf dieser Etappe haben wir den Entschluss getroffen, doch nicht die gesamte N2 zu fahren. Denn dieser N2 Streckenabschnitt ist nicht so spannend um die N2 anstelle der Mautfreien Autobahn oder anderen Landstraßen zu benutzen.
In Viseu habe ich mit Leo eine Stadt Besichtigung unternommen. Xiangyang war von den vielen Kurven und der langsamen Geschwindigkeit, von mir Müde gefahren und wollte einen Mittagsschlaf machen. Da das Übernachten in Viseu zwar gut möglich ist, allerdings mit einem für eine Stadt auch typischen Lärmpegel, haben wir uns entschlossen einen Gratis Stellplatz 40 km entfernt in Carregal do Sal anzufahren.
Für diesen Teil haben wir N2 nicht mehr genutzt und sind auf anderen Landstraßen, welche nicht parallel der Autobahn folgten gefahren. Die Fahrt dorthin war kurvenreich und führte uns durch eine Abwechslungsreiche Landschaft, bei welcher sich Weinfelder und Oliven Plantagen abwechselnden.
Der Wohnmobilstellplatz in Carregal do Sal ist gratis und ist der erste seiner Art auf unseren Reisen bei welchem die Gemeinde neben Frisch, Grau – und Schwarzwasser Entsorgung auch eine gratis warme Dusche mit WC bietet. Das ganze für bis zu 3 Personen in einem praktischen Gebäude und dazu auch noch sauber gereinigt. Ein klares Daumen hoch für diese Gemeinde und Ihren Einsatz um Wohnmobil Reisende.
Nach einer schönen Dusche verbringen wir dann hier den Abend und werden morgen weiter in Richtung Süden unterwegs sein.
Fotos: Wohnmobilstellplatz in Viseu, Mittagessen in Viseu. Eines der portugiesischen Gerichte war wie ein Chinesisches Gericht-Hühnermagen in würziger Soße. Gebäude in der historischen Altstadt von Viseu. Stellplatz in in Carregal do Sal mit dem Duschhäuschen auf der linken Bildseite. Abendprogramm, Leo ist der Chef.









Tag 14 – Mittwoch 26 November:

Fahrt: Von unserem Übernachtungsplatz bei der Kapelle Santuário De Nossa Senhora Do Viso ging es in Richtung Pinhao mit Stopps an verschiedenen Aussichtspunkten. Nach Pinhao ging es noch zum Übernachtungsplatz dem Gratis Wohnmobilstellplatz Peso da Régua.
Wir habe wunderbar oben bei der Kapelle geschlafen. Kein Ton außer lieblichem Vogelgezwitscher war zu hören. Zudem durften wir einen tollen Sonnenaufgang erleben. Nach dem Frühstück haben wir uns an den steilen „Abstieg“ gemacht. Da die Straße zur Kapelle doch recht steil und nur einspurig ist, ist es gut wenn man keinen Gegenverkehr hat.
Unser erstes Ziel sollte heute der Aussichtspunkt bei der Kapelle Sao Joao da Pesqueira sein. Die letzte Zufahrt zum Aussichtspunkt selbst war etwas schwieriger als erwartet, da wir unter einigen Olivenbäumen durchfahren mussten, welche niedriger waren als unser Sprinter hoch ist. Aber langsam gefahren ging das auch gut. Belohnt wurden wir für die Mühe mit einer herrlichen Aussicht auf den Douro und seine Weinlagen an den Steilhängen. Das ganze dazu noch gemixt mit den verschiedensten Herbstfarben bei einem fast strahlend blauen Himmel.
Danach führte uns die kleine Landstraße weiter in Richtung Pinhao, wo wir wieder auf eine größere Straße trafen. Kaum hatten wir unseren Sprinter in Pinhao geparkt, trafen wir auf einen Hymer Grand Canyon Sprinter mit BB ( Böbblingen ) Kennzeichen. Die 2 Reisende in dem Sprinter hatten uns 3 sofort erkannt, da wir letztes Jahr beide zur gleichen Zeit in Griechenland in Leonidio auf dem Campingplatz waren. Sie kannten Leo noch als Baby. Schon witzig wie klein die Welt doch ist und welche Zufälle es gibt.
Pinhao ist bis auf seinen Bahnhof, welcher mit wunderschönen blauen Kachelbildern verziert ist, die das Leben der Weinbauern in der Gegend um Pinhao darstellen. Ansonsten hat das Städtchen nicht viel zu bieten.
Nach Pinhao ging unsere Fahrt für 26km weiter, diesmal auf Flußhöhe in Richtung der Stadt Peso da Régua. Dort parkten wir am von der Stadt bereitgestellten Wohnmobilstellplatz unten am Douro. Bei einem kleinen Abendspaziergang entlang des Douro kam ich an das Kai wo die großen Douro Kreuzfahrtschiffe anlegen.
Der Abend verlief wie üblich.
Fotos: Sonnenaufgang oben bei der Kapelle am Übernachtungsplatz, Stopp am Aussichtsplatz der Kapelle Sao Joao da Pesqueira mit Blick auf den Douro und seine Weinhänge. Weiter gings dann nach Pinhao mit einem Stopp an einem Erdbeerbaum. Welchen wir auch noch nie zuvor gesehen hatten. Danach am Bahnhof und Kai von Pinhao. In Peso da Régua.




















Tag 13 – Dienstag 25 November:

Vom Übernachtungsplatz führte uns der heutige Weg zu erst nach Villa Flor. Einer kleinen Stadt in der Nähe des Douro Flusses. In der gesamten Region hier wechseln sich die Anbauflächen zwischen Olivenbäumen oder Weinreben ab. Da hier noch Herbst ist, leuchtet alles im Sonnenlicht in wunderschönen Farben. Das Städtchen ist allemal ein Besuch wert. Neben einer prächtigen Kirche und schönen Plätzen sind die alten Gebäude im Stadtkern schön anzuschauen.
Danach folgten wir im Daurotal dem gleichnamigen Fluss. Durch die bergige Strecke konnte man nur ab und zu einen Blick auf den Fluss erhaschen. Dafür gibt es aber immer wieder mal eine Haltebucht von welcher man aus prima Fotografieren kann.
Unser nächstes Ziel sollte das Archäologische Museum in Villa Nova de Foz Coa sein. Die Lage des Museums ist spektakulär und man hat einen tollen Blick auf den Zusammenfluss der beiden Flüsse Coa und Douro. Im Museum befinden sich archäologische Funde von Wandzeichnungen. Außerhalb ist eine Holztreppe welche um Flussufer hinunter führt. Ich bin ca 2/3 mit Leo hinabgegangen. Das waren 510 Stufen. Es lohnt sich, da man einen noch besseren Blick auf den Zusammenfluss der beiden Flüsse bekommt. Allerdings muss man auch wieder 510 Treppenstufen hoch um zurück zum Parkplatz zu gelangen.
Xiangyang hat dann auch noch lecker im Museums Restaurant gegessen während ich mich ein wenig entspannen konnte.
Zum übernachten fuhren wir noch 30 Minuten weiter um auf ein 820 Meter hohen Berggipfel zu gelangen auf welchem in perfekter Aussichtslage sich eine kleine Kapelle befindet. Ganz alleine haben wir diesen tollen Ort für uns. Die steile enge Anfahrt schreckt zum Glück viele andere Wohnmobil Fahrer ab. Von hier oben konnten wir den Sonnenuntergang genießen und morgen früh vielleicht auch den Sonnenaufgang. Über uns sind nur noch die Sterne heute Nacht.
Jetzt ist es auch schon wieder dunkel und wir lassen den Abend ausklingen.
Fotos: Besuch des Städtchen Villa Flor mit seinem bezauberndem Zentrum und den schönen Kirchen. Stopp am Archäologischen Museum Coa in Villa Nova de Foz Coa. Holztreppe mit Treppenstufen um zum Coa Fluss zu gelangen. Xiangyang’s Blick vom Coa Museum Restaurant in die Ferne. Weiter zum Übernachtungsplatz auf einem kleinen Berg bei der Kapelle Senhora do Viso, Custóias. Ein besonderer Ort.

















Tag 12 – Montag 24 November:

Die heutige Route führte von Fromista über Valladolid, Zamora dann bei Fermeselle über die Portugisische Landesgrenze bis zum Gemeinde Campingplatz in Mogadouro.
Da wohl der Wettergott und der Herrgott sich nicht über das Wetter einigen wollten und wir in der Nacht schon heftige Windböen erleben durften und der Wetterdienst für heute in unserer Region Sturmwarnung bei 5 Grad mit höchstwahrscheinlichem Regen vorhersagte, entschieden wir uns das Wandern auf dem Jakobsweg für diese Reise nicht fortzuführen. Ich wäre gerne noch ein wenig die Strecke gegangen aber diese Region in Kastilien besteht fast nur aus flachen Ackerland ohne Windschutz. Es ist zwar angenehm ohne Steigungen zu wandern / pilgern aber gleichzeitig auch ein wenig eintönig. Wenn einen dann der Sturm noch fast wegbläst ist es zwar nicht mehr eintönig aber dafür trotz guter Kleidung bei 5 Grad noch kälter und nicht mehr so lustig.
Da ich ja kein Pilger im eigentlichen Sinne bin und wir ja auch gerne nach Marokko bzw. erst einmal ins Warme wollen, fiel der Entschluss aufgrund der Wettervorhersage nicht zu schwer weiter in Richtung Nordportugal zu ziehen. Irgendwann setzte ich die Etappe in Richtung Santiago de Compostela fort.
Da es uns beim fahren schon hin und her schüttelte und es auch noch regnete fuhren wir nicht über Landstraßen sondern nahmen die Autobahn und cruisten auf dieser mit 90 km/h sicher an Valladolid vorbei nach Zamora. Von da an ging es über Landstraßen nach Fermoselle und kurz danach über die Landesgrenze nach Nord Portugal. Auf halben Weg von Zamora nach Mogadauro wurde die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Die großen Felder wichen nun kleinen Wäldern, niedrige Anhöhen und einer insgesamt felsigen Landschaft.
Nach der Landesgrenze kamen wir in die Region des Douro Flusses. Der Duero in Spanisch und Douro in Portugiesisch ist der drittlängste Fluss (ca. 897 km) der iberischen Halbinsel. Seine Quelle liegt in der spanischen Provinz Soria, er durchfließt Nordspanien und Nordportugal und mündet bei Porto in den Atlantik.
Nach dem Überqueren der spanisch-portugiesischen Grenze fließt der Fluss in das Douro Tal, eine der ältesten geschützten Weinregionen der Welt. Berühmt für seine steilen, terrassierten Weinberge ist das Tal seit 2001 ein UNESCO Welterbe. Die Weinterrassen wurden oft von Hand in die Schieferhänge gegraben und bieten den Weinreben optimale Bedingungen. Der Schieferboden speichert tagsüber die Wärme der Sonne und gibt diese nachts wieder ab. Dadurch wird ein perfektes Mikroklima geschaffen welches optimale Bedingungen für die Traubenreife bittet.
Leider konnte wir zu beginn dieses Tales nur begrenzte Ausblicke auf den Fluss erhaschen, da tiefe Regenwolken die Sicht versperrte. Daher sind wir auch nicht mehr weit in das Tal hineingefahren gefahren und übernachten heute Nacht auf dem Gemeinde Campingplatz in Mogadouro.
Mogadouro ist ein schönes Städtchen mit einem Perfekten Campingplatz. 10 € kostet uns die Nacht inkl. Strom und Duschen auf einem tollen Terrassenplatz.
Nach dem etwas verspätetem Mittagessen machte ich mich mit Leo auf den Weg um die am höchsten Punkt im Städtchen liegende kleinere Burgruine zu erkunden. Leo traf dort einen Portugiesischen Hundekumpel mit welchem er mit Vollgas um mich herum Kreise zog. Diese kleine Wanderung tat uns beiden gut nach der unbequemen Fahrt. Den Abend verbringen wir im üblichen Entspannungsmodus.
Fotos: Staudamm auf der Spanischen Seite ganz kurz vor der Grenze nach Portugal. Beim Einkaufen im Intermarche merkt man beim Blick in die Tiefkühltruhe sofort in welchem Land man ist. Riesige tiefgefrorene Oktopusse. Leo und ich in Mogadouro am höchsten Punkt, der Burgruine.



Tag 11 – Sonntag 23 November:


Zuerst wieder meine Pilgerroute auf der Etappe von Itero del Castillo über Boadilla del Camino nach Fromista und dann die Fahrstrecke von Xiangyang mit dem Sprinter die ebenfalls über Boadilla del Camino nach Fromista führte.
Von unserem Übernachtungsort in Astudillo fuhren wir morgens zuerst wieder an meinen Endpunkt in Itero del Castillo. ich stieg dort dann aus. Xiangyang fuhr dann weiter nach Fromista.
Ich starte gut gelaunt im Zentrum von Itero del Castillo und war schon nach kurzer Zeit wieder aus diesem kleinen Ort hinaus gewandert. Die Strecke war sehr einfach ohne besondere Steigungen und führte geradewegs durch Felder auf eine kleine Anhöhe von welcher man sehr gut die Weite dieser Gegend in allen Himmelsrichtungen betrachten konnte. Da ich nicht besonders in Gedanken verloren war, habe ich heute zum ersten mal Musik auf dem Handy spielen lassen und dies neben dem gehen genossen. Ich störte ja niemanden weit und breit.
Nach ca. 8 km kam ich im Dörfle Boadillo del Camino an. Dieses durchquerte ich allerdings nicht sondern umging es auf dem Alternativen Jakobsweg. Dadurch sparte ich wahrscheinlich 100 Meter. Was mir jedoch nicht wichtig war, es war eher der Wunsch nicht wieder durch einen Ghost Town zu gehen.
Nach ungefähr weiteren 1.5 Km bog der Jakobsweg direkt zum Kanal de Castillo ab. Diese Stelle nützte ich für eine kleine Unterbrechung und stärkte mich mit Obst und einem Snikers ein wenig. Danach folgte der Jakobsweg dem Kanal bis zu einer historischen Staumauer mit Staustufe oder so ähnlich. Von diesem schönen Ort aus war es dann nur noch 1 km bis in das Zentrum von Fromista. Insgesamt war es ein angenehmer „Spaziergang“ heute. 14.6 km ist einfach zu bewältigen. Ab 20km wird es für mich dann immer ein wenig zäh.
Im Zentrum von Fromista traf ich mich mit Xiangyang zum Mittagessen in einem recht guten aber auch recht teuren Restaurant. Aber das Essen war schon lecker.
Nachdem Essen unternahm ich mit Leo einen kleinen Verdauung Spaziergang zum Gratis Wohnmobilstellplatz von Fromista. Xiangyang hatte in der Zwischenzeit den Sprinter dort perfekt eingeparkt. Den Spätnachmittag und Abend haben wir dann wie üblich entspannt beendet. Für weitere Aktivitäten ist es draußen einfach zu kalt.
Fotos: Felder, Felder, Felder, Felder und das Ortsschild des Dörfle Boadilla del Camino, der Jakobsweg trifft auf den Kanal del Castillo. Felder soweit das Auge reicht, es gab tatsächlich auch noch andere Pilger heute außer mir, die historische Staumauer und Staustufe, spätes Mittagessen bestehend aus frischem Gemüse mit Süßkartoffel Püree, Weiße Bohnen mit Wildschwein, Lammkeule aus dem Holzofen und Reh Ragout Bällchen mit frischen Pilzen.
















Tag 10 – Samstag 22 November:


Es gab heute wieder 2 Routen. Die erste war meine Pilgeretappe von Hontanas über Castrojeriz nach Itero de la Vega. Die zweite führte Xiangyang von Hontanas nach Castrojeriz. Hier ging Leo wieder an Bord des Sprinters. Dann empfingen sie mich an meinem Etappenziel in Itero de la Vega. Von dort fuhren wir gemeinsam nach Astudillo zum Übernachten auf dem Gratis Stellplatz dieser Gemeinde.
Xiangyang und Leo unternahmen heute morgen eine frostige Gassirunde durch die Gemeinde Hontanas. Das Thermometer zeigte -2 Grad Celsius. Trotzdem war es Dank einem herrlichem Morgenrot und dem Sonnenaufgang ein schöner Start in den Morgen.
Nach dem Frühstück machte ich mich dann gestärkt auf meine zweite Etappe. Da wir direkt am Jakobsweg übernachtet hatten, war ich sogleich wieder ein Pilger ;-). Der Weg aus dem Ort war schnell hinter mich gebracht und die hervorragende Beschilderung machte es einem Pilger leicht dem Weg in Richtung Santiago de Compostela zu folgen. Heute war von Anbeginn Leo mein treuer Begleiter. Er sollte mich über einige Kilometer begleiten und danach bei Xiangyang im Sprinter weiterreisen.
Die ersten Kilometer waren wir beide ganz alleine unterwegs. Auch der Blick auf die nahegelegene kleine Landstraßen zeigte keinerlei Verkehr. Es gab bislang auch keine Möglichkeit wo Xiangyang unseren Weg hätte kreuzen können. Doch an einer Stelle des Weges kreuzten sich ganz überraschend die Wege von verschiedenen Personen und einem Tier.
Leo und ich näherten uns der ein zigsten Stelle, wo ein kleiner Weg von der Landstraße über den Bach und über den Jakobsweg zu einer Farm abzweigte. Gleichzeitig kam ein großer LKW mit Tieflader uns auf der neben dem Jakobsweg verlaufenden Straße entgegen. Dieser musste direkt neben uns, vor einer engen S-Kurve bremsen und sogar ein wenig zurückfahren, weil nun auch Xiangyang auf der engen Landstraße ihm wiederum entgegenkam. Gleichzeitig kam auf dem Jakobsweg auf dem Leo und ich unterwegs waren von hinten noch ein Fahrrad fahrender Pilger daher und überholte Leo und mich. So viele unterschiedliche Menschen und vor allem noch einer der wirklich ganz seltenen Pilger an einer gemeinsamen Stelle ist schon Mega Murphys Law.
Xiangyang hielt, als es dann sicher möglich war kurz an und ich übergab dann Leo an sie. Von nun an setzte ich meinen Weg alleine fort. Schon kurze Zeit später passierte ich die Klosterruine San Anton und wiederum 2 km weiter war ich schon in Castrojeriz. Der Ort Castrojeriz ist ein wirklich schöner Ort. Hoch über dem eigentlichen Ort thront die dazugehörige mächtige Burgruine ( kastro ).
Im Ort gibt es viele Herbergen und Restaurants welche in der Hauptpilgerzeit viele Pilger übernachten lassen sowie Trank und Speis anbieten. Jetzt als ich durchwanderte war bis auf einen kleinen Supermarkt alles was mit Pilgern zu tun hatte geschlossen. In dem kleinen Supermarkt lies ich mir einen Stempel in meinen Pilgerpass geben. Die Kirche welche ich kurz besuchen wollte war wie alle Kirchen bislang, verschlossen. So setzte ich meinen Weg fort und war schon wieder nach kurzer Gehzeit aus dem Ort in die freie Natur gelangt.
Der Weg setzte sich entlang von Feldern und einem der mittlerweile selten gewordenen alten steinernen Wegweisern in Richtung einem hohen Bergrücken fort. Über diesen musste ich auf jeden Fall drüber. Zum Glück, so dachte ich mir erneut wie gestern , war es nicht Sommer mit Temperaturen über 30 Grad. Dann ist dieser Bergrücken kein so großer Spaß wie jetzt zu meiner Jahreszeit. Zumal die ganze Zeit schon die Sonne schien und blauer Himmel mit einigen Wolken mich begleitete.
Den Bergrücken mit 12% Steigung über 1050 Meter hatte ich in 25 Minuten bewältigt und befand mich dann wieder auf einer Hochebene. Ich war froh das diese Hochebene nicht so weit wie die gestrige Hochebene war. Denn das Wetter hatte sich wohl in Aprillaune stark verändert. Die Sonne war verschwunden, der Himmel bedrohlich grau und starker kalter Wind blies mir ins Gesicht. Dank meiner Norweger Mütze, Handschuhe und meiner warmen Flies Jacke unter der Winddichten Regenjacke war es mir nur im Gesicht selbst kalt. Schön war, dass es nach ca. 1 km wieder bergab ging und ich hoffte nicht mehr diesem kalten Wind ausgesetzt zu sein.
Vor meinem Abstieg hatte ich noch einen traumhaften Blick über die weiten Felder dieser Region und erneut musste ich an den Sommer denken, wenn es hier sehr heiß ist und kein Baum Schatten spendet.
Wie unterschiedlich dieser ganze Jakobsweg doch ist. Zuerst geht es über die Pyrenäen, dann durch Wiesen und Wälder nach Pamplona, dann durch Weinberge nach Logrono und Burgos. Danach durch einsame Weiten mit riesigen Feldern. Mal schauen was der Weg noch an Überraschungen bietet.
Unten am Bergrücken wieder angekommen, ging es nun langsam durch diese Weite. Begleitet von dem kalten Wind der sich ungebremst durch die Landschaft schlich und mir die Nase abkühlte, so dass ich laufend meine tropfende Nase bedienen musste 😉
Aber auch dieser Abschnitt hatte seine Reize. Es war der Teil wo man wenig auf den Weg und seine Schritte aufpassen musste. So war es für mich zum ersten mal auf dem Jakobsweg (inkl. 2023) möglich ,dass ich mich gedanklich mit allem mögliche aus der Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen konnte.
Auch dieser Abschnitt ging irgendwann vorüber und ich befand mich erneut auf der Zielgeraden zu einem Etappenziel. Ca. 1.5 km vor diesem empfing mich meine liebe Frau Xiangyang und mein Hund Leo. Bis zum Ziel in Itero de la Vega selbst war es dann nur noch etwas mehr als 1 km. Es ging auf einer alten Steinbrücke über den Rio Pisuerga. Dort betrat ich nun die Provinz Palencia. Die Provinz Burgos hatte ich nun verlassen. Burgos und Palencia gehören beide zur Autonomen Region Kastilien und Leon.
Die heutigen 20 km sind mir relativ leicht gefallen, trotz oder sogar wegen der relativen Langweiligkeit des Weges. Ich bin gespannt was mich morgen erwartet.
Vom Etappenziel in Itero de la Vega sind wir dann mit dem Sprinter noch ca. 14 km in den Ort Astudillo zum Übernachten auf dem Gratis Stellplatz dieser Gemeinde gefahren. Xiangyang bringt mich dann morgen wieder zurück zum heutigen Etappenziel in Itero de la Vega, damit ich von da aus die nächste Etappe angehen kann.
Fotos: Übernachtungsplatz in Hontanas am Morgen bei ca. -2 Grad Celsius. Mit Leo unterwegs, Klosterruine San Anton, Blick auf und in Castrojeriz, diesen Bergrücken mit 210 Höhenmetern musste ich meistern und Blick davon zurück. Blick auf die noch kommende Strecke von dem Bergrücken in 910 Meter NN. Die Weite der Landschaft ist beeindruckend. Mein Empfangskomitee und nach der Brücke über den Rio Pisuerga in der neuen Provinz Palencia. Am Etappenziel am Ortseingang von Itero de la Vega

















Tag 9 – Freitag 21 November:


Heute gab es 2 Routen. Zum einen ist Xiangyang mit unserem Sprinter von Campingplatz in Burgos zu meinem Startpunkt in Tardajos gefahren und zu meinem Endpunkt in Hontanas. Ich selbst bin ich auf dem Jakobsweg 20,8km gepilgert, von Tardajos nach Hontanas.
Vom Campingplatz ging es gegen 10 Uhr zum ca. 10 km entfernt liegenden Gratis Wohnmobil Stellplatz bei Tardajos. Wir wollten hier aber nicht übernachten. Es war nur als Startplatz für mich gedacht. Den von hier aus wollte ich meine 2023 begonnene Pilgertour auf dem Camino Frances fortsetzen. Damals hatte ich in Burgos nach ca. 400 km meinen Jakobsweg abgebrochen. Das schlafen in den Herbergen ( Schnarchen, Betten Geknarre etc. ) hatte mich damals zu viel gestresst und ich konnte damals nicht vernünftig schlafen. Jetzt hatten wir unser eigenes Bett im Sprinter dabei.
Ich wandere die Etappe und Xiangyang fährt ans Etappenziel.
Die erste Etappe dieser Reise ging über 20.8 km von Tardajos über Rabe del las Calzadas nach Hornilos del Camino und weiter zum Etappenziel nach Hontanas.
Obwohl ich zu Beginn in einem leichten Schneefall unterwegs war und die Temperatur um den Gefrierpunkt lag, genoss ich die Ruhe und Entspanntheit wieder auf dem Camino( nach 2 vergangenen Jahren ) unterwegs zu sein. Mal schauen wie weit ich diesmal komme ? Bis Santiago werde ich es sicherlich nicht schaffen, denn soviel Zeit haben wir auf dieser Reise für das Erlebnis Camino nicht. Wir wollen ja noch nach Marokko.
Aber das war jetzt nicht wichtig. Ich hatte eine große Freude auf diesem weiteren Weg zu gehen. Diese Etappe führt durch Kastilien. Im Sommer unheimlich heiße Wege ohne Schatten durch endlose Felder. Jetzt im November in guter Kleidung war es sehr angenehm zu gehen, denn ich musste nicht schwitzen.
Für mich ist es ein großes Privileg die Zeit zu haben, um den Weg ohne Zeitdruck zu gehen. Deshalb genoss ich jeden extra Meter. Der Weg führte mich durch kleine mittelalterliche Ortschaften, durch die vor mir schon Millionen andere Pilger unterwegs waren. Hin und wieder ging es Bergauf und Bergab. Mein höchster Punkt war wohl bei 940 Meter über Null. Auf dieser Ebene wanderte ich einen großen Teil meinem Ziel in Hontanas entgegen. Im Sommer gibt es hier keinen Schatten, jetzt freute ich mich wenn der Himmel wieder aufbrach, die Sonne herauskam und das Grau der Schneewolken vom Wind beiseite geblasen wurde.
1 km vor meinem Ziel in Hontanas kamen mir Xiangyang und Leo entgegen und die Ruhe der Strecke war wieder vorbei und ich war wieder mitten im Leben. Beide empfingen mich freudig und gemeinsam gingen wir weiter zu unserem Zielparkplatz in Hontanas. Dort hatte Xiangyang unsere Herberge „La Sprinter“ auf einem schönen Platz geparkt. Hier können wir in Ruhe den Tag und Abend verbringen und sicherlich in Ruhe schlafen.
Fotos: Wetter zu Anbeginn in Tardajos, meine erste passierte Ortschaft Rabe del las Calzadas nach ca. 2km, weiter nach Hornilos del Camino, hier machte ich auch meine kurze Mittagspause und weiter ging es bei wechselhaften Wetter in Richtung Etappenziel. 1 km vor Hontanas empfing mich schon Xiangyang und Leo. Dann ging es in die Gemeinde Hontanas.



















Tag 8 – Donnerstag 20 November:

Heute ging es überschaubbar weit nur zickzack durch Burgos. Vom Übernachtungsplatz ging es zuerst zu Lidl, dann ins Zentrum um Xiangyang abzuliefern, von dort weiter zur Tankstelle und zum Schluss zum Campingplatz von Burgos.
Gemütlich nach dem Frühstück sind wir erstmal zu Lidl gefahren um ein paar Dinge zu kaufen. Danach habe ich Xiangyang in der Nähe der berühmten Kathedrale von Burgos herausgelassen. Somit konnte sie in Ruhe die Altstadt und Ihre Sehenswürdigkeiten entdecken. Ich habe das ja schon 2021 gemacht.
Somit bin ich mit Leo zuerst zu einer Tankstelle gefahren, danach direkt zum Campingplatz von Burgos, welcher etwas außerhalb im Grünen liegt. Dort angekommen habe ich erstmal mit der Stromversorgung gekämpft. Wenn Strom schon im Übernachtungspreis von 27€ dabei ist, dann will ich auch den Landstrom benützen können. Dies stellte sich als nicht so einfach heraus. Weil zum einen ich nicht unter zu vielen Bäumen stehen wollte, da sonst Starlink nicht ideal funktioniert, zum anderen sollte auch eine funktionierende Stromsäule in der Nähe ( innerhalb 15 Meter Kabellänge ) vorhanden sein. Es gab ein paar Marode Stromsäulen aus denen kein Strom fließen wollte. Nach einer Weile hatte ich dann auch einen idealen Platz gefunden. Strom und Starlink funktionierte tadellos. Im übrigen sind die Bäume jetzt ja ohne Blätter und somit funktioniert Starlink auch ganz gut wenn Bäume im Sichtfeld zu Musk’s Satelliten sind. 300 MB/Sek Download Speed und ca. 50 MB/Sek Upload Speed habe ich in der Starlink App messen können.
Als nächstes stand das nachfüllen unseres Frischwasser sowie das leeren der Toilette auf dem Plan. Danach noch schnell den Sprinter ausgesaugt, Sand entfernt, den Boden etwas geputzt und Leo’s Haare versucht einzufangen. All diese Dinge gehören halt auch zum Reisealltag.
Nach einem Mittagessen nur mit Leo, da Xiangyang im Stadtzentrum wieder Tapas verspeiste, sind Leo und ich zu einer weiteren Parkbesichtigung aufgebrochen. Direkt außerhalb des Campingplatzes ist ein großer Park welcher wie der Park gestern auch vom Rio Arlanzon durchflossen wird. Wir hatten 1 1/2 Stunden ein schöne Zeit und hatten Spaß unterschiedliche Dinge zu entdecken. Leo’s Nase war sozusagen im Dauereinsatz während ich die Natur genießen konnte.
Um 16:15 war Xiangyang von Ihrer Stadtbesichtigung zurück und ich von unserer Parktour. Nach einer schönen heißen Dusche und einem kleinen Abendessen haben wir den Abend ausklingen lassen.
Mal schauen wie das Wetter morgen wird. Heute war es zwar kühl, teilweise aber Sonnig jedoch der vom Wetterbericht versprochene Schnee ist zum Glück nicht gekommen. Morgen möchte ich ja eine Etappe auf dem Jakobsweg wandern, da muss es nicht unbedingt schneien. Ich lasse mich mal überraschen…..
Fotos: Blick von oben auf Burgos mit seiner imposanten Kathedrale im Stadt Zentrum, Leo und ich im Park unterwegs, am Campingplatz und die elektrische Versorgung 😉






Tag 7 – Mittwoch 19 November:

Vom Wohnmobilstellplatz in Pamplona ging es zuerst nach Logrono dann weiter nach Burgos
Pamplona ist die Hauptstadt der autonomen Region Navarra. Pamplona ist eine der Hauptstationen auf dem französischen Jakobsweg und beherbergt viele gotische Kirchen, darunter die San-Nicolás-Kirche, die auch als Festungsanlage konzipiert wurde. Daneben ist Pamplona für seine im Juli stattfindende Stierläufe bekannt. Bei dieser Veranstaltung rennen Stiere durch die Altstadtgassen. Trotz das der Stellplatz mitten zwischen großen Wohnhäusern liegt war die Nacht erstaunlich ruhig.
Von Pamplona aus ging es durch herrliche Landschaften der Region Navarra in die Provinz La Rioja zuerst bis nach Logrono. Logrono ist die Hauptstadt der Provinz La Rioja. Während dieser Fahrt wurde die Landschaft immer schöner. Für mich ist dieser Teil Spaniens der schönste. Berge in der Ferne, Hügel in verschiedensten Formen, kleine Mittelalterliche Ortschaften sowie Weinfelder soweit das Auge reicht. Es ist unbedingt empfehlenswert hier nicht auf der Autobahn unterwegs zu sein, sondern möglichst kleine Landstraßen zu wählen. Allerdings ist es am schönsten diese Region zu durchwandern. Zum Beispiel auf dem Jakobsweg. Am besten zu einer Zeit ( August / September ) wenn die Trauben prall an Ihren Rebstöcken hängen.
Xiangyang hat sich dann Logrono angeschaut und auch in einer Tapas Bar Mittag gegessen, während ich mit Leo wieder einen Stadtpark erkundet habe. In diesem Fall lag der Stadtpark am Rio Egro. Auch dieser Park war sehr schön. Danach habe ich für Leo und mich ein Mittagessen zubereitet und nachdem Xiangyang von ihrer Stadtbesichtigung zurück gekommen ist, ging es wieder über Wunderschöne Landstraßen durch das Hinterland der Rioja in die nächste Provinz Kastillien – Leon. Hier erreichten wir dann auch gegen 17 Uhr Burgos.
Leo und ich entdeckten in der Nähe des Gratis Womo Stellplatzes ( eigentlich ein besserer Parkplatz ) wieder einen neuen Stadtpark. Dieses mal folgte der Park dem Rio Arlanzon. Auch dieser Park war perfekt für Hundebesitzer. So hatten wir beide viel Spaß beim durch Kastanienbaum Alleen zu spazieren. Xiangyang blieb im Sprinter.
Mal schauen wie wir schlafen, denn wir sind wieder von Wohngebäuden und Straßen umzingelt.
Fotos: Park in Logrono und Park in Burgos


Tag 6 – Dienstag 18 November:

Vom Plage de Moliets ging es nach Pamplona
Gegen 9:30 Uhr ging unsere Fahrt los. Xiangyang fuhr die ersten 66km. Ich den Rest. Anstelle wie geplant heute nach Burgos zu fahren ging es dafür nach Pamplona.
In Pamplona war ich ja 2021 schon gewesen. Damals allerdings als Pilger auf dem Jakobsweg unterwegs. Diese schöne Zeit mit anderen Pilgern zusammen ist auch noch sehr gut in meiner Erinnerung.
Mit Leo erkundete ich den schönen mit kleinen Wegen durchzogenen Stadtpark welcher entlang des Rio Agra liegt. Mit Xiangyang ging ich in die Altstadt um im Cafe Iruna, welches wohl das Lieblings Cafe von Ernest Hemingsways war als dieser einige Zeit in Pamplona verbrachte. Es ist zugegebener Maßen ein sehr schönes „Cafe“ in welchem man neben Cafe auch leckere Tapas wie auch leckeren Rotwein bekommt. Nach dem Besuch dieses Cafes ging ich zum Wohnmobil zurück um mit Leo eine größere Abendrunde zu drehen während Xiangyang sich noch in Pamplona umsah.
Fotos: Gratis Zentrums naher Wohnmobil Stellplatz in Pamplona, Über den Rio Arga in die Altstadt, Im Cafe Iruna, Farbenprächtige Häuser am Plaza del Castilo




Tag 5 – Montag 17 November:

Vom Wohnmobil Stellplatz in Cavignac ging es zum Fischgeschäft in Arcachon. Von dort noch ein Stück zur großen Dünne Dune du Pilat und dann noch ca 112 km südwärts an den Plage de Moliets .
Heute war ein weiterer Fahrtag welcher uns unserem ersten Ziel, der Nord Spanischen Stadt Burgos näher brachte. Allerdings wird es spannend was uns in Burgos erwartet. Burgos liegt auf 865 Meter und für Donnerstag ist Schneefall und Temperaturen unter 0 Grad angesagt. Das kann ja lustig werden wenn ich von dort aus Pilgern will.
Wie auch immer der Morgen startete völlig anders als gedacht. Xiangyang kam gegen 8:45 Uhr von ihrer Gassi Runde zurück und Leo war gerade in den Sprinter gesprungen, Pfoten geputzt, Geschirr mit Tracker ausgezogen als er in einem unbeobachteten Moment aus dem Sprinter sprang und in Richtung eines Border Collies, welcher einem anderen Camper gehörte, rannte. Da dieser aber kein Interesse an Leo hatte machte sich Leo auf um das Weite zu suchen. Kein Rufen konnte ihn zur Umkehr bewegen.
Dumm war mal wieder, das er ohne Tracker unterwegs war, da er sein Geschirr im Auto schon abgelegt hatte. Also machten wir uns auf den Weg ihn dort zu suchen wo er offensichtlich hingerannt war. In Richtung Dorfmitte. Keine Spur auf jeden Fall von ihm dort. Auf mein Rufen reagierten alle mögliche Hunde mit wildem Gebell, nur mein Hund nicht. Als ich frustriert auf dem Rückweg zum Sprinter war, wollte ich eine Abkürzung durch den Friedhof, welcher neben dem Womo Stellplatz liegt, nehmen. Als ich zur Hälfte den Friedhof durchquert hatte, sah ich plötzlich meinen Ausreißer zwischen den Gräbern herum rennen. Keine Ahnung wie der Kerl es in den Friedhof geschafft hatte, da die 3 Zugänge mit geschlossenen Gittertüren gesichert war.
Auf jeden Fall konnte ich ihn hier einkreisen und habe ihn dann mit ernstem Ton zu mir gerufen. Interessanterweise ist er sofort zu mir gekommen und ich konnte sein Geschirr ihm wieder anlegen. Ohne Schimpfen aber auch ohne Lob ging es gemeinsam zurück zum Sprinter.
Danach konnten wir endlich frühstücken und somit verspätet in Richtung Bordeaux aufbrechen. Von Bordeaux ging es dann weiter nach Arcachon zu einem Fischgeschäft welches uns bereits vor Jahren empfohlen wurde. Dort kauften wir leckeren Fisch, einen 1/2 Hummer sowie einen Krebs.
Nach dem Einkaufen war die Dune du Pilat unser nächstes Ziel. Diese war aber nur einen Katzensprung ( 11km ) entfernt. Dort angekommen wanderten wir alle zusammen dieses Naturschauspiel hoch und übten ein wenig für die Dünnen der Marokkanischen Sahara. Oben am höchsten Punkt angekommen hat man eine wunderbare Aussicht auf die vorgelagerten Sandbänke sowie die Küste. Da wir auch hier schon einmal waren, verbrachten wir dieses Mal nicht so viel Zeit in der Dünne. Zumal heute das Wetter auch recht frisch war.
Zurück am Sprinter bereitete Xiangyang uns ein leckeres Mittagessen aus den gerade vorher eingekauften Leckereien zu.
Im Anschluss ging es über kleinste Landstraßen noch ca 112 km weiter bis zu einem Urlaubsort am Plage de Moliets. Der wiederum kostenlose Wohnmobil Stellplatz der Gemeinde erlaubt das stehen für 24 Stunden. Er liegt ideal um in wenigen Minuten zum unglaublich schönen Strand, welcher hinter einer Düne liegt, zu gelangen. An diesem Strand verbrachten wir zu dritt eine schöne Zeit. Leo hatte unheimlich viel Spaß im Sand herum zu tollen während wir den spektakulären Himmel und den sauberen sowie leeren Riesenstrand fast alleine genießen konnten.
Zurück am Wohnmobil erfolgte dank Starlink auch noch für Xiangyang ein produktiver Abend. Ich konnte den Tag dann schon früher bei einem Glas guten Rotwein ausklingen lassen.
Fotos: An der großen Düne Dune du Pilat üben wir für die Marokkanische Sahara und weiter ging es zum Wohnmobilstellplatz und an den Stand von Plage de Moliets.






Tag 4 – Sonntag 16 November:

Vom Stellplatz in Outarville führte uns der Weg über Angouleme nach Cavignac.
Da heute wieder ein längerer Reisetag auf dem Plan stand sind wir etwas früher aufgestanden. Um 7:30 Uhr war Xiangyang mit Leo auf „Ortsbesichtigung“ während ich unser Frühstück zubereitet hatte. Wir hatten noch Waffeln aus Brügge. Zusammen mit Irenes sehr leckerer Blaubeeren Marmelade und Honig war das ein Frühstückgedicht.
Gut gestärkt waren wir schon kurz vor 9 Uhr „on the Road“. Unser heutiges Ziel sollte die Stadt Angouleme, welche in Richtung Bordeaux liegt, sein. Das erste Drittel dieser 410 km langen Strecke ging über teilweise kleine Landstraßen, durch herrliche Herbstwälder. Wir konnten diesen Teil genießen da die Straße zum großen Teil immer geradeaus ging, es kaum Verkehr gab und die Geschwindigkeit auf 80 km/h begrenzt war.
Immerzu war ich wachsam und konzentriert um ja nicht mit möglichem Wildwechsel zu kollidieren. Jedoch hatte ich ein langsam fliegendes Fasanen Geschwader nicht auf meiner Rechnung. Völlig unerwartet kam plötzlich eine Gruppe Fasanen auf Fensterhöhe vor uns vorbeigeflogen. Nur knapp sind wir einem verhängnisvollen Zusammenstoß entgangen, da ich nicht besonders gut auf die doch eher langsamen Flieger reagiert hatte. Im ersten Moment als ich die Gruppe sah, dachte ich es sind Tauben oder so ähnlich, welche ja recht gut im ausweichen sind. Zum Glück ging alles nochmal glimpflich ab und gut ist auch, dass unser Sprinter nicht von einer Jet Engine angetrieben wird……….
Das zweite Drittel der Strecke war eine überwiegend 90km/h Landstraße mit einem Autobahnanteil auf dem man etwas zügiger voran kam. Das letzte Drittel war dann eine reine Autobahn. Allerdings alles Mautfrei.
Gegen 15 Uhr sind wir dann in Angouleme angekommen. Während Xiangyang mit Leo auf die Suche nach den Comic Zeichnungen war, denn dafür ist Angouleme bekannt, habe ich mir einen Kaffee gemacht und etwas entspannt. Zusätzlich wollte ich dann Xiangyang noch unterbreiten das wir noch ein wenig weiterfahren sollten, da der Stellplatz für die Nacht in Angouleme wenig einladend war. Mein Vorschlag wurde dankend angenommen, da es zum einen kaum Comic Graffitis gab und es zudem anfing zu regnen. So verabredeten wir das ich die beiden mit dem Sprinter oben in der Stadt am Aussichtspunkt abhole und wir dann noch ca. 70 km weiterfahren.
Die folgenden 70 km waren schnell geschafft, da fast die gesamte Strecke über die mautfreie Autobahn, welche in Richtung Bordeaux führt ging. Unser neuer Übernachtungsplatz auf dem gratis Gemeinde Wohnmobilstellplatz Cavignac liegt sehr schön direkt an Weinfeldern. Hier sind die Blätter der Reben schön herbstlich gefärbt. Somit hatte ich auch noch einen schönen Abendspaziergang mit Leo durch diese Felder.
Der Abend wurde dann wieder unspektakulär eingeläutet. Einzig das reaktivieren unserer Starlink Antenne war etwas besonderes. Wobei auch dies sehr einfach durchzuführen war. Somit haben wir jetzt fast wieder überall, naja nicht in einem Tunnel, Highspeed Internet. Und das auch während der Fahrt.
Stellplatz im Dörfle Outarville heute Morgen um 7:30 Uhr, Zwischenstopp in Angouleme mit seinen Comic Graffities, Stellplatz in Cavignac neben den Weinfeldern.







Tag 3 – Samstag 15 November:

Vom Wohnmobilstellplatz in Brügge am Jachthafen nach Outarville zu einem Gemeide Wohnmobil Stellplatz.
Heute war einer der nun kommenden Fahrtage in Richtung Süden. Kurz vor 10 Uhr sind wir vom Wohnmobil Stellplatz in Brügge losgefahren. Eine Strecke von ca. 435 km lag vor uns.
Da wir Mautfrei unterwegs sind hat Google für diese Distanz ungefähr 5 1/2 Stunden genannt. Mit Mittagspause, einkaufen bei Leclerc sowie einem Tankstopp sind es dann doch 7.5 Stunden Reisezeit geworden.
Zu Beginn noch in Belgien konnten wir die Mautfreien Autobahnen nutzen. In Frankreich kamen wir jedoch langsamer voran. Teilweise ging es über Mautfreie Autobahnen und National Straßen mit zumeist einem Geschwindigkeitslimit von 90km/h. Ab und zu gab es auch Abschnitte wo 110km/h erlaubt waren. Viele km gingen aber über einfache Landstraßen mit maximal erlaubten 80km/h. Immer wieder ging es durch Ortschaften oder man musste an den allerorts vorhandenen Kreisverkehren den Fahrfluss unterbrechen.
Schneller als erlaubt zu fahren ist sehr risikoreich, da überall Radaranlagen auf uns lauerten. Daher haben wir uns auch an die gegebenen Limits gehalten. Fährt in einem Pulk mit Französischen Autofahrern so sind die Anlagen leicht auszumachen. Immer wenn so ein Blitzer sich nähert, verringern die Franzosen ihre Fahrgeschwindigkeit um10 km/h unter das erlaubte Limit. So nach dem Motto, „Ich traue den Anlagen nicht“.
Auf dieser Tagesetappe lag zudem noch Paris auf ( in ) unserem Weg. Wir dachten auf der Ringautobahn, Paris von Nord nach Süd, an einem Samstag zu umrunden sollte problemlos sein, leider war dem nicht so. Paris empfing uns mit einem Megaverkehr sowie einigen nervigen Staus. Aber auch das meisterten wir heute.
So kamen wir in leider erst bei Dunkelheit am Gratis Übernachtungsplatz in Outarville an. Eigentlich vermeiden wir das ankommen nach Dunkelheit. Aber in der direkten Nähe von Paris habe ich keinen sicheren Stellplatz gefunden. So mussten wir noch ca. 88 km nach Paris fahren. Der Stellplatz in Outerville ist ganz ok, er ist eben und liegt fast im Zentrum des Dörfle. Er bietet Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Zudem noch Gratis Strom. Das benötigen wir zwar nicht aber trotzdem wieder ein herzlichen Dank an diese kleine Gemeinde. Die Franzosen sind in diesem Punkt als Camping Nation ( in vielen aber nicht allen Gegenden ) vorbildlich.
Das kleine Dörfle liegt ca. 8 km von unserer Hauptroute entfernt und verspricht eine ruhige Nacht.
Nach unserer Ankunft bin ich noch eine kleine Runde mit Leo gegangen. Einen Teil davon durch den Flecken ( schwäbisch = Dorf ) und ein wenig auf einem matschigen Feldweg. Ohne Licht war dieser Abschnitt dann etwas doof 🤪.
Zurück am Wohnmobil liessen wir dann gemütlich den Abend ausklingen.
Fotos: Stellplatz in Brügge. Ist wohl eher ein breiter Parkplatz. Sonst habe ich keine Fotos gemacht. Wir sind ja nur gefahren und am Ankunftsplatz wars schon dunkel.

Tag 2 – Freitag 14 November:

Vom Wohnmobil – Jachthafen in Eeklo ging es über eine kurze Fahrt zum Wohnmobil – Jachthafen in Brügge
Nach einer ruhigen Nacht auf dem „Yacht“ Hafen Stellplatz sind wir gegen 7:45 Uhr aus den Federn gekrabbelt. Länger schlafen geht eigentlich nicht, da Leo unser Wecker ist und dafür sorgt das wir rechtzeitig aufstehen.
Diesen Stellplatz in Eeklo können wir auf jeden Fall empfehlen, wer die Nacht vor einem Brügge Besuch noch ruhig und gratis verbringen möchte. Allerdings macht der Platz nur Sinn, wenn man so wie wir, aus dem Norden kommt.
Während Xiangyang mit Leo Gassi gegangen ist, hatte ich unser und Leo‘s Frühstück vorbereitet. Unser Reise Klassiker, Müsli mit frischem Obst und für Leo sein Trockenfutter mit Apfelschnitten und einem Stückchen Saitenwurst.
Nachdem Frühstück ging es gemütlich auf Landstraßen und durch Ortschaften noch ca. 27 km weiter bis zum Wohnmobil Stellplatz in Brügge. Auch dieser liegt zentral wie in Eeklo direkt neben dem Jachthafen. Das schöne am reisen in der Nebensaison ist, das man eigentlich immer problemlos einen Platz zum übernachten findet.
Der städtische Wohnmobil Stellplatz in Brügge ist recht groß, leicht zu erreichen und sauber angelegt. Aber mit 25€ für 24 Stunden nicht ganz günstig. Dafür ist ein Stromanschluss enthalten, jedoch Duschen / WC gibt es nicht. Aber wie gesagt zur Stadtbesichtigung ist seine Lage ideal.
Eine Besichtigung Brügges ist eine schöne Erfahrung, denn es ist ein Ort welcher Geschichte atmet. Ein Besuch dieser historischen Stadt nimmt einen mit auf eine Zeitreise ins Mittelalter. Märchenhaft, authentisch und ganz sicher der ideale Ort für ein romantisches Wochenende. Ich habe während wir so durch die alten Gassen geschlendert sind und an zahlreichen Geschäften vorbei flaniert sind, überlegt an welche andere Stadt mich Brügge erinnert. Dann fiel es mir ein, Brügge ist von der Art ähnlich wie Dinkelsbühl. Natürlich haben beide Städte einen ganz anderen Stil, aber bei beiden wandert man durch eine Art Mittelalter mit einem Hauch von Kitsch und Disneyland. Zumindest ist das meine Sichtweise.
Brügge ist eine der am besten erhaltenen Städte Europas. Davon zeugt die historische Innenstadt, die als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt ist. Die Türme der Kathedrale und Belfried, die Kopfstein gepflasterten Gassen, viele verwinkelten Wasserwege und weiß gekalkten Fassaden ergeben Bilder, die selbst im leicht regnerischen Herbstwetter einen sehr erfreuen.
Nachdem wir die obligatorischen Brügge Pommes noch gemeinsam gegessen hatten, trennten sich unsere Wege erst einmal. Xiangyang hat weiterhin die Stadt erkundet, dabei auch eine Kanalbootsfahrt mitgemacht, während ich mit Leo zurück zum Wohnmobil gegangen bin. Ich war dann so erschlagen von den Eindrücken, das ich einen Mittagsschlaf mir spendierte. Leo fand das auch toll und schloss sich umgehend meiner Aktion an. Kurz vor 16 Uhr sind wir beide zu einem nahegelegenen Park gegangen wo Leo sein Geschäft erledigen konnte. Zudem kam er in den Genuss mehrere Belgische Hunde kennenzulernen.
Zurück am Sprinter habe ich mich dann in Schale geschmissen ( Sweatshirt anstelle kurzärmligen Hemd ) und habe Leo für 2 bis 3 Stunden alleine, als Wachhund, im Camper zurückgelassen. Mein Ziel war dann wieder die Altstadt. Xiangyang hatte mir mit WhatsApp die Adresse eines sehr schönen und gemütlichem Restaurant geschickt. Dort hatte sie einen Platz reserviert und mich zu einem leckeren Abendessen mit typischen Brügge Gerichten eingeladen. Sie wählte Miesmuscheln Brügge Art und für mich ein belgisches Gulasch mit den typischen belgischen Pommes. Pommes wird hier zu allem möglich gereicht. Nudeln und Reis ist hier wohl nicht so gefragt. Auf jeden Fall kann ich jetzt für eine Weile keine Pommes mehr sehen.
Wir verbrachten einen romantischen Abend und genossen diese seltene aber schöne Zeit. Danach ging es durch das bereits weihnachtlich beleuchtete Brügge zurück zum Wohnmobil.
Hier beendeten wir dann auch wenig später einen erlebnisreichen Tag.











Tag 1 – Donnerstag 13 November:

Von Zuhause in Barßel ging es durch die Niederlande nach Eeklo in Belgien.
Ziemlich genau um 10 Uhr starteten wir den Motor vom Sprinter und machten uns auf den Weg über Deutsche und Niederländische Autobahnen in Richtung Brügge. Nach 2.5 Stunden stoppten wir in Zwolle an einem KFC und machten hier eine Mittagspause. Während ich mit Leo eine Gassirunde ging besorgte Xiangyang das Mittagessen. Selbst wenn KFC kein besonders gutes Essen ist, für uns ist es schon ein wenig ein Ritual am ersten Tag zum Start einer Reise. Und uns schmeckts auch hin und wieder.
Danach ging die Fahrt weiter über Autobahnen in Richtung unserem Tagesziel, dem Stellplatz am Jachthafen der Belgischen Gemeinde Eeklo. Dieser Stellplatz, mit großen ebenen begrünten Stellplätzen ist Gratis. Somit ein Dankeschön an die Gemeinde Eeklo. Zudem liegt der Stellplatz auch sehr schön an einem Kanal an welchem viele Boote liegen. Der Ortskern selbst mit allerlei Geschäften ist zu Fuß in wenigen Minuten zu erreichen.
Für die gesamte Strecke benötigten wir ziemlich genau 7 Stunden inklusive 2 Pausen. Die Fahrt verlief bis auf 2 Staus extrem langweilig und war recht ermüdend.
Am Stellplatz angekommen war es bereits dunkel und ich ging meine Abendrunde mit Leo eben bei Nacht. Trotz der Dunkelheit war es ein sehr schöner Spaziergang, da wir entlang des Kanals gehen konnten und viele prächtige, teilweise bewohnte und somit beleuchtete Boote bestaunen konnten.
Zurück im Wohnmobil ließen wir dann gemütlich den Abend ausklingen.
Foto: Abendstimmung in Eeklo, mit Blick auf den Jachthafen und dem Wohnmobil „Hafen“ .

Tag 2 – Freitag 14 November: